Weihnachtsmarkt in Sinzig
Lichtermeer bei bestem Glühweinwetter
Stimmungsvolle Beleuchtung sorgte für romantische Stimmung - Teil des längsten Weihnachtsmarktes am Rhein
Sinzig. Die Stadt war festlich beleuchtet und geschmückt. Wetter und Licht gaben dem dreijährigen großen Sinziger Weihnachtsmarkt seine ganz besondere Ausstrahlung. Die Stadt Sinzig im Zusammenspiel mit „Aktiv für Sinzig“ hatte dabei zwei Schwerpunkte gesetzt.
Der Sinziger Markt war zudem auch Bestandteil des längsten Weihnachtsmarktes am Rhein. Denn er wurde per Shuttle-Bus mit den Märkten in den Nachbarstädten Remagen und Bad Breisig verbunden. Dieses Erfolgrezept der vergangenen Jahre konnte einmal mehr wiederholt werden.
Unter dem Motto „Weihnachtslichter“ erstrahlte der Markt in einer Gemeinschaftsaktion von „Aktiv für Sinzig“ und weiterer Sinziger Unternehmen. Im Mittelpunkt stand dabei einmal mehr der zauberhaft illuminierte Weihnachtsbaum. Dessen scheinbar unendliche Lichterketten haben nichts von ihrem Hingucker-Effekt verloren. Die weiteren Beleuchtungseffekte steuerte Mutter Natur bei. Denn die hatte bei schattigen Minustemperaturen den Schnee als dekorative Kulisse geliefert. Und vor allem am Samstag tauchte an einem wunderschönen Tag die tiefstehende Wintersonne Sinzigs Wahrzeichen Sankt Peter in ein ganz eigenes strahlendes Leuchten. Und eines konnten die Besucher ebenfalls feststellen. Bei schattigen Temperaturen herrschte auf dem Markt erstmals seit Jahren wieder bestes Glühweinwetter. Im Pagodenzelt von „Aktiv für Sinzig“ wurden Aufwärmendes in Form von Punsch, Glühwein und andere winterliche Köstlichkeiten angeboten. Im Ambiente der „Weihnachtslichter“ präsentierten an beiden Tagen Musiker ein ansprechendes Rahmenprogramm.
Als ein in den vergangenen Jahren mehr und mehr gewachsenes Hüttendorf präsentierte sich der Weihnachtsmarkt auf dem Kirchplatz dar. Trotz der neuen Größe wurde erneut Wert auf ein rein vorweihnachtliches Warenangebot gelegt. Baumschmuck, Krippen und viele Accessoires rund um die Festtage konnten bewundert und natürlich auch gekauft werden. Ergänzt wurde dieses um ein durchgängiges Adventprogramm, das auf der neuen Bühne vor dem Rathaus präsentiert wurde. Und zu Füßen von Sankt Peter entwickelte sich im Hüttendorf vor allem nach dem Hereinbrechen der Dunkelheit eine ganz besondere Atmosphäre. Dabei behält dieser Teil des Weihnachtsmarktes seine Ursprünglichkeit. Denn wie in den Anfängen waren auch wieder viele Sinziger Vereine und Institutionen mit von der Partie. Bei der CDU gibt es Glühwein, und bei den Jusseps-Jonge, dem ältesten Sinziger Verein aus dem Jahr 1300, wurde erneut die Variante „Weißer Glühwein“ gepflegt.
Die Sebastianusschützen, zweiältester Sinziger Verein, servierten Fischspezialitäten. Der Wassersportverein lockte mit Waffeln und Kakao und die Sinziger Möhnen mit Waffeln und Eierpunsch. Die Arbeiterwohlfahrt AWO servierte die obligatorischen „Rievkooche“ - bei den winterlichen Temperaturen auch eine kulinarisch wärmende Köstlichkeit - und der SV Westum Kaffee und Kuchen. Mit einer Feuerzangenbowle gab es bei den Stadtsoldaten einen weiteren Klassiker. Das Angebot zum vorweihnachtlichen Bummeln wurde gut angenommen, und vor allem am Samstag lief der Weihnachtsmarkt viel länger, als es die Macher eigentlich geplant hatten. BL
Zahlreiche Buden lockten auf Markt- und Kirchplatz. Auch Sinzigs Bürgermeister Wolfgang Kröger (2. v. r.) genoss das besondere Ambiente. Fotos: RÜ
Im Zelt von „Aktiv für Sinzig“ konnten sich die Gäste bei Glühwein, Punsch und Co. wärmen.
Auch Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil (2. v. l.) und MdL Guidor Ernst (2. v. r.) schauten gern vorbei.
