Osteifel erleben
Rundwanderung Burgbrohl: Natur und Vulkanblick in der Osteifel entdecken
Sinzig. Wer die Vulkanlandschaft der Osteifel zu Fuß erleben möchte, findet rund um Burgbrohl eine abwechslungsreiche Rundwanderung, die Natur, Geschichte und beeindruckende Ausblicke miteinander verbindet. Auf rund 17 Kilometern führt die Tour durch enge Schluchten, über aussichtsreiche Höhen und zu stillen historischen Orten. 12 Mitglieder des Eifelverein Sinzig und eine Gastwanderin machten sich unter Führung von Wanderführer Konrad Waßmann auf, diese Naturschönheiten zu erkunden.
Der Startpunkt der Wanderung lag an der Apostelkirche von Burgbrohl. Von hier aus folgt der Weg zunächst dem plätschernden Brohlbach auf einem angenehm schattigen Abschnitt durch das Tal. Schon bald tauchten am Hang die geheimnisvollen Trasshöhlen am Teufelsknochen auf. Die Höhlen erinnern an die Zeit, als hier vulkanischer Trass abgebaut wurde – ein Baustoff, der seit Jahrhunderten verwendet wird.
Wandern zwischen Schluchten und Vulkanblicken – Rundtour von Burgbrohl
Der Weg wurde danach wilder. Die Route führte in die Wolfsschlucht, eine der eindrucksvollsten Schluchten der Umgebung. Zwischen hohen Felswänden schlängelt sich der Pfad durch moosbewachsene Steine und dichtes Grün. Höhepunkt dieses Abschnitts ist der Wasserfall am Ende der Schlucht: Das Wasser stürzt hier in mehreren Stufen hinab und sorgt für ein beeindruckendes Naturschauspiel.
Anschließend öffnet sich die Landschaft wieder. Der Weg führt hinauf in Richtung Wassenach, vorbei an Feldern und Waldrändern. Auf der Höhe wartete ein großzügiger Wanderrastplatz, der sich ideal für eine ausgedehnte Pause eignete. Von hier waren es nur wenige Schritte bis zu einem der spektakulärsten Aussichtspunkte der Tour.
Der Lydiaturm bietet ein Panorama, das seinesgleichen sucht. Von der Plattform reicht der Blick über den Laacher See, über die sanften Hügel der Eifel und – bei klarer Sicht – bis hinüber zum Siebengebirge am Rhein. Der Turm ist ein beliebter Fotopunkt und für viele Wandernde der Höhepunkt der Strecke.
Danach führte der Weg wieder in den Wald und weiter in Richtung Glees. Die Route blieb abwechslungsreich und stieg schließlich zur Buchholzer Höhe an. Kurz vor dem Rückweg lohnte sich ein kleiner Abstecher zur Probstei Buchholz.
Von hier aus ging es zurück nach Burgbrohl. Kurz vor dem Ziel passierten die Wandernden noch das Schloss Burgbrohl. Die historischen Gebäude des heutigen Restaurants thronen eindrucksvoll über dem Ort. Wenige Minuten später schließt sich der Kreis wieder am Ausgangspunkt.
Die Rundwanderung bietet eine gelungene Mischung aus Naturerlebnis, Geschichte und Panorama – und zeigt einmal mehr, wie vielseitig die Landschaft der Osteifel ist. Wer festes Schuhwerk und etwas Zeit mitbringt, wird mit einer Tour belohnt, die lange in Erinnerung bleibt. Gäste sind beim Eifelverein Sinzig jederzeit herzlich willkommen. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.ev-sinzig.de.
