Politik | 02.12.2013, 14:49 Uhr

Erfolgsgeschichte für Menschen mit Behinderung

Briefmarken sind angekommen

Briefmarkenstelle Bethel konnte elf große Kartons entgegennehmen

Die Briefamarkenstelle Bethel bekam wieder Nachschub.privat
175

Sinzig. Elf große Kartons mit Briefmarken und Briefmarkenalben übergab der Bürgermeister der Stadt Sinzig, Wolfgang Kroeger, in Bethel an Bethel-Leiter Pastor Ulrich Pohl und Hans-Werner Mohrmann, den Leiter der Briefmarkenstelle Bethel. Seit 2005 stehen im Eingang des Sinziger Rathauses eine Sammelbox für gebrauchte Briefmarken. „Wir haben von Anfang an eine große Beteiligung mit vielen Briefmarkenspenden erlebt“, freut sich Bürgermeister Wolfgang Kroeger, der bereits 2007 eine besonders wertvolle Briefmarkenspende persönlich nach Bethel in Bielefeld gebracht hatte. „Wir freuen uns, auf diesem Weg die Arbeit in Bethel unterstützen zu können und werden dieses Engagement gerne fortsetzen“ so Kroeger bei der Übergabe der Marken dieses Jahres. Seit 1888 und bis heute sammeln die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel abgestempelte und neuwertige Briefmarken - eine Erfolgsgeschichte für Menschen mit Behinderung, denn sie haben dadurch interessante Arbeitsplätze. Je nach ihren individuellen Möglichkeiten können sie sich hier einsetzen. Die Beschäftigten nehmen die Sendungen entgegen, sortieren die Briefmarken und bereiten sie für den Verkauf an Sammler vor. Der Erlös sichert die Arbeitsplätze in der Briefmarkenstelle Bethel.

Spendenfreude ungebrochen

1888 wurde auf Initiative von Pastor Friedrich von Bodelschwingh die Briefmarkenstelle Bethel in Bielefeld gegründet. Seitdem haben in Bethel Menschen mit Behinderung eine sinnvolle Arbeit durch die Aufbereitung und den Verkauf der gesammelten Marken. Rund 103.000 Sendungen mit gebrauchten oder auch postfrischen Briefmarken haben die Briefmarkenstelle Bethel im vergangenen Jahr erreicht. Die Menge der gespendeten Briefmarken betrug rund 28 Tonnen oder rund 125 Millionen Stück. Mit diesen Briefmarken sind in den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel Arbeitsplätze für rund 125 Menschen mit Behinderung verbunden.

Viele Aufgaben

Das ist aber nur ein Arbeitsbereich von Bethel, das mit seinen Häusern die Größe einer ansehnlichen Kleinstadt hat. Die Hilfen für Menschen mit Epilepsie sind von den Anfängen bis heute ein Beispiel für das Bestreben Bethels, fortschrittliche Angebote dort zu entwickeln, wo Menschen bisher in ihrer Not noch alleine gelassen werden. Neben der Epilepsiebehandlung zählen die Behindertenhilfe, Altenhilfe, Jugendhilfe, Unterstützung für Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten, Arbeit und berufliche Rehabilitation, die Psychiatrie und die Versorgung in Akutkrankenhäusern zu den zentralen Arbeitsgebieten. In jüngerer Zeit hinzugekommen sind Angebote für Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen, Therapieangebote für Menschen mit autistischen Störungen und die Hospizarbeit. Insgesamt werden jährlich rund 185.000 Menschen durch Bethel-Angebote behandelt, betreut, gefördert, ausgebildet oder beraten.

Dank an die Sammler

In einem Schreiben dankt Pastor Pohl noch einmal für die regelmäßige Hilfe aus Sinzig. Er schreibt unter anderem „Sehr geehrter Herr Bürgermeister, für Ihr ehrenwertes und überaus hilfreiches Engagement danke ich Ihnen sehr und freue mich, wenn wir auch künftig Briefmarken von der Stadtverwaltung Sinzig erwarten dürfen. Bitte geben Sie meinen herzlichen Dank an alle beteiligten Sammlerinnen und Sammler weiter“.

Pressemitteilung der

Stadtverwaltung Sinzig

Pastor Ulrich Pohl.

Briefmarken sind angekommen

Die Briefamarkenstelle Bethel bekam wieder Nachschub.Fotos: privat

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Daueranzeige 2026
Dauerauftrag Imageanzeige
Innovatives aus der VG Weißenthurm
Angebotsanzeige (Oktober)
Immobilienanzeige
Rund um´s Haus
Zukunft trifft Tradition KW 42
Zukunft trifft Tradition KW 42
Empfohlene Artikel
Mechthild Heil MdB (CDU)
116

Kreis Ahrweiler. Mit Kritik reagiert die CDU-Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil auf den erneuten Vorstoß von Landrätin Cornelia Weigand, Bundeskanzler Friedrich Merz mit einem offenen Brief zur alleinigen Finanzierung der geplanten Hochwasserrückhaltebecken im Ahrtal zu bewegen. „Der Hochwasserschutz im Ahrtal ist viel zu wichtig, um ihn für politische Alleingänge und öffentliche Inszenierungen zu missbrauchen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.
3188

Astrologische Vorschau für die KW XX: Gesundheit, Liebe und Erfolg im Fokus bei den Sternzeichen

Sterne im Blick: Horoskop für die Woche 19. bis 25. Oktober – zwischen Herzensangelegenheiten und neuen Chancen

Die Woche vom 19. bis 25. Oktober 2026 bringt Bewegung in festgefahrene Situationen, überraschende Erkenntnisse und die eine oder andere Herausforderung. Während sich in der Liebe neue Türen öffnen können, verlangen berufliche Aufgaben nach Geduld, Weitblick und einer guten Portion Durchhaltevermögen. Auch die Gesundheit verdient besondere Aufmerksamkeit: Wer zu viel auf einmal erledigen möchte, könnte schneller an die eigenen Grenzen stoßen.

Weiterlesen

Die B267 in Altenahr.  Foto: ROB
726

Die Sperrung bedeutet Einschränkungen im ÖPNV

Altenahr: Vollsperrung der B 267 ab 19. Oktober

Altenahr. Ab Montag, 19. Oktober 2026, muss die B 267 in Altenahr auf Höhe des Bahnübergangs an der Altenburger Straße voll gesperrt werden. Grund hierfür ist die Herstellung einer Außenanlage. Die Sperrung wird voraussichtlich bis einschließlich 6. November dauern. Die Umleitung erfolgt aus Fahrtrichtung Altenburg kommend über die B 257 und den Roßberg, aus Fahrtrichtung Altenahr kommend erfolgt die Umleitung entgegengesetzt, das heißt über den Roßberg und die B 257.

Weiterlesen