Politik | 18.08.2026, 00:27 Uhr

Kirmes-Debatte um ein Drohnenfeuerwerk

Sinzig: Sachliche Debatte statt endloser Diskussionen

Kontinuierliche Grundsatzdebatten über bereits entschiedene Fragen wie ein Drohnenfeuerwerk zur Sinziger Kirmes können den Eindruck erwecken, politische Entscheidungen seien grundsätzlich nicht belastbar.
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Sinzig. Die Absage des diesjährigen Kirmes-Feuerwerks aufgrund der aktuellen Trockenheit und erhöhten Brandgefahr war eine verantwortungsvolle und nachvollziehbare Entscheidung. Sicherheit muss in einer solchen Situation Vorrang vor Tradition haben.

Die in dem Kontext von den Grünen erneut angestoßene Debatte über ein künftiges Drohnenfeuerwerk überrascht allerdings wenig.

Noch Ende Januar hatte die Verwaltung umfassend über die erheblich höheren IST-Kosten informiert, als die von der Grünen Ratsfraktion zusätzlich beantragten 34.500 Euro für eine Drohnenshow.

Dabei wurde sehr deutlich, dass dies nur einen Teilbetrag der anfallenden Kosten darstelle. Zudem seien Drohnenshows über Wohnbebauung unzulässig. Und nicht zuletzt könne der erforderliche richtige Blickwinkel auf die Drohnenshow nur für einen Bruchteil der Zuschauer auf der Sinziger Kirmes eingehalten werden. Die tatsächlichen Kosten für einen Ersatz des Sinziger Feuerwerks werden von auf Drohnenshows spezialisierte Unternehmen in einem Spektrum von 70.000 bis deutlich über 100.000 Euro angegeben. Der Antrag der Grünen wurde daher hochmehrheitlich bei zwei Befürwortern abgelehnt. An diesen, seit Januar bekannten Fakten, hat sich seitdem nichts geändert.

In den kommunalen Gremien werden solche Sachverhalte regelmäßig ausführlich beraten, Informationen ausgetauscht und die jeweiligen Vor- und Nachteile verschiedener Lösungen abgewogen. Am Ende solcher Beratungen steht eine demokratische Entscheidung, die auf Grundlage der vorliegenden Fakten getroffen wird. Selbstverständlich gehört es zur Demokratie, Entscheidungen kritisch zu begleiten und neue Erkenntnisse in die Diskussion einzubringen. Gleichzeitig lebt unsere kommunale Selbstverwaltung davon, dass gefasste Beschlüsse respektiert werden und politische Debatten nachvollziehbar und sachorientiert geführt werden.

Gerade in Zeiten, in denen viele Bürgerinnen und Bürger Politik mit Skepsis betrachten, sollten Transparenz, Verlässlichkeit und ein respektvoller Umgang miteinander im Mittelpunkt stehen. Kontinuierliche Grundsatzdebatten über bereits entschiedene Fragen können andernfalls den Eindruck erwecken, politische Entscheidungen seien grundsätzlich nicht belastbar.

Pressemitteilung des Ortsvorstehers Reiner Friedsam

Kontinuierliche Grundsatzdebatten über bereits entschiedene Fragen wie ein Drohnenfeuerwerk zur Sinziger Kirmes können den Eindruck erwecken, politische Entscheidungen seien grundsätzlich nicht belastbar. Foto: Reiner Friedsam

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