Nahversorgungszentrum ehemaliges Rickgelände
Konsument oder Mensch
Leserbrief zur letzten Stadtratssitzung
Mein Besuch bei der letzten Stadtratsitzung hat mich ein wenig erschrocken. In der Debatte über das Rick/Brötz-Gelände wurde primär, auch vonseiten des bestellten Gutachters, von der Kaufkraft und Sinzig als Funktion als Mittelzentrum gesprochen. Auch ein, in seinem Ortsteil sehr engagiertes, Ratsmitglied führte sehr ausführlich die Vorzüge eines neuen Einkaufzentrums aus. Was aus seiner Sicht verständlich ist, da er abseits der immer schlimmer werdenden Verkehrssituation in seinem ruhig Dorf wohnt und selber gerne mit seinem Auto in die Stadt zur Schnäppchenjagd fährt. Ich persönlich bin dankbar, das ich vom Rand der Kernstadt nach Löhndorf ziehen konnte. Das machte mir schnell klar das ich, trotz Eigentums, nie wieder in diesen Lärm ziehen werde.
Wurde einmal , in der ganzen Diskussion, nach den wirklichen Bedürfnissen der Bürger gefragt. Fragt sie doch mal ob sie tatsächlich 400 qm Verkaufsfläche vermissen, oder eher eine gepflegte Ahrpromenade vielleicht mit Biergarten. Das würde evtl. auch den Tourismus fördern, welcher bestimmt mehr zur Belebung Sinzigs beitragen würde, als der Konsumentenverkehr aus den umliegenden Ortschaften. Denen sollen wir ein Mittelzentrum stellen und ihre Konsumbedürfnisse bedienen, mit dem Ergebnis einer unmöglichen Wohnsituation und der Verschandelung unseres wahren Schatzes. Sehen wir zu, dass Sinzig für seine Bürger an Qualität gewinnt und nicht für den Konsumenten.
Reiner Geef
Sinzig-Löhndorf
