Allgemeine Berichte | 06.04.2026

Denkmalpflege vor Ort

Exkursion zur Apollinariskirche Remagen mit Fokus auf Sanierung und Geschichte

Die Teilnehmer der Exkursion zur Apollinariskirche

Remagen. Eigentlich wollten sie sich am Eingangsportal der Apollinariskirche in Remagen treffen, die 24 Teilnehmer der Exkursion Vereins zur Förderung der Denkmalpflege und des Heimatmuseums in Sinzig e.V.. Doch stattdessen standen sie vor einem großen Bauzaun, der nicht nur das Portal versperrte, sondern auch einen Teil der Kirche umgab. Dr. Erhard Wacker, ausgewiesener Kenner der Kirche, begann daher auch seine Führung, indem er die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen erläuterte. Insbesondere am Glockenturm haben sich Risse im Mauerwerk und Schäden an der gusseisernen Konstruktion der Turmspitze gebildet, die nur mit hohem finanziellem Finanzaufwand behoben werden können.

Im Innern der Kirche führte Erhard Wacker die Exkursionsteilnehmer mit einer PP-Präsentation in die Baugeschichte der Kirche, die Ausmalung durch die Nazarener und die Bedeutung der Kirche als Wallfahrtsort ein. Dem Bauherrn, Franz Egon von Fürstenberg-Stammheim, ist es zu verdanken, dass ein umfangreiches Archivmaterial zur Verfügung steht. So können noch Details der Abrechnungen eingesehen werden, die sich am Ende zu einer Bausumme von 200.000 Reichstalern aufsummierten. In diesem Zusammenhang zeigte Wacker Fotoaufnahmen der derzeitigen Schäden und ging auch auf Sanierungsmaßnahmen ein, die der Förderverein der Apollinariskirche in den letzten Jahren dank einer Großspende finanzieren konnte.

Anschließend konnten die Exkursionsteilnehmer in der vorzüglich restaurierten Krypta den Sarkophag aus dem 12. Jahrhundert bewundern, in dem die Kopfreliquie des heiligen Apollinaris aufbewahrt wird. Neben der Krypta befindet sich ein ehemaliger Weinkeller, der nun nicht mehr der Aufbewahrung der Weine aus den Weinbergen der Grafen von Fürstenberg dient, sondern als Lapidarium. Hier war die Gruppe besonders von den neugotischen Kreuzblumen und Fialen begeistert, die 1836 aus Heilbronner Sandstein gefertigt wurden, aber inzwischen wegen der Verwitterungsschäden ersetzt werden mussten.

Bei schönstem Sonnenschein endete die Exkursion auf der Terrasse vor der Apsis der Kirche. Dort bot sich den Teilnehmern ein wunderbarer Ausblick auf den Rheinverlauf von der Erpeler Ley bis zum Drachenfels. Agnes Menacher dankte in Vertretung des Vereinsvorsitzenden Hardy Rehmann Herrn Wacker für die kompetente und abwechslungsreiche Führung und überreichte ihm das fast schon legendäre Weinpräsent. Im Anschluss traf man sich noch in einem Lokal am Rhein zum gegenseitigen Austausch. Die nächste Exkursion des Vereins führt am 25. April ins DB-Museum nach Koblenz, wo die ganze Welt der Eisenbahn zu erleben ist. Dazu sind nicht nur Vereinsmitglieder, sondern auch interessierte Gäste herzlich eingeladen.

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Die Teilnehmer der Exkursion zur Apollinariskirche Foto: Menacher

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