Politik | 05.12.2014, 09:00 Uhr

Aus dem Stadtrat

Klimaschutzkonzept wird kommen

Energieagentur stellte Arbeit vor

Sinzig. In seiner 5. Sitzung der laufenden Legislaturperiode bearbeitete das Sinziger Kommunalparlament am vergangenen Donnerstag eine breite Palette von Themen.

So standen die Vorstellung der Energieagentur, baurechtliche Fragen, die Abstufung der K 45 nach Koisdorf zur städtischen Straße, die Widmung von Straßennamen und der Jahresabschlusses Wasser- und Abwasserwerk auf der Tagesordnung.

Diplomingenieurin Anna Jessenberg gab einen Überblick über die Arbeit der Energie-Agentur, die vor rund einem Jahr ihre Arbeit im Bad Neuenahr-Ahrweiler in der Kreisverwaltung aufgenommen hat. „Wir verstehen uns als Plattform der Energiewende und haben die Aufgabe das Thema regional zu begleiten“, so die Chefin des Regionalbüros Eifel-Ahr. Jeder der Beratungsbedarf in Sachen Energie hat, kann sich an die Agentur wenden. Die Bandbreite reicht von Bauherrn und Kommunen über Schulen und Kindergärten.

Im Rahmen des Vortrags über die Energieagentur stellte Sinzigs Bürgermeister Wolfgang Kroeger fest, dass sich Sinzig dabei auf einen guten Weg ist sein Klimaschutzkonzept umzusetzen. So sind hierfür im Haushalt 2015 und 75.000 Euro vorgesehen. Und Kroeger hatte eine sehr positive Nachricht: „Das Bundesministerium hat uns für das Konzept eine Förderquote von 80 Prozent in Aussicht gestellt“.

Weitere positive Nachricht: Die Stadt deckt für ihre Gebäude 60 Prozent der benötigten Energie selbst. In diesem Zusammenhang regte Klaus Hahn von den Grünen an, zu prüfen, ob die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED- Technik nicht schneller als geplant umgesetzt werden könne.

Stadtwerke mit Vorbildfunktion

Bei der Sitzung wurde aber auch deutlich, dass die Stadtwerke Sinzig sowohl für den Bereich Wasser als auch für den Bereich Abwasser Eigenbetriebe mit Vorbildfunktion sind. Das Wasserwerk weist eine Bilanzsumme von 11,3 Millionen Euro aus und im Abwasserbereich sind es gar 25,4 Millionen Euro.

Die erwirtschaften Gewinne von 160.000 Euro (Wasser) beziehungsweise 265.000 Euro (Abwasser) können für weitere Investitionen in den Betrieben verbleiben. „Das Geld unserer Bürger bleibt in Sinzig und im Umweltschutz“, hatte CDU-Sprecher Hans-Werner Adams in seiner Stellungnahme festgestellt. Übrigen stehen die Stadtwerke in intensiven Kontakt zur Energieagentur um zukünftig verstärkt Photovoltaik-Anlagen zu betreiben.

K45 wird Stadtstraße

Die K 45, Verbindungsstraße zum Sinziger Höhenort Koisdorf, wird zur einfachen Stadtstraße heruntergestuft. Grundvoraussetzung: Der Landesbetrieb Mobilität bringt Straße und Bürgersteig in Ordnung übergibt sie dann an die Stadt Sinzig. Der Sinziger Ortsbeirat hatte im Vorfeld dieses Unterfangen zugestimmt, während es aus dem Höhenort Koisdorf Ablehnung gab. CDU-Fraktionschef Karl-Heinz Arzdorf sprach dann auch als Koisdorfer Ortsvorsteher, als er vor allen Dingen noch einmal die wichtige Sicherstellung des Winterdienstes im steilen Straßenstück anmahnte.

Weiterhin beschäftigte sich der Rat mit einer ganzen Reihe von Baufragen. So darf eine Erbengemeinschaft am Waldweg oberhalb der Westumer Trauerhalle mehrere Doppelhaushälften erstellen. Genehmigt wurde auch die Erweiterung eines Autohauses im Gewerbegebiet Kölnerstraße um eine Ausstellungshalle und eine geplante Lakierhalle. Aufgehoben wurde der Sperrvermerk der Löhndorfer Kreuzung Sankt-Georg-Straße und Kreuzstraße. Dort kann nun mit der Neugestaltung begonnen werden.

Und der Sinziger Rat vergab eine ganze Reihe von Straßennamen: In Löhndorf wurde Verkehrsanlage „Im Elsgarten“ gewidmet und wird in Zukunft diesen Namen tragen.

Das neue Bebauungsgebiet auf dem Sinziger Ziemert wird wie bereits in den meisten Karten wiedergegeben „Auf dem Schlagberg“ heißen. Und als charmante Idee einer Bürgerin wird das neue kleine Baugebiet hinter dem Schloss, den Straßennamen Gustav-Bunge-Straße erhalten.

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