Sinzig auf dem Weg zur „Fairtrade-Stadt“
Gemeinsam für eine bessere Zukunft
Sinzig. Viele kennen es bereits, das Fairtrade-Zeichen als Gütesiegel auf Verpackungen in kleineren Einzelhandelsgeschäften und Supermärkten.
Kaffee- bis heute gilt er als der Klassiker des Fairen Handels. Längst gibt es jedoch ein sehr breites, vielfältiges Sortiment: Bananen, Gebäck, Säfte, Eis, Reis, Kakao, Zucker, Gewürze, Tee, Nüsse, Wein, Blumen…Insgesamt sind rund 2.000 Produkte von 200 Handelspartnern in Deutschland erhältlich. Doch was steckt dahinter?
Fairtrade ist ein weltumspannendes Netzwerk und hat ein klares entwicklungspolitisches Ziel: Durch gemeinsames verantwortungsvolles Handeln die Armut von Kleinbauern und Beschäftigten in Afrika, Asien und Südamerika abbauen und die Lebensbedingungen mittels einheitlicher verbindlicher Standards verbessern.
Zu den Anforderungen zählen neben Umweltstandards vor allem soziale Kriterien wie Arbeitsschutz, Verbot von illegaler Kinderarbeit, gerechter Lohn und die Garantie von Mindestpreisen, damit ländliche Familien frei von Existenzsorgen ihr Leben aktiv gestalten können. Hierzu benötigen sie Partner in den reichen Industrieländern, die den Fairtrade-Gedanken aktiv unterstützen und Produkte mit dem Fairtrade-Siegel in ihre Sortimente übernehmen. In Sinzig finden sich bereits zahlreiche Einzelhandelsgeschäfte, die Fairtrade Produkte als überzeugende Alternative anbieten. Eine immer größere Rolle spielen Fairtrade-Produkte auch im gastronomischen Bereich.
So wird im Barbarossa´s ebenso wie im Vieux Sinzig fair gehandelter Kaffee ausgeschenkt. Unternehmen und Verbraucher, die bereit sind, aus sozialer Verantwortung einen etwas höheren Preis zu entrichten, leisten so einen wichtigen Beitrag zu einer gerechteren Welt. Um den Fairtrade-Gedanken stärker zu verbreiten, setzen sich engagierte Sinziger Bürgerinnen und Bürger dafür ein, dass Sinzig „Fairtrade-Stadt“ wird.
Schon jetzt erfüllt die Stadt wesentliche Kriterien - wie das bereits genannte vielfältige Angebotssortiment - sodass das Ziel hoffentlich bald erreicht sein wird. Die Gruppe plant Aktionen, um dieses Vorhaben einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen und weitere Unternehmen, Institutionen und Vereine „ins Boot“ zu holen. So können sich Interessierte am 26. September ab 9 Uhr auf dem Sinziger Wochenmarkt an einem Stand umfassend über die Ziele von Fairtrade und Fairtrade-Produkte informieren. Jeder ist zudem herzlich eingeladen, an den Treffen der Gruppe teilzunehmen, die in regelmäßigen Abständen im katholischen Pfarrheim St. Peter stattfinden (Kontakt: faires-sinzig@arcor.de).
Pressemitteilung
von TransFair e.V.
Arbeiterin in einer Baumschule in Bolivien.Foto: C. Nusch, TransFair e.V.
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