Sänger der Eintracht mit Jahresversammlung
Chor hatte allen Grund zur Freude
Gleich vier Mitglieder wurden für 60 Jahre Mitgliedschaft geehrt - Vorstand im Amt bestätigt
Bad Bodendorf. Kontinuität für die Führungsetage bei den Neuwahlen und ein ganz besonderes Ehrungspaket stand im Mittelpunkt der jüngsten Jahresversammlung der Sänger der Eintracht in Bad Bodendorf. Wahlleiter Norbert Rauen bedankte sich zunächst für die hervorragende Vorstandsarbeit in den zurückliegenden Jahren. Gewählt wurden zum alten und neuen 1. Vorsitzender, Karl Hanenberg und zum 2. Vorsitzenden Leo Becker.
Als Kassier fungiert weiterhin Heinz Gerd Reuber. Gelobt wurde dessen Engagement im Verein auch als Notenwart und quasi bei allen Aktivitäten. Das Amt des Schriftführers war seit drei Jahren vakant und wurde vom Vorsitzenden kommissarisch mitgeführt. Es kandidierte Bernd Kairies, der einstimmig gewählt wurde. Notenwart Bernd Weber und Pressewart Bernhard Knorr wurden in ihren Ämtern bestätigt. Kassenprüfer wurden Jürgen Meyer und Michael Roß. Karl Hanenberg bedankte sich für die Wahl und zeigte sich besonders erfreut darüber, dass ein Schriftführer gefunden worden sei, was ihn sehr entlaste. Ein ganz besonderes und sicher außergewöhnliches Zeremoniell stand an diesem Abend an. Vier Sänger konnten für 60 Jahre aktive Mitgliedschaft im Chor geehrt werden. Es waren Paul Peter Müller, Johannes Menzen, Dieter Ameln und Josef Bauer. Alle vier gehören heute noch zu den tragenden Stimmen, und Dieter Ameln bereichert bis heute mit seinem angenehmen und ungebrochenen Bariton als Solist die Auftritte und Konzerte des Chores. Karl Hanenberg überreichte den Jubilaren eine Urkunde und ein Weinpräsent. Er ließ es sich aber auch nicht nehmen, gleichzeitig die drei neuen Sänger Bernd Kairies, René Kurth und Michael Roß mit einer Flasche Wein im Verein zu begrüßen.
Es wird noch eine offizielle Ehrung der Jubilare durch den Kreis-Chorverband geben. Die wird wahrscheinlich beim Maiansingen am 30. April stattfinden. Vorsitzender Karl Hanenberg begrüßte eine gut besuchte Versammlung, darunter auch etliche fördernde Mitglieder, den Dirigenten Bardo Becker, den Vizedirigenten Thomas Portugall sowie den Ehrenvorsitzenden Norbert Rauen im Vereinslokal Cholin.
In seinem Rückblick stellte Karl Hanenberg fest, dass der Verein auf ein ausgesprochen erfolgreiches Sängerjahr zurückblicken kann. Besonders erfreulich sei es, dass mit der Anwerbung dreier junger Sänger eine Verjüngung des Chores eingeleitet werden konnte. Der Verein hat nun 26 aktive und 63 fördernde Mitglieder. Das Jahr begann mit einer besonderen Feier im Februar. Der älteste aktive Sänger Franz Unkelbach feierte in alter Frische seinen 90. Geburtstag. Ein klarer Beweis, dass Singen jung erhält. Das Maiansingen konnte wieder als sehr guter Erfolg verbucht werden und hat inzwischen nach Programm und Besuch eher Züge eines kleinen Frühlingskonzerts angenommen. Die beliebte Veranstaltung „Lieder und Wein“ im August drohte buchstäblich ins Wasser zu fallen, konnte dann aber dank des Einsehens von Petrus schließlich doch noch erfolgreich über die Bühne gebracht werden. Bei der bereits zur schönen Tradition gewordenen Matinee im Haus Maranatha fanden die Sänger wieder ein dankbares Publikum. Beim Dorffest gab es neben dem Liedvortrag zur Begrüßung einen sehr gelungenen Auftritt in der ideal passenden Atmosphäre des Künstlerhofs Simons.
Die Verbreitung zu dem im Herbst geplanten Konzert stand das ganze Jahr über im Vordergrund der Chorarbeit. Eine Arbeit, die sich gelohnt hat, denn das anspruchsvolle „ausgefallene“ Konzert „Loreley mit Forelle“ am 21. Oktober wurde für die Besucher, aber auch die Akteure zu einem ganz besonderen musikalischen Erlebnis. Mit dabei war das Vokalensemble „Klangfarben“. Durch das Programm, eine abwechslungsreiche Reise durch verschiedene Musik-Epochen führte in gekonnter Weise Birgit Odenwald-Hanenberg. Besondere Glanzpunkte waren die Solo-Auftritte von Ursula Löbens (Sopran) und Dieter Ameln (Bariton). Das Vorhaben, dieses schöne Konzert 2013 an anderer Stelle noch einmal aufzuführen, ist sicher sehr zu begrüßen.
Mit einer ausgesprochen stimmungsvollen vorweihnachtlichen Feier endete das gesellschaftliche Vereinsjahr, während der musikalische Schlussakkord beim traditionellen Adventsingen am Vorabend zum vierten Advent erklang. Wegen anhaltenden Regens fanden diese Darbietungen in der Kirche statt, was für die Ausführenden, aber auch die Zuhörer durchaus von Vorteil war. Chorleiter Bardo Becker zeigte sich mit der Entwicklung im Chor hochzufrieden. Es herrsche musikalisch und organisatorisch eine große Übereinstimmung bei der Chorarbeit, was ihn zum Weiterplanen anreize. Das Konzert sei in jeder Hinsicht ein Highlight gewesen und auch die übrigen Auftritte im vergangenen Jahr sind durchweg positiv verlaufen. Der Chor zeige trotz seines relativ hohen Altersdurchschnitts eine Leistung, die als überdurchschnittlich bezeichnet werden könne. Hinzu komme, dass man sich glücklich schätzen könne, einen Solisten wie Dieter Ameln in seinen Reihen zu haben. Beckers Dank galt auch Thomas Portugall, der ihn im Fall seiner Verhinderung immer wieder würdig vertritt.
Kassenführer Heinz Gerd Reuber kann eine recht gute Kassenlage des Vereins vorweisen. Das Minus in der Bilanz ist im vergangenen Jahr relativ gering ausgefallen, womit der Verein gut leben kann. Kassenprüfer Werner Paetzel bescheinigte eine tadellose Kassenführung und die Versammlung entlastete den Vorstand. In seinem Ausblick lobte Karl Hanenberg den guten Zusammenhalt ohne Generationsgrenzen im Chor. Das motiviere für die Zukunft. Auch wenn inzwischen erfreulicherweise eine Verjüngung des Chors eingeleitet werden konnte, will man sich keineswegs auf diesem Erfolg ausruhen, und die Werbung um neue Sänger wird weiterhin im Vordergrund stehen. Das Konzert „Loreley mit Forelle“ soll in reduzierter Form im Augustinum Bad Neuenahr noch einmal aufgeführt werden. Man steht mit der Leitung des Hauses in Verhandlung. Angepeilt wird ein Termin Ende April. Einen Vereinsausflug soll es in diesem Jahr wieder geben. Der Vorschlag, Straßburg im Elsass, verbunden mit einem möglichen Auftritt im dortigen Münster, zu besuchen stieß auf Skepsis, da das nur mehrtägig möglich sei und eine vollzählige Beteiligung der Sänger voraussetze. Es wird wohl eher ein Ziel in näherer Umgebung favorisiert.
Karl Hanenberg bedankte sich für den harmonischen Verlauf des Abends, und mit dem rheinlandpfälzischen Sängergruß endete die Versammlung. BL
