Allgemeine Berichte | 11.04.2015

Eifelverein Sinzig führte seine Osterwanderung durch

Ein Hauch von Frühling an der Mosel

Die Gruppe hoch über der Mosel auf dem Weg nach Beilstein. privat

Ediger-Eller/Beilstein. „Was rauschet, was rieselt, was rinnet so schnell? Was blitzt in der Sonne? Was schimmert so hell? Und als ich so fragte, da murmelt der Bach: ‚Der Frühling, der Frühling, der Frühling ist wach!“. So trefflich schildert der Dichter Heinrich Seidel in seinem Frühlingsgedicht die erwachende Natur.

Die Wanderfreunde des Sinziger Eifelvereins erlebten auf ihrer Tour am Ostermontag, wie der Frühling auch an der Mosel Einzug gehalten hatte. Kräftig rosafarbene Blüten des Weinbergspfirsichs und kleine Veilchen, Weißdorn und Buschwindröschen blühten hier und dort. Wanderführer Wilfried Arenz begleitete die Gruppe auf dem Moselsteig von Ediger-Eller nach Beilstein. Angereist waren die 33 Wanderinnen und Wanderer mit Bus und Bahn. Fünfeinhalb Stunden brauchten die Sinziger für die rund 19 Kilometer, einschließlich Pausen und Rast. Gleich zu Beginn waren zwei kräftige Aufstiege zu bewältigen, die überwiegend durch Weinberge führten. Von der Höhe schweifte der Blick weit über das Moseltal und die kleinen Ortschaften. Nach einem Abstieg durchwanderten die Eifelfreunde das Dorf Nehren. Passend zur Jahreszeit war dort ein Brunnen mit zahlreichen bunten Ostereiergirlanden verziert. Wanderführer Arenz lenkte die große Schar nun über die Moselbrücke Richtung Senheim und Mesenich, wobei eine monumentale Steinskulptur in Form eines Kopfes Aufmerksamkeit erregte. Einige Zeit darauf waren auf den Höhen über der Mosel die grandiosen Fernblicke wieder so zahlreich, dass nicht jeder Einzelne erwähnt werden kann.

Nach Briedern folgte ein Gebiet, das auch als „Briederner Schweiz“ bezeichnet wird. Rund zwei Kilometer führte ein schmaler Pfad durch Wald. Die außergewöhnlich steile Hanglage erforderte Trittsicherheit. Kurz vor Abschluss der Tour lag dann die Burg Metternich mit ihrem hoch aufragenden Bergfried vor den Wanderern, wo ein Adelsgeschlecht Geschichte schrieb. Gut gelaunt traf die Gruppe dann an der Endstation der Wanderung ein: am historischen Beilstein mit einer bemerkenswert hohen Klostertreppe in den oberen Ortsteil, die schon einmal einen „Auftritt“ in einem Spielfilm mit Heinz Rühmann hatte. In der Wallfahrtskirche steht seit der Zeit des Dreißigjährigen Krieges die „Schwarze Madonna“, auch heute noch das Ziel vieler Pilger.

Sehr pittoresk sind die engen Gassen. Im Sommer schmückt sich die Gemeinde über und über mit blühenden Geranien. Fotofreunde finden dann reichlich attraktive Motive. Eine Einkehr mit der großen Gruppe war in Beilstein kein Problem.

Mit einer kleinen Fähre setzten die Moselwanderer danach von Beilstein nach Ellenz über und reisten mit Bus und Bahn zurück nach Sinzig. Die Teilnehmer der Tour waren sich einig, einen abwechslungsreichen und wunderschönen Frühlingstag erlebt zu haben. Am Nachmittag hatte die Sonne es noch gut mit den Wandervögeln gemeint und den Tag verzaubert und perfekt gemacht.

Die Gruppe hoch über der Mosel auf dem Weg nach Beilstein. Foto: privat

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