Verein zur Förderung der Denkmalpflege und des Heimatmuseums in Sinzig
Denkmalverein neu aufgestellt
Wahlen, Rückblick sowie Pläne fürs neue Jahr bestimmten die Mitgliederversammlung im Schloß
Sinzig. Früher als erwartet standen beim Verein zur Förderung der Denkmalpflege und des Heimatmuseums in Sinzig wieder Wahlen an. Wie der Vorsitzende Karl-Friedrich Amendt der Mitgliederversammlung im Schloss erläuterte, hatte das Amtsgericht Koblenz nur die Wahl des Vorsitzenden akzeptiert, das Block-Wahlverfahren im Vorjahr für die übrigen Vorstandsmitglieder aber beanstandet. Nach der Entlastung des Vorstandes erfolgte daher das Votum in Einzelabstimmung. Agnes Menacher und Matthias Röcke sind danach stellvertretende Vorsitzende, Gottfried Nonnast ist Schatzmeister und Franz Krämer Schriftführer. Außer Webmaster Tobias Kunze, der nicht mehr kandidierte und daher mit Dank verabschiedet wurde, erlebten die anderen unwissentlich „falsch“ ermittelten Vorstandsmitglieder ihre Wiederwahl. Beisitzer sind somit Peter Billig, Josef Erhardt, Hildegard Ginzler, Sarah Kasper-Brötz und Dirk Meyer, zukünftig verstärkt durch Angelika Schneider, die sich bereits im Heimatmuseum engagiert hat und Thomas Jödicke, Sinziger Musikschulleiter, der sich als kulturell interessierter Bürger zur Mitarbeit empfahl.
Einwandfrei
„Einwandfrei“ urteilten Ellen Collombon und Helmut Deurer über Gottfried Nonnasts Kassenführung. Für die nächste Kassenprüfung wurden Ellen Collombon und Rolf Meyer als Nachfolger von Deurer gewählt, der sich nicht mehr zur Verfügung stellte. Die guten Finanzen erlaubten es dem aktuell 129 Mitglieder starken Verein wieder das Museum zu fördern. Mit 5717 Euro entfiel der größte Anteil auf die Restaurierung zweier historischer Kommoden. Museumsleiterin Agnes Menacher freute sich auch über die neue Sechseckvitrine aus Mitteln der Stadt für die römische Keramik des Bonner LVR-Landesmuseums.
Sie blickt zufrieden auf das Museumsjahr 2014 mit einem erfolgreichen Museumstag, der Ausstellung „Carl Christian Andreae“ und den Veranstaltungen des Vereins Kunstgeflecht. Der diesjährige Museumstag am Sonntag, 17. Mai, eröffnet zugleich die Ausstellung „Kriegsende und dann…? - Kreis Ahrweiler 1944-1946“. Menacher, welche die Dokumentation geplant hat, zeigte sich erleichtert und dankbar über eine gesicherte Finanzierung. Dafür stockt die Stadt den Jahresetat des Museums von 4500 Euro um 5000 Euro auf 9500 Euro auf. Der Kreis Ahrweiler steuert 1000 Euro bei und der Denkmalverein hat sich bereit erklärt, bei Bedarf bis zu 5000 Euro dazu zu tun.
Abwechslungsreiche Exkursionen
Abwechslungsreiche Exkursionen, ob nach Schloß Vehn, in Bonner oder Mannheimer Museen und spannende Turmgespräche, offen für Mitglieder und Gäste, prägten das vergangene Vereinsjahr. Attraktives lockt auch 2015, etwa, wenn Karl-Friedrich Amendt am Donnerstag, 19. Februar, über die Ausführungen von Wegkreuzen spricht oder hinweisend auf das Stadtjubiläum am Donnerstag, 2. April, über „750 Jahre Stadt Sinzig“. Es liegt auch bereits der Entwurf einer Schrift zum Thema vor. Die erste Exkursion führt am Samstag, 21. März, zur ehemaligen Propstei Buchholz im Brohltal. Im Internet finden Interessierte unter www.museum-sinzig.de illustrierte Berichte über frühere Veranstaltungen und das neue Vereinsprogramm.
Ein Wermutstropfen
Ein Wermutstropfen trübte die einvernehmliche Zusammenkunft im Schloß, als Agnes Menacher eine Veränderung beklagte. Die Museumsleiterin reagierte „befremdet und betroffen“ auf den Ortswechsel des „Idolino“. Ohne Absprache mit ihr wurde die Marmorskulptur des schönen Jünglings vom Turmzimmer des Schloßes schnöde neben die Vitrine im Eingangsbereich versetzt. An dieser Stelle kommt die Kopie eines antiken Vorbildes jedoch nicht zur Geltung. Mindestens so bedauerlich ist, dass die Figur, zumal ihres Sockels beraubt, dort recht ungeschützt steht.
Der neue Vereinsvorstand: Karl-Friedrich Amendt (v. l. vorne), Agnes Menacher, Matthias Röcke, Ellen Collombon (2. Reihe), Sarah Kasper-Brötz, Gottfried Nonnast, Franz Krämer (3. Reihe), Hildegard Ginzler, Dirk-Arnulf Meyer, Peter Billig (4. Reihe), Thomas Jödicke, Josef Erhardt und Rolf Meyer. Foto: Friedrich Rick
