Politik | 09.09.2013, 15:02 Uhr

Wahlkreisbüro Andrea Nahles (SPD)

Gute Arbeit und mehr Ordnung auf dem Arbeitsmarkt

SPD und Gewerkschaften fordern einen gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro

Berlin.Im Wahlkreis 199 (Ahrweiler) verdienen fast 40.000 Beschäftigte weniger als 8,50 Euro pro Stunde. Die SPD und die Gewerkschaften fordern deshalb seit Langem einen gesetzlichen Mindestlohn. Die vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) haben jetzt eine Studie vorgelegt, in der bundesweit die regionalen Mindestlohnwirkungen dargestellt sind: Die Kaufkraft im Bundestagswahlkreis Ahrweiler würde mit dem geforderten Mindestlohn um jährlich rund 80 Millionen Euro steigen. Dazu erklärt die Bundestagsabgeordnete Andrea Nahles (SPD):

„Viele Beschäftigte in meinem Wahlkreis schuften den ganzen Tag hart, um dann am Ende des Monats trotzdem nicht genug zum Leben zu haben. Das ist entwürdigend. Die Arbeit eines Menschen wertzuschätzen, bedeutet auch, ihn anständig zu bezahlen.

Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten fordern deshalb seit Langem, gemeinsam mit den Gewerkschaften, einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 8,50 Euro pro Stunde. Fast 40.000 Beschäftigte in meinem Wahlkreis würden dann erheblich mehr verdienen. Sie könnten über 2.000 Euro im Jahr mehr ausgeben. Das würde für die Region eine zusätzliche Kaufkraft von rund 80 Millionen Euro jährlich bedeuten, etwas über 200 Euro je Einwohnerin und Einwohner. Außerdem gingen die staatlichen Ausgaben für aufstockende Sozialleistungen erheblich zurück. Es muss endlich Schluss damit sein, dass die Gewinne der Unternehmen, die Niedriglöhne zahlen, auch noch mit Steuermitteln subventioniert werden. Denn Beschäftigte, die wegen niedriger Löhne aufstocken müssen, erhalten staatliche Gelder. Das dürfe in der Sozialen Marktwirtschaft nicht geduldet werden.

Deutschlandweit erhalten mehr als 20 Prozent der Beschäftigten einen Stundenlohn unterhalb des mindestens geforderten Mindestlohns von 8,50 Euro. Gut neun Millionen Beschäftigte in Deutschland würden davon profitieren. Die zusätzliche Kaufkraft liegt in einer Größenordnung von gut 19 Milliarden Euro pro Jahr. Diese neuen, alarmierenden Zahlen belegen einmal mehr, wie überfällig ein Mindestlohn ist. Es werden gesetzliche Regelungen gebraucht, die dem Trend des Lohndumpings in Deutschland entgegenwirken und gute Arbeitsbedingungen schaffen.

Nicht nur Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, sondern auch Rentnerinnen und Rentner würden von einem allgemeingültigen Mindestlohn profitieren. Denn höhere Löhne bedeuten auch höhere Renten. Nicht nur für die zukünftigen Rentnerinnen und Rentner, sondern auch für die Menschen, die schon in Rente sind. Gute Arbeit und gute Rente gehören zusammen.

Die SPD wird das in Regierungsverantwortung durchsetzen. Gute Arbeit und mehr Ordnung auf dem Arbeitsmarkt sind die Ziele. Unbefristete Vollzeitstellen zu ordentlichen Löhnen, das muss wieder zum Normallfall in Deutschland werden. „Deshalb stehen wir für einen Mindestlohn: Mindestens 8,50 Euro pro Stunde, überall und gesetzlich garantiert“, so Andrea Nahles. Pressemitteilung

Wahlkreisbüro Andrea Nahles, MdB

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag
Zukunft trifft Tradition KW 42
Innovatives aus Weißenthurm
Premium-Titel 1
PR-Anzeige Unternehmensnachfolge
Empfohlene Artikel
IHK-Regionalgeschäftsführerin Andrea Stenz, SPD-Landtagsabgeordnete Susanne Müller und IHK-Hauptgeschäftsführer Arne Rössel setzten den politischen Dialog fort.
19

Ahrweiler. Nach der gemeinsamen Podiumsdiskussion der regionalen Wirtschaft mit den Landtagskandidatinnen und -kandidaten vor der Landtagswahl setzt die IHK Koblenz den wirtschaftspolitischen Dialog mit Vertreterinnen und Vertretern der Regierungsfraktionen fort. Im Rahmen eines Austauschs mit der SPD-Landtagsabgeordneten Susanne Müller standen aktuelle Herausforderungen und Zukunftsthemen für den Wirtschaftsstandort Landkreis Ahrweiler im Mittelpunkt.

Weiterlesen

Mechthild Heil MdB (CDU)
163

Kreis Ahrweiler. Mit Kritik reagiert die CDU-Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil auf den erneuten Vorstoß von Landrätin Cornelia Weigand, Bundeskanzler Friedrich Merz mit einem offenen Brief zur alleinigen Finanzierung der geplanten Hochwasserrückhaltebecken im Ahrtal zu bewegen. „Der Hochwasserschutz im Ahrtal ist viel zu wichtig, um ihn für politische Alleingänge und öffentliche Inszenierungen zu missbrauchen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild. Foto: Adobe Stock.
1779

Großer Feuerwehreinsatz in der Nähe des ehemaligen Krankenhauses:

Brand in Remagen: Großer Feuerwehreinsatz mit Drehleiter

Remagen. Ein größerer Feuerwehreinsatz hat sich in der Straße Hinterhausen in Remagen im Bereich des ehemaligen Krankenhauses ereignet. Die Feuerwehr rückte mit mehreren Einsatzkräften und einer Drehleiter zu einem Mehrfamilienhaus aus. Nach ersten Informationen war Essen auf einem Herd angebrannt und hatte den Einsatz ausgelöst.

Weiterlesen