Lokalsport | 16.12.2013, 08:40 Uhr

Lauftreff SV Westum war wieder aktiv

Im Advent über die Sieben Berge

Die Westumer Lauftreffler kurz vor dem Start durchs Siebengebirge. privat
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Westum. Die Adventszeit ist sicherlich nicht die Wettkampfzeit für die typischen Volksläufer, ganz sicher nicht, wenn es dabei in das nicht einfach zu laufende Siebengebirge geht. Trotzdem waren die Laufstrecken überwiegend gut zu laufen, nur bei wenigen Passagen wurde es wirklich schlammig - und selbst wenn, auf der Strecke waren die Bedingungen für alle gleich! 285 Teilnehmer gingen beim Halbmarathon an den Start. Als erster erreichte Thomas Spitzlay (Canyon Bicycles) in 1:21 Stunde das Ziel. Bei den Frauen siegte Martina Schwanke (Rhein-Erft-Multisport) in 1:32 Stunde. Vom Westumer Lauftreff waren sechs Teilnehmer am Start, die unterschiedliche Ambitionen und Erwartungen hatten. Petra Kath war schnellste Westumer Teilnehmerin in 1:44 Stunde und damit Fünfte im Gesamtfeld der Damen und zweite ihrer Altersklasse. Helge Höck hatte bei den Steigungen seine Schwierigkeiten, konnte aber nach 1:49 Stunde noch im ersten Drittel des Gesamtfeldes und als Erster seiner Altersklasse M 65 durch den im Bürgerhaus aufgebauten Zielbogen laufen. Nur wenig später lief Thorsten Kath in 1:52 Stunde über den roten Teppich. Sabine Wolter war unschlüssig, ob sie trotz einer leichten Zerrung überhaupt laufen konnte, versuchte es, und wurde mit einer Zeit von 2:03 Stunden belohnt. Es folgte Sandra Nazzaro, die neu im Laufgeschäft, sich gleich einen knackigen Halbmarathon ausgesucht hatte. Sie lief ruhig los, teilte sich die Strecke gut ein und konnte mit ihrer Zeit von 2:17 Stunden auf der fordernden Strecke zufrieden sein. Rainer Strack hatte nach längerer Verletzungspause erst kurzfristig wieder mit dem Training angefangen und wollte nur wissen, wo er leistungsmäßig steht. Seine Zeit von 2:23 Stunden spiegelt sicherlich nicht seine Möglichkeiten wieder.

Die Marathonläufer

Aber eigentlich geht man ins Siebengebirge, um Marathon zu laufen. So sammelten sich traditionell in Aegidenberg über 400 Marathonläufer. Was macht die Strecke so attraktiv? Da wäre natürlich das Siebengebirge, das sowieso immer ein Läufchen wert ist. Dann ist die Organisation top verlässlich, unaufgeregt, routiniert, Verpflegung und Beschilderung seit 14 Jahren optimiert auf höchstem Niveau. Daher nutzen die Meisten den Marathon tiefenentspannt als betreuten langen Lauf, als Produktteststrecke oder für lauftaktische Experimente, Fahrtspiel und Ernährungserprobungen. Und wenn es dann wider alle Erwartungen doch gut läuft, kann man ja immer noch durchziehen, so wie Sylva Kohl, die nach 3:59 Stunden ihren 2. Platz in der AK holte. Zwei Minuten später war Pirmin Braun dann im Zielbogen. Erwin Wagner war nach 3:41 Stunden im Ziel, was auch den 2. Platz in der Altersklasse bedeutete. Für Jürgen Kohl war es sein erster Marathon nach langer Verletzungspause und er freute sich, dass nach vorsichtigen 4:31 Stunden alles noch körperlich intakt war.

Die Westumer Lauftreffler kurz vor dem Start durchs Siebengebirge. Foto: privat

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