Sinzig weiter auf dem Weg zu Kreiselstadt
Kreisel am ehemaligen Schmickler-Gelände ist fertig
Sinzig. Die Stadt Sinzig entwickelt sich weiter zur Kreiselstadt. Bereits vor Monaten waren Bagger und schweres Gerät an der Ecke Rheinstraße/Harbachstraße angerückt, um einen weiteren Kreisverkehr zu errichten. Und seit einigen Tagen geht es auf dem neuen Kreisel bereits im Wortsinne rund. Mit der Änderung des Bebauungsplanes hatte der Rat der Weg für den Kreisel freigemacht. Übrigens hatten die Planungen zunächst nicht unbedingt den Segen des Landesbetriebes Mobilität gefunden und die Realisierung schien auf der Schräglage der Sinziger Finanzen eher fraglich. Während der Kreisel fertiggestellt ist, laufen auch die Bauarbeiten am neuen REWE-Markt auf Hochtouren, dessen Eröffnung in Kürze ansteht. Und beide Projekte werden ja auch über eine finanzielle Klammer verbunden. Denn zur Anbindung des neuen Marktes an die öffentlichen Straßen wurde ein Kreisel klar bevorzugt. Bei den Baukosten des Kreisels, die weit über 300.000 Euro betragen, sitzen der Investor des REWE-Projektes und der Konzern richtig großzügig mit im Boot. 200.000 Euro flossen für den Neubau aus dieser Richtung. Kehrseite der Medaille. Der Harbachpark mit der Judokus-Statue zu Füßen der Reste der Stadtmauer wird reichlich Fläche verlieren, die für den Kreisel benötigt wird. Bereits vor Baubeginn mussten einige Dutzende Bäume gefällt werden. Und auch die beiden Kastanien, die eigentlich den Kreismittelpunkt bilden sollten, sind längst verschwunden. Schwere Schäden am Wurzelwerk machen die Bäume wenig standfähig. Und bei den Bauarbeiten wurde kräftig auf das Gaspedal gedrückt. Für die schnelle Durchführung der Bauarbeiten hatte es noch bei der jüngsten Stadtratssitzung viel Lob von allen Seiten gegeben.
