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Sinziger Bahnhof wird bis Juni 2019 modernisiert

Barrierefreier Umbau soll 7,5 Millionen Euro kosten

Barrierefreier Umbau
soll 7,5 Millionen Euro kosten

07.07.2016 - 10:45

Sinzig. „Mit dem Abschluss des 3. Bauabschnittes zur Modernisierung des Bahnhofs Sinzig geht ein Projekt zu Ende, was es in dieser Größe bisher in Sinzig noch nicht gegeben hat.“ Mit diesen einleitenden Worten von Bürgermeister Wolfgang Kroeger eröffnete dieser eine nur mäßig besuchte Informationsveranstaltung im Sinziger Rathaus, zu der die Stadt Sinzig und die Deutsche Bahn alle interessierten Bürgerinnen und Bürger eingeladen hatten. Mit dem 7,5 Millionen Euro teuren dritten Bauabschnitt zum barrierefreien Umbau des Sinziger Bahnhofs soll bald die Zeit vorbei sein, in der es gehbehinderten Menschen nicht möglich war, den Bahnsteig von Gleis 2 und 3 ab Sinzig zu erreichen und Fahrgäste aufgrund des großen Abstands zwischen Bahnsteig und Zugeinstiegshöhe Schwierigkeiten hatten.

Bei der Informationsveranstaltung „Modernisierung Bahnhof Sinzig“ stellten der Planer Matthias Barleben vom planenden Ingenieur-Büro StadtLandBahn, Boppard, sowie Eric Stockdreher und Martin Gleser von der DB Station & Service AG die umfangreichen Planungen vor. Leider nutzten nur wenige (etwa 25 Personen) die Gelegenheit, Vorschläge und Informationen an die Verantwortlichen weiterzugeben und sich über die geplanten Maßnahmen zu informieren.


Jetzt schon umgesetzte Maßnahmen


In den beiden ersten Bauabschnitten (Kostenvolumen ca. 10 Millionen Euro) wurden bisher bereits geschaffen: Neubau eines Kreisverkehrsplatzes, Ausbau der Eisenbahnstraße, Neubau des Bahnhofsvorplatzes, Neubau der Parkplätze unter der Hochstraße B ), Neubau eines Fahrradabstellplatzes mit Grünanlage, Neubau eines Bussteiges mit Überdachung, Verlängerung der Personenunterführung in östlicher Richtung (inkl. P & R-Stellplätze) sowie der Neubau eines Lichthofes auf der östlichen Seite des Bahnhofes. Jetzt soll eine Anhebung der Bahnsteige auf 76 cm über Schienenoberkante (SOK) erfolgen. Gleichzeitig werden seitens der DB die Bahnsteige auf je 225 m neu gebaut. Weiterhin wird die Personenunterführung (PU) vom ehemaligen Empfangsgebäude bis zum Mittelbahnsteig neu gebaut. Auch ist der Neubau eines Bahnsteigdaches am Mittelbahnsteig geplant wie auch der Neubau eines Personenaufzuges auf dem Mittelbahnsteig.

Damit zusammenhängend wird die Stadt Sinzig folgende Maßnahmen durchführen: Neubau eines Aufzuges auf dem Bahnhofsvorplatz und Neubau eines Aufzuges im Lichthof, Neubau einer Treppe auf dem Bahnhofsvorplatz und der Neubau einer PU unter dem bestehenden Bahnhofsgebäude von der bestehenden PU bis zum Bahnhofsvorplatz. Die Maßnahmen der DB werden in mehreren Phasen durchgeführt, wobei auf der östlichen Seite begonnen wird. In der Bauphase 1 erfolgt der Neubau eines provisorischen Bahnsteigs am Gleis 403 im südlichen Abschnitt und einer provisorischen Treppe zum Mittelbahnsteig. 130 m bestehender Bahnsteig wird weiter verwendet.


Neue Bahnsteige, neue Treppe und ein Aufzug


In der zweiten Bauphase wird im südlichen Abschnitt am Gleis 402 ein provisorischer Bahnsteig neu gebaut. Ebenfalls erfolgen der Neubau der Mittelbahnsteigkante am Gleis 402 und der Neubau der Treppenanlage, wobei auch der Rückbau des südlichen Provisoriums am Gleis 403 erfolgt.

In der dritten Bauphase wird der Neubau des Aufzuges auf dem Mittelbahnsteig erfolgen. Gleichzeitig wird auch der Neubau eines provisorischen Bahnsteigs an Gleis 402 und 403 im nördlichen Abschnitt erfolgen und der Rückbau des südlichen Provisoriums an Gleis 402 durchgeführt. In der vierten Bauphase erfolgt der Rückbau der nördlichen Provisorien.

Getrennt von den Maßnahmen der DB wird die Stadt Sinzig ihre eigenen Baumaßnahmen durchführen. Dies hängt mit den unterschiedlichen Genehmigungen zusammen. Während die Stadt für ihre Maßnahmen die Baugenehmigungsunterlagen bis September 2016 einreichen wird, benötigt das erforderliche Planfeststellungsverfahren für die Maßnahmen der DB einen Zeitraum bis Oktober 2017. Die Ausschreibung und Auftragsvergabe für die städtischen Maßnahmen könnte im August bis November 2016 erfolgen, so dass noch im Dezember 2016 mit den Bauarbeiten im Bereich des Bahnhofsvorplatzes für die Treppenanlage, den Personenaufzug und die PU begonnen werden können. Diese sollen im September 2017 abgeschlossen sein. Die Ausschreibungs- und Vergabephase der DB ist für November 2017 bis April 2018 eingeplant. Die Bauausführung soll von Mai 2018 bis Juni 2019 erfolgen, wobei der komplette Umbau des Hausbahnsteigs von Gleis 1 an einem Stück erfolgen soll. Am 8 Juni 2019 soll der RRX (Rhein-Ruhr-Express) erstmals den Betrieb am neuen Sinziger Bahnhof aufnehmen. Der RRX gehört zum transeuropäischen Netz. Um dessen EU-Anforderungen zu entsprechen und Sinzig als RRX-Haltepunkt zu sichern, sind die Umbaumaßnahmen dringend erforderlich.

Die Vertreter der DB konnten nicht ausschließen, dass es während der Bauarbeiten zu Verzögerungen kommen kann. „Es kann auch sein, dass zeitweise ein Schienenersatzverkehr eingerichtet wird, was jedoch frühzeitig über Aushänge bekannt gegeben wird“, erklärte Martin Gleser. Bedauert wurde von vielen Zuhörern, dass die bestehende Überdachung am Gleis 1 ersatzlos abgerissen werden soll. Stattdessen ist geplant, zwei kleinere Wetterunterstände zu errichten. Hier wurde angeregt zu prüfen, ob nicht andere Möglichkeiten zum Schutze der Bahnreisenden möglich sind (z. B. Abriss der bestehenden Anlage, die am Bahnhofsgebäude angebracht ist, und Neubau einer freistehenden Überdachung). Auch wurde das Fehlen einer Toilettenanlage bemängelt.

Weitere Kritikpunkte waren die geplanten Standorte der Fahrkartenentwerter wie auch der Fahrkartenautomaten. Große Sorge bereitete den Zuhörern auch die größeren Flächen, die jetzt vor Verschmutzungen geschützt werden müssen. Hier laufen nach Aussagen der Verantwortlichen derzeit Prüfungen, inwieweit die neuen Anlagen durch Überwachungseinrichtungen geschützt werden können. Laut Bürgermeister Kroeger wird die Stadt Sinzig bei den geplanten Maßnahmen, wenn die bisherigen Fördersätze beibehalten werden, mit rund 1,5 Millionen Euro beteiligt werden. Die DB übernimmt von den geplanten 7,5 Millionen Euro rund 5,2 Millionen Euro.

WK

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Kommentare
Jean Seligmann:
Das zwanghafte und angestrengte Bemühen, die AfD zu diskreditieren, produziert Widerspruch und Lächerlichkeit am laufenden Band.
Siegfried Kowallek:
Beim Komplex AfD, Spenden und Geheimnistuerei denke ich eher an die verdeckten Zahlungen von rund 132.000 Euro an die AfD-Politikerin Alice Weidel, bei denen die Bundestagsverwaltung wegen möglicher Verstöße gegen das Parteiengesetz Sanktionen gegen diese Partei prüft. Es stehen Strafzahlungen in dreifacher Höhe der Spenden aus der Schweiz im Raum, also rund 396.000 Euro. Jetzt will aber die AfD-Fraktion im Neuwieder Stadtrat einen Teil ihrer Aufwandsentschädigungen für einen guten Zweck spenden, was auf jeden Fall sympathisch ist im Gegensatz zu einer verdeckten Entgegennahme großer Spenden von jemandem, der etwas zu verbergen hat. Der angekündigte Verzicht auf eine medienöffentliche Bekanntgabe von Empfängern dieser Spenden befremdet mich jedoch aus zwei Gründen. Zum einen wirkt das heimliche Spenden an gemeinnützige Vereine oder Organisationen dadurch vergleichbar anrüchig wie etwa ein heimlicher Bordellbesuch, den man auch nur dann selbst öffentlich macht, wenn man erfolgreicher Kommunalpolitiker in Ochtendung ist. Zum anderen überzeugt die Begründung nicht, in der Vergangenheit sei vielerorts Druck auf Organisationen ausgeübt worden, die von der AfD eine Spende angenommen hätten. Wäre das der Fall gewesen, hätte diese Partei das doch auf jeden Fall laut und heftig angeprangert. Dieses Liebäugeln mit einem Opfermodus erinnert an den bisherigen geheimnistuerischen Umgang der AfD mit ihren Freitagsveranstaltungen im Kreis, deren Veranstaltungsort man nur auf Nachfrage mitgeteilt bekam. Dabei weiß nicht nur ich, in welcher Neuwieder Gaststätte diese Veranstaltungen stattfanden. Zudem stand deren Name sogar in einem ausgewogenen Artikel über eine AfD-Freitagsveranstaltung. Und als ich die letzte Veranstaltung dieser Partei vor den Corona-Einschränkungen in Oberbieber zum Thema „Wald und Wild“ besuchte, sah ich dort keinen einzigen Gegendemonstranten, obwohl die Partei den Veranstaltungsort zuvor sogar hinreichend öffentlich bekanntgegeben hatte. Siegfried Kowallek, Neuwied
S. Schmidt:
Das ganze Geschäftsmodell um einen „unnatürlichen“ Klimawandel beruht auf Modellberechnungen und den Verlautbarungen des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change). Nun hat die „University of Michigan“ in einer Pressemeldung vom 30.04.2020 die Katze aus dem Sack gelassen: Etliche der IPCC-Klimamodelle prognostizieren eine unrealistisch hohe Erwärmung für die Zukunft! Wie die „Berechnungen“ für die zu erwartenden „Corona-Opfer“ (es wurden bis zu 560.000 Tote prognostiziert), vollkommen falsch!
Heinrich Heine:
Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.
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