Kreisverbindungskommando Ahrweiler
Rockmusik und Feldanzug
Ahrweiler/Nürburgring. 50 Soldaten der Bundeswehr wurde eine besondere Weiterbildungsgelegenheit geboten. Bei Rock am Ring konnten sich die Reservisten ein umfassendes Bild von den Sicherheitsmaßnahmen des Festivals machen. Ziel war es, die Zusammenarbeit der Bundeswehr mit den zivilen Kräften bei Katastropheneinsätzen zu verbessern. Gemeinsam mit seinem Team vom Kreisverbindungskommando Ahrweiler hatte Oberstleutnant Harald Trinkaus diese Ausbildung vorbereitet. „Für uns ist das eine einmalige Gelegenheit, die koordinierte Arbeit von Feuerwehr, DRK und Polizei erleben zu können“ stellte er zu Beginn fest, und mit Blick auf die derzeitigen Hochwasser an Elbe und Donau: „Mir ist es wichtig, dass wir uns nicht erst dann kennen lernen, wenn wir gemeinsam am Deich stehen und Sandsäcke stapeln. In solchen Situationen müssen alle Beteiligten bereits ein genaues Bild davon haben, wie die anderen Einsatzkräfte planen und arbeiten.“
Der Nürburgring war vielen Soldaten durch verschiedene Sportveranstaltungen vertraut, jedoch kaum einer konnte bisher einen genaueren Blick hinter die Kulissen werfen. Die Männer und Frauen der Bundeswehr kennen zwar ihre Ansprechpartner bei der Polizei, der Feuerwehr und den anderen Hilfsorganisationen in den nördlichen Landkreisen von Rheinland-Pfalz aus Übungen und regelmäßigen Besprechungen, wie diese ihren Auftrag bei einer Veranstaltung dieser Größe gemeinsam bewältigen, war vielen jedoch neu. Nach einem kurzen Blick auf die Geschichte des Nürburgrings wurden die Soldaten an fünf Stationen über die Arbeit von Feuerwehr, Polizei und DRK informiert. Dabei erhielten sie einen Eindruck von der Vielzahl der Herausforderungen dieses Festivals: vom Abschleppen von Falschparkern bis zum Einsatz des Rettungshubschraubers. Trotz des laufenden Festivals nahmen sich die Schichtführer in den Leitstellen für die Soldaten ausreichend Zeit, denn schließlich kamen diese mit einer Vielzahl von Fragen.
Eines konnten die Soldaten in den Gesprächen mit den Hilfskräften vor Ort jederzeit spüren: Jeder Teilnehmer erfüllte mit vollem Einsatz seinen Auftrag, egal ob direkt neben der Hauptbühne kleinere Blessuren behandelt wurden oder in einer abgelegenen Leitstelle den Überblick behalten werden musste. „Alle Einsatzkräfte zeichnen sich durch ihr außergewöhnliches Engagement und hoch professionelle Arbeit aus“, lobt der Ausbildungsteilnehmer Hauptmann Marc Weltzer. „Neben den vielen positiven Eindrücken nehme ich für mich das gute Gefühl mit nach Hause, dass die Arbeit von haupt- und ehrenamtlichen Helfern hervorragend funktioniert“, so Weltzer. Weiterhin konnte er beobachten, dass trotz teilweise widriger Umstände und begrenzter Ressourcen zur Arbeit vor Ort ein hohes Maß an Ruhe, Kreativität und Improvisationsvermögen gehört. Nur so können auch schwierige Situationen gemeistert werden, die glücklicherweise an diesem Samstag ausblieben.
Oberstleutnant Trinkaus sprach sich bei den Schichtführern in den Leitstellen für die intensive Weiterbildung, bei der Nürburgring Betriebsgesellschaft mbH für die organisatorische Unterstützung und bei Bernd Schricker vom DRK und bei der Tönissteiner Privatbrunnen GmbH für die Verpflegung aus.
Pressemitteilung
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Ahrweiler
