Studienfahrt der katholischen Erwachsenenbildung St. Peter Westum
Die Reise führte ins schöne Burgund
Westum. Unter dem Motto „Kunst (&) Genuss“ führte die Studienfahrt der katholischen Erwachsenenbildung St. Peter Westum ins Burgund. Nancy, die interessante Hauptstadt Lothringens, wurde auf der Fahrt nach Dijon besichtigt. Dort wurde Quartier bezogen, um von hier aus die Umgebung zu erkunden. Und es gab viel zu sehen: zuerst einmal die Stadt Dijon mit ihren vielen Kirchen und sehr gut erhaltenen Häusern. Neben Kultur gab es hier auch schon die ersten kulinarischen Kostproben: Senf und Lebkuchen.
Am nächsten Tag führte die Fahrt zunächst nach Fontenay. Am Vorbereitungsabend zu Hause durch Kunsthistoriker Stephan Pauly bestens über das Leben und Wirken der Zisterzienser unterrichtet, konnte sich die Gruppe das Leben der Mönche in dieser großartigen Klosteranlage gut vorstellen. Für die Mittagspause war Flavigny ausgewählt, ein altes Städtchen, in dem der Film „Chocolat“ gedreht wurde. Hier gab es außer der Besichtigung der alten Abtei einen Spaziergang durch den mittelalterlichen Ort und ein Essen.
Anschließend führte die Fahrt weiter zu einem geschichtsträchtigen Platz - nach Alésia. Hier fand die letzte und entscheidende Schlacht des „Gallischen Kriegs“ statt, in der die Römer den Gallier Vercingetorix und seine Mannen besiegten. In dem neuen Interpretationszentrum wurde auf anschauliche und lebendige Weise viel Hintergrundwissen ausführlich vermittelt.
Am folgenden Tag war „Genuss“ angesagt. Schon morgens begann es mit der Besichtigung einer Käserei, deren berühmter „Epoissses“ natürlich auch neben anderen Käsesorten probiert werden konnte. Durch eine Landschaft, die geprägt war von Weiden und rot belaubten Weinbergen, ging es über Fixey mit einer Kirche aus dem zehnten Jahrhundert und Vosne Romanée (berühmter Weinort) zu einer „Ferme“, die Köstlichkeiten aus roten Früchten herstellt, nicht nur Cassis.
Die hier gebotene Präsentation war reinstes Vergnügen. Es wurde interessiert zugehört, gelacht, geschnuppert und geschmeckt. Nächste Station war Clos de Vougeot, vielleicht das berühmteste Weingut Burgunds, von Zisterziensern im zwölften Jahrhundert erbaut und bewirtschaftet. Heute ist es im Besitz der Weinbruderschaft „Chevaliers du Tastevin“, die es für Besucher öffnet. Abschluss der Fahrt auf der „Route des Grands Crus“ war eine Weinprobe in einem Château in Chambolle-Musigny.
Viel Kultur gab es wieder am folgenden Tag: Vézelay und seine Basilika Ste. Marie-Madeleine warteten. Schon von weitem konnten die Teilnehmer das riesige Gotteshaus aus dem Nebel heraus auftauchen sehen. Auf einem Hügel über der Cure steht die romanische Kirche mit ihrem berühmten Pfingstportal. Sehr beeindruckend sind die Größe des dreischiffigen Innenraums und die Vielfalt der figürlichen Kapitelle. Nach der ausgiebigen Besichtigung der Kirche erkundete die Reisegruppe den Ort, von wo aus Kreuzfahrer ins Heilige Land aufgebrochen sind und Pilger nach Santiago de Compostela Station machten und heute noch machen. Die kleine Stadt Avallon, auf einem Felsvorsprung gelegen, mit ihrer grandiosen Stadtmauer und der romanischen Kirche St. Lazare war das nächste Ziel. Den Schlusspunkt dieses Reisetages bildete Semur-en-Auxois. Die gut erhaltene Befestigungsmauer birgt einen hübschen Ort mit einem intakten Stadtbild und der Kirche Notre Dame aus dem 13. Jahrhundert. Da es der letzte Abend in Dijon war, wurde das „Abschiedsessen“ in einem mittelalterlichen Fachwerkhaus eingenommen.
Die Rückreise erfolgte mit einem Abstecher nach Beaune mit seinem berühmten Hôtel Dieu, dem 1443 gegründeten Hospital. Der Besuch dieses eindrucksvollen Bauwerks und auch die Erkundung des reich bestückten Wochenmarktes wurden genossen, bevor die direkte Fahrt nach Hause begann. Die Reise durch Burgunds abwechslungsreiche Landschaft, Städte und Dörfer mit vielen Sehenswürdigkeiten fand - wie alle KEB-Studienfahrten - in froher und harmonischer Gemeinschaft statt.
