Allgemeine Berichte | 11.05.2015, 14:40 Uhr

Eifelverein Sinzig wanderte von Kreuzberg nach Kirchsahr

Das idyllische Sahrbachtal erlebt

Beim Burghaus Burgsahr wurden Hof und Garten besucht. privat
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Sinzig. Erwachende Natur, Wälder und saftige Wiesen, ein Burghaus und ein Biotop gehörten zu den Höhepunkten einer Sonntagswanderung des Sinziger Eifelvereins durch das Sahrbachtal, einem der reizvollsten Seitentäler der Ahr. Wanderführer Martin Mies begrüßte 27 Wanderinnen und Wanderer am Bahnhof in Bad Bodendorf, von wo es mit der Ahrtalbahn bis Kreuzberg ging. Der Sahrbachweg folgt dem Sahrbach von Kreuzberg bis Kirchsahr durch eine unberührte Natur und ist landschaftlich sehr reizvoll. Auch die Kultur kommt auf der Strecke nicht zu kurz: Burgherrn und Bauern, Kelten und Römer haben dem Tal ihren Stempel aufgedrückt. Der gut markierte Weg beginnt in Kreuzberg mit seiner hoch aufragenden Burg, wo es erst ein Stück in unmittelbarer Nähe des Sahrbachs entlang geht. Löwenzahn und Sumpfdotterblumen blühten gelb, auch vereinzelt Schlüsselblumen und Taubnesseln am Wiesenrain. In den Wäldern an den Hängen des Tales hatten sich die Knospen geöffnet, ein vielfältiges Grün in seinen Schattierungen von lichtgrün bis zu dunkleren Farbtönen, dazwischen als weiße Farbtupfer Schlehen und wilde Kirschen. Ein Holzsteg führte über ein Biotop. Die Feuchtwiese ist Lebensraum für viele seltene Pflanzen, Vögel und Kleintiere. Nach einer Weile wurde dann das stattliche Burghaus in Burgsahr erreicht, wo die freundlichen Besitzer den Eifelfreunden Burghof und Garten mit vielen Frühlingsblumen zeigten. Das Anwesen aus dem 17. Jahrhundert ist heute in Privatbesitz und seit der Renovierung ein Schmuckstück im Sahrbachtal. Gut gelaunt wanderten die Tourengänger weiter bis zum Gretelstollen, wo einst Bleierz abgebaut wurde. Gitter hindern am Betreten der Stollen, die bis zu 300 Meter in den Berg vorgetrieben worden waren und heute Fledermäusen Zuflucht geben. Bald wurde die kleine Ortschaft Binzenbach passiert, die am Fuße des 500 Meter hohen Berges Hochthürmer liegt, auf dem die Römer einen Wachtposten eingerichtet hatten. Schließlich lag Kirchsahr vor den Wanderfreunden. Ein Besuch der Dorfkirche ist sehr zu empfehlen aufgrund ihres berühmten Altars, einem Kleinod der Kölner Malerschule. Aber auch das leibliche Wohl kam nicht zu kurz, und die Gruppe erholte sich bei einer Einkehr in Kirchsahr. Zurück nach Kreuzberg nahm man wieder dieselben Wege, wo sich jetzt jedoch andere Perspektiven auf das liebliche Tal und die hoch aufragenden Berghänge eröffneten. Insgesamt rund 18 Kilometer waren die Eifelfreunde gewandert. Abseits vom touristischen Rummel hatten sie hier eine intakte Natur erlebt und Entspannung und Freude gefunden. An mehreren Punkten entlang des Weges erklären Informationstafeln Naturschönheiten und historisch bemerkenswerte Sehenswürdigkeiten. Auf der Rückfahrt von Kreuzberg nach Bad Bodendorf waren die Teilnehmer voll des Lobes über diese Tour durch das Wanderparadies des Sahrbachtals. Da mehrmals gerastet wurde, konnten sie die Natur so richtig genießen.

Beim Burghaus Burgsahr wurden Hof und Garten besucht. Foto: privat

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