Erfolgsgeschichte für Menschen mit Behinderung
Briefmarken sind angekommen
Briefmarkenstelle Bethel konnte elf große Kartons entgegennehmen
Sinzig. Elf große Kartons mit Briefmarken und Briefmarkenalben übergab der Bürgermeister der Stadt Sinzig, Wolfgang Kroeger, in Bethel an Bethel-Leiter Pastor Ulrich Pohl und Hans-Werner Mohrmann, den Leiter der Briefmarkenstelle Bethel. Seit 2005 stehen im Eingang des Sinziger Rathauses eine Sammelbox für gebrauchte Briefmarken. „Wir haben von Anfang an eine große Beteiligung mit vielen Briefmarkenspenden erlebt“, freut sich Bürgermeister Wolfgang Kroeger, der bereits 2007 eine besonders wertvolle Briefmarkenspende persönlich nach Bethel in Bielefeld gebracht hatte. „Wir freuen uns, auf diesem Weg die Arbeit in Bethel unterstützen zu können und werden dieses Engagement gerne fortsetzen“ so Kroeger bei der Übergabe der Marken dieses Jahres. Seit 1888 und bis heute sammeln die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel abgestempelte und neuwertige Briefmarken - eine Erfolgsgeschichte für Menschen mit Behinderung, denn sie haben dadurch interessante Arbeitsplätze. Je nach ihren individuellen Möglichkeiten können sie sich hier einsetzen. Die Beschäftigten nehmen die Sendungen entgegen, sortieren die Briefmarken und bereiten sie für den Verkauf an Sammler vor. Der Erlös sichert die Arbeitsplätze in der Briefmarkenstelle Bethel.
Spendenfreude ungebrochen
1888 wurde auf Initiative von Pastor Friedrich von Bodelschwingh die Briefmarkenstelle Bethel in Bielefeld gegründet. Seitdem haben in Bethel Menschen mit Behinderung eine sinnvolle Arbeit durch die Aufbereitung und den Verkauf der gesammelten Marken. Rund 103.000 Sendungen mit gebrauchten oder auch postfrischen Briefmarken haben die Briefmarkenstelle Bethel im vergangenen Jahr erreicht. Die Menge der gespendeten Briefmarken betrug rund 28 Tonnen oder rund 125 Millionen Stück. Mit diesen Briefmarken sind in den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel Arbeitsplätze für rund 125 Menschen mit Behinderung verbunden.
Viele Aufgaben
Das ist aber nur ein Arbeitsbereich von Bethel, das mit seinen Häusern die Größe einer ansehnlichen Kleinstadt hat. Die Hilfen für Menschen mit Epilepsie sind von den Anfängen bis heute ein Beispiel für das Bestreben Bethels, fortschrittliche Angebote dort zu entwickeln, wo Menschen bisher in ihrer Not noch alleine gelassen werden. Neben der Epilepsiebehandlung zählen die Behindertenhilfe, Altenhilfe, Jugendhilfe, Unterstützung für Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten, Arbeit und berufliche Rehabilitation, die Psychiatrie und die Versorgung in Akutkrankenhäusern zu den zentralen Arbeitsgebieten. In jüngerer Zeit hinzugekommen sind Angebote für Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen, Therapieangebote für Menschen mit autistischen Störungen und die Hospizarbeit. Insgesamt werden jährlich rund 185.000 Menschen durch Bethel-Angebote behandelt, betreut, gefördert, ausgebildet oder beraten.
Dank an die Sammler
In einem Schreiben dankt Pastor Pohl noch einmal für die regelmäßige Hilfe aus Sinzig. Er schreibt unter anderem „Sehr geehrter Herr Bürgermeister, für Ihr ehrenwertes und überaus hilfreiches Engagement danke ich Ihnen sehr und freue mich, wenn wir auch künftig Briefmarken von der Stadtverwaltung Sinzig erwarten dürfen. Bitte geben Sie meinen herzlichen Dank an alle beteiligten Sammlerinnen und Sammler weiter“.
Pressemitteilung der
Stadtverwaltung Sinzig
Pastor Ulrich Pohl.
