Löhndorfer Kinder bestaunten den renovierten Wetterhahn
Seltener Besuch im Kindergarten
Löhndorf. Ganz seltenen und sehr außergewöhnlichen Besuch gab es jüngst im Löhndorfer Kindergarten. Denn der Kirchen- beziehungsweise Wetterhahn war „vorbeigekommen“. Und ob alte oder junge Löhndorfer, dem Wetterhahn steht man meist nur einmal in seinem Leben sozusagen Auge in Auge gegenüber. Groß natürlich die Freude bei den Kindern der Kindertagesstätte Sankt Georg, denen der Wetterhahn gezeigt und erklärt wurde. Die Kinder waren sehr aufmerksam, als der vergoldete Hahn von Ortsvorsteher Friedhelm Münch erklärt wurde.
Dafür, dass es auf jeder katholischen Kirche einen Wetterhahn gibt, lieferte der Ortsvorsteher den Kleinen eine ganze Reihe von Bedeutungen und Erklärungen: Der Hahn kündigt mit seinem Krähen den Tag, also das Licht an. Für Christen ist Jesus das Licht der Welt. Er steht für die Schwäche der Menschen denn „ehe der Hahn dreimal kräht, hatte Petrus seinen Freund Jesus dreimal verleugnet“. Und der Hahn zeigt auch ganz simpel die Windrichtung und somit das Wetter an.
Die Kinder nahmen an einem Ereignis teil, dass es wohl in den nächsten Jahrzehnten nicht mehr geben wird. Mit einem sehr schönen Lied, mit dem Jesus als Freund der Kinder besungen wurde, verabschiedete sich der Kirchenhahn, um am Nachmittag auf der Spitze des Kreuzes am gerade gerichteten Kirchturm von St. Georg Löhndorf, von den Dachdeckern „aufgepflanzt“ zu werden.
Zum Hintergrund: Die Löhndorfer Pfarrkirche Sankt Georg musste fast ein Jahr lang wegen Schäden an Dach und Kirchturm gesperrt werden. Umfangreiche Sanierungsarbeiten folgten. Und in deren Rahmen wurde nun auch der Wetterhahn mit einer neuen Blattgoldauflage versehen.
In der Sonntagsmesse am Lichtmesstag wurde der Kirchenhahn von Pastor Manfred Müller feierlich gesegnet. Dabei konnten die Gläubigen den Wetterhahn von Nahem sehen und die Freude, das viele Arbeiten am Kirchendach schon erbracht sind, war zu spüren. Der sich putzmunter drehende Wetterhahn auf der Turmspitze von Sankt Georg ist dabei auch so etwas wie ein Symbol dafür, dass die Arbeiten zur Sanierung in die Zielgrade gekommen sind.
