De Räuber brachten die Massen zum Sommerschunkeln
Kölsche Tön auf dem Kirchplatz
Sinzig. Beste Stimmung, lockere und leichte Open-Air-Atmosphäre, Besuchermassen und intensives Sommerschunkeln: So lässt sich die Räubernacht auf dem Sinziger Kirchplatz zusammenfassen. Tausende Besucher feierten am Samstag mit den Räubern, der Kultband aus Köln an einem schönen Sommerabend in die fast schon laue Sommernacht hinein. Ein Volltreffer für „Aktiv für Sinzig“, die dieses bemerkenswerte Open-Air-Festival auf die Beine gestellt hatte. Bereits am Nachmittag war der Kirchplatz, der sich einmal mehr als bestens geeignetes Fetengelände erwies, erstaunlich gut gefüllt. Für die meisten Besucher war wohl klar, dass es einen Riesenandrang geben würde. Man wollte sich möglichst früh und nachhaltig die besten Plätze sichern. Und so fanden zum Open-Air-Auftakt Rudi&Tünn schon ihre Fans. Die beiden Westumer heizten bei ihrem Heimspiel mit ihren Stimmungshits schon einmal richtig vor. „The Real Safri“ schlossen sich mit ihrer Trommelartistik nahtlos an. Und „De Botzedresse“ aus dem Brohltal spielten dann schon vor richtig großem Publikum. Immerhin sind die Jungs aus Niederzissen und Umgebung Stammgäste beim Westumer Karneval und haben in Sinzig eine Menge Fans. Spätestens bei der Bonner Band „Schäng“ wurde es dann auf dem Kirchplatz gemütlich eng. Und die Jungs aus Bonn fanden dann bei einer kleinen spontanen Umfrage von der Bühne herab auch daraus, dass deutlich mehr Besucher von auswärts, als Sinziger den Kirchplatz bevölkerten. Auch in dieser Hinsicht konnte „Aktiv für Sinzig“ die Räubernacht als vollen Erfolg verbuchen. „Up dem Maat“, „In Eigelstein is Musik“ kurz nach 21 Uhr kamen die Räuber mit diesen Hits auf die Bühne. Und verwandelten den Kirchplatz in ein kleines Sportareal. Sommerschunkeln im Hunderterpack war angesagt. Mit Blick auf die beeindruckende Kulisse der Pfarrkirche St. Peter schickte Frontmann Karl-Heinz Brand ein Halleluja (He in Kölle) als Dank für das gute Wetter Richtung Himmel. Die wohl gut 2000 Besucher sorgten dabei für einen einzigen riesigen Begleitchor. Die Fans feierten mit der Band ausgelassen weit in eine lange Räubernacht hinein. Und bejubelten auch das neuste Räuber-Werk „Dat es Heimat“. Kleine Randbeobachtung: Natürlich flimmerte in der Gastronomie rund um den Kirchplatz das Champions League Finale über die Bildschirme. Allerdings ohne Ton: Die Räuber-Fans waren deutlich in der Mehrheit und wollten bei offenen Türen und Fenstern den Sound der Band genießen. Und so mancher Fußballfans warf den Blick zwar konzentriert auf Messi&Co, schunkelte aber unterbewusst mit. Die Gene im Rheinland halt. Fröhliche Gesichter auf dem Kirchplatz und zufriedenen Mienen beim Vorstand von „Aktiv für Sinzig“. Und die gepflegte Open-Air-Stimmung wird in der Stadt weiter gehen. Denn bereits am nächsten Samstag entern im Rahmen der großen Stadtfete „Sprudelndes Sinzig“ Still Collins die Bühne. Auch das kommende Open-Air-Erlebnis wird dabei genauso wie die Räubernacht ohne Eintritt funktionieren. Dafür gab es nicht nur von DJ Fosco, der die Räubernacht moderierte, ein dickes Dankeschön in Richtung Veranstalter.
Rudi un Tünn fanden bereits zum Auftakt des Open-Air-Festivals ihre Fans.
Die Räuber begeisterten die Besucher.
Die Besucher des Festivals genossen die Open-Air-Stimmung.
