Politik | 22.08.2014

Landrat bei ganztägigem Informationsbesuch

„Sinzig entwickelt sich sehr positiv“

171 neue Gewerbeansiedlungen Dorferneuerungskonzepte in allen fünf dörflichen Stadtteilen

Sinzig. Die Stadt Sinzig nutzt aktiv die Chancen der interkommunalen Zusammenarbeit vorbildlich. Das sagte Landrat Dr. Jürgen Pföhler bei einem ganztägigen Informationsbesuch, der ihn gemeinsam mit Bürgermeister Wolfgang Kroeger durch die Sinziger Kernstadt und die Stadteile führte. Als Beispiele nannte Pföhler die Trinkwasser-Kooperation mit der Verbandsgemeinde (VG) Bad Breisig, bei der jährlich 900.000 Kubikmeter Wasser von Sinzig in die VG fließen sowie die Zusammenarbeit mit Remagen und Bad Breisig beim Brand- und Katastrophenschutz sowie im Tourismus.

Der Sinzig-Besuch des Landrats führte über das Seniorenzentrum Maranatha in Bad Bodendorf, das Alten- und Pflegeheim Franziskushaus in Sinzig, die Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG in Sinzig, den Kindergarten Westum, die Chorgemeinschaft Koisdorf, den Verein Rosenfreunde Löhndorf und den Sportplatz in Franken. Den Abschluss bildete ein Meinungsaustausch mit Ortsvorstehern und Fraktionsvorsitzenden des Stadtrats im Sinziger Rathaus. Ein wichtiger Garant für Infrastruktur, Arbeitsplätze und Lebensqualität sei die Vielzahl der Handels-, Gewerbe- und Industrieunternehmen, unter anderem im 380.000 Quadratmeter großen Gewerbe- und Industriepark in Sinzig-Ost. Die Belebung der Innenstadt - in die Stadtsanierung seien elf Millionen Euro geflossen - fördere den Mittelstand; dies trage erste Früchte, wie die sinkende Zahl der Leerstände zeige. „Sinzig entwickelt sich sehr positiv“, sagte Pföhler und verwies auf 171 neue Gewerbeansiedlungen in 2013. Der Kreis Ahrweiler unterstütze die Stadt und ihre Stadtteile. Beispiel Verkehrsinfrastruktur: Seit 2000 habe der Kreis 1,2 Millionen Euro in die dortigen Kreisstraßen investiert, nämlich die Fahrbahninstandsetzung zwischen Westum und Löhndorf, den Ausbau der Ortsdurchfahrten Sinzig und Franken, den Ausbau zwischen Sinzig und Koisdorf sowie den Bau des Kreisels Harbachstraße/Rheinstraße. Auch in die Kindertagesstätten und die Schulen investiert der Kreis hohe Beträge: Die Betreuung der Kinder unter drei Jahren (U3) werde ausgebaut, in Westum etwa. Für Bau, Sanierung und Ausstattung der sieben Tagesstätten habe der Kreis 900.000 Euro bewilligt, für die beiden kreiseigenen Schulen (Rhein-Gymnasium und Janusz-Korczak-Schule: Erweiterung, Sanierung, Fotovoltaikanlagen) 8,5 Millionen Euro plus 430.000 Euro für die weiteren Schulen im Stadtgebiet (seit 2000). Für das Haus der Offenen Tür (HOT Sinzig) würden jährlich rund 25.000 Euro für die Personal- und Sachkosten der Jugendpflegerin gezahlt.

Bei der Vereins- und Ehrenamtsförderung habe der Kreis 124.000 Euro für mehr als 100 Projekte bewilligt; in diesem Jahr unter anderem für den Spielmannszug Sinzig (Dachsanierung Vereinsheim), den SC Bad Bodendorf (Fußballtore) und die Chorgemeinschaft Koisdorf (Klavier). Ferner nannte der Landrat das kreiseigene Förderprogramm Ländlicher Raum: sechs Projekte, 100.000 Euro, etwa für den „Rundweg der Düfte“ in Bad Bodendorf sowie zwei Sonderpreise für die Jagdgenossenschaft Westum (Errichtung einer öffentlichen Wasserentnahmestelle) und die St. Sebastianusschützen Franken (Umbau der alten Schützenhalle zum Dorfgemeinschaftshaus).

Und: Stark präsentiere sich Sinzig in der Dorferneuerung: Alle fünf dörflichen Stadtteile - Bad Bodendorf, Franken, Koisdorf, Löhndorf und Westum - verfügten über ein Dorferneuerungskonzept.

In die private Dorferneuerung seit 2000 seien rund 300.000 Euro für 22 Maßnahmen geflossen.

Pressemitteilung der

Kreisverwaltung Ahrweiler

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