Saal Schneider Koisdorf
Nutzung durch Vereine zurzeit nicht möglich
KSK will weiter helfen
Sinzig-Koisdorf. Noch vor einer Woche schien alles in Butter. „Die Kreissparkasse hilft, die Koisdorfer Vereine können den Saal“, nutzen“, hieß es in einigen Medienberichten. Doch die Situation wurde vor allem in Koisdorf zu euphorisch gesehen.
Die Sparkasse hatte als Gläubiger signalisiert, dass sie eine solche Nutzung unterstütze. Zwischenzeitlich sind aber von Eigentümerseite eine Reihe von Problemstellungen aufgeworfen worden, die eine Nutzung möglicherweise nicht zulassen. Für Eigentümer Thomas Schneider hatte sein Remagener Rechtsanwalt Michael Melchers Einwendungen gemacht. „Bei den ersten Gesprächen ist der Eigentümer schlicht übergangen worden. Die Fragen von Konzession und Versicherung sind nicht geklärt. Mein Mandant hat Zweifel an den rechtlichen Voraussetzungen“, so Melchers gegenüber BLICK aktuell.
„Wir sind nicht Eigentümer des Objektes und haben damit auch nicht die Verfügungsgewalt“, so die Sparkasse in einer Pressmitteilung, die von Vorstandschef Dieter Zimmermann unterzeichnet war. Um den Sachverhalt juristisch exakt wiederzugeben. Die Kreissparkasse ist zwar Grundpfandrechtsgläubiger und damit Hauptgläubiger im laufenden Insolvenzverfahren aber eben nicht Eigentümer. „Wir hatten angeregt, die aufgetauchten Fragen am runden Tisch mit allen Beteiligten kurzfristig zu erörtern und zu lösen. Dieses Angebot wurde leider vom Eigentümer ausgeschlagen. Wir bedauern dies sehr auch mit Blick auf die Vereine vor Ort“, heißt es weiter in der Mitteilung der Kreissparkasse.
Die Sparkasse hält die Probleme aber weiterhin für lösbar.
Das sieht auch Sinzigs Bürgermeister Kroeger so:
„Fragen des Brandschutzes, der Konzession und einer möglichen Haftpflicht können noch rechtzeitig vor einer Veranstaltung gelöst werden“, teilte er auf Anfrage mit. Noch vor 14 Tagen hatte die Stadt Sinzig ein Kaufangebot des KSK für Saal und Gastronomie zum Preis von 317.000 Euro in einer nicht öffentlichen Sitzung des Haupt- und Finanzauschusses per Mehrheitsbeschluss abgelehnt. (Der General-Anzeiger berichtete).
Die Kreissparkasse und der Vorstandschef Zimmermann wollen den Koisdorfer Vereinen gerne helfen. Am Ende der Pressemitteilung folgt dann aber auch die Erkenntnis. „Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten“.
