Wendelinus-Kirmes in Koisdorf
„Käskömbchen- Rennen“ war der Hit
Oktoberfest in zweiter Auflage als Premiere
Koisdorf. „Auf eine schöne Kirmes“, Ortsvorsteher Karl-Heinz Arzdorf und Junggesellenchef Björn Fiege prosteten beim „Fassanstich“ den zahlreichen Gästen mit guten Wünschen zu.
Die traditionsreiche Wendelinus-Kirmes im Sinziger Höhenort Koisdorf erlebte am Wochenende ihre zweite Auflage ohne Saal. Gefeiert wurde rund um den Dorfplatz und auch in den Räumlichkeiten der Feuerwehr, die um einen Zeltanbau erweitert waren. Und die Feierlichkeiten kamen auch als kleines Oktoberfest daher. Am Samstag mit einer Oktoberfest-Party mit DJ „Morilla“ bayrischen Spezialitäten und Wiesenbier. „Der Besuch war besser als erwartet, es waren vor allem sehr viele junge Leute gekommen“, zog Björn Fiege Bilanz.
Neben dem Festzug stand am Sonntag die sechste Auflage des „Käskömbchen-Rennens“, also der Koisdorfer Ausgabe des Schürreskarren-Rennens auf dem Programm. Von den vier Teams wurden da Geschicklichkeit und Kraft verlangt. Sahne, Apfelkorn, ein eiskaltes Stubbi auf Ex und mit der Karre über Biertische und Bänke sorgten für ein abwechslungsreiches Rennerlebnis. Die Bestzeit erzielten mit 2:22 Minuten Christian Hoffmann und Ramin Modarressie. Modarressie verteidigte übrigens seinen Titel aus dem Vorjahr. Angetreten waren von der Chorgemeinschaft auch Hans-Joachim Fiege und Hedy Thull. Die Vizechefin erlebt die Karrenfahrt als Passgier aber eher wie eine wilde Achterbahnfahrt.
Am Montag ging die Kirmes mit einem Frühschoppen und einer lustigen Runde „Sibbeschröm“ zu Ende. Besorgte Blicke warf Junggesellen-Präsident Björn Fiege nur Kirmesmann „Zacharias“ zu. Denn die Strohpuppe fand am Montagabend ihr feuriges Ende. Koisdorfer Besonderheit: Zuvor gab es einen offiziellen Prozess „für den Kerl“, bei dem das Urteil allerdings seit Jahrzehnten immer gleich ausfällt.
Die Junggesellen zogen mit einem musikalischen Festzug durch das Dorf.
