Tier- und Naturfreunde Schwanenteich Bad Bodendorf
Sommerfest mit Gustav und Schnucki
Bei schönstem Wetter feierten die Tier- und Naturfreunde ein Sommerfest mit guter Laune und einem tollen Programm
Bad Bodendorf. Am Wochenende verwandelten die Tier- und Naturfreunde das Areal rund um den Bad Bodendorfer Schwanenteich wieder in eine bunte Festmeile. Das Sommerfest stand an und im Mittelpunkt des Geschehens standen ganz klar drei ganz besondere Hauptdarsteller: Cara, Sissy und Schnucki.
Die drei niedlichen Ponys waren der Hingucker schlechthin und vor allem die jüngsten Festbesucher waren eingeladen, auf deren Rücken eine Runde zu drehen. Dieses attraktive Angebot wurde gerne angenommen und gerade die Familien stehen beim Sommerfest stets im Vordergrund. Neben dem „Ausritt“ mit Schnucki und seinen Freunden standen auch Traktorfahren oder Kinderschminken auf dem Programm des zweitägigen Festes.
Der Verein rund um die Vorsitzende und Tierwärterin Christina Bliss hatte sich aber auch für erwachsene Besucher ein tolles Programm einfallen lassen. Bei Leckereien wie Bienenstich, Bratwurst und Bier ist das Sommerfest immer eine toller Treffpunkt zum gemütlichen Beisammensein für die Bodendorfer Bevölkerung und Gäste von außerhalb.
Karotten für Gustav & Co.
Ein besonderes Highlight gab es am Sonntag, dem zweiten Festtag. Bei einer Tombola wechselte ein exklusiver Kugelgrill den Besitzer und auch die Speisekarte wurde um eine sehr begehrte Köstlichkeit, nämlich geräucherte Forellen erweitert. Diese fanden bereits im letzten Jahr reißenden Absatz, sodass die Naturfreunde 2015 den Bestand kräftig aufstockten. Nicht auf Fisch, aber dafür auf knackige Möhren hatten es die beiden stämmigen Böcke Bernd und Gustav abgesehen, die im Ziegengehege für Ordnung sorgen, aber trotzdem gegen Streicheleinheiten ganz und gar nichts einzuwenden haben. So sieht es auch die Eseldame Jana: Jana hat mittlerweile das stolze Alter von 22 Jahren erreicht und ist im Gegensatz zu Schnucki für Reitausflüge kaum zu begeistern. Stattdessen bevorzugt Jana eher die Gemütlichkeit und natürliche frische Karotten.
Ein wichtiges, finanzielles Standbein
Dankenswerterweise war das Wetter an beiden Festtagen stabil und sommerlich schön. Das ist nämlich nicht nur für die Stimmung essenziell sondern auch für die Vereinskasse. Die Tier- und Naturfreunde beziehen ein Großteil ihres Budgets aus den Verkäufen von Kuchen und Co beim Sommerfest. „Wenn es regnet oder stürmt und die Gäste ausbleiben, haben wir ein echtes Problem,“, erklärt Christina Bliss. Denn von Mitgliedsbeiträgen und Spenden allein kann sich der Verein nicht erhalten. Auch die anderweitigen Projekte im Jahreskalender wie die Teilnahme am Feuerwehrfest oder Weihnachtsmarkt, werfen keine Unsummen hab. Für eine kleine Entlastung sorgt im 39. Jahr des Vereinsbestehens die Einführung der Tierpatenschaft. Hierbei können Interessierte entweder einzelne Tiere oder Tiergruppen mit Spenden unterstützen, welche dann konkret für Futter oder, im Fall der Fälle, eine tierärztliche Behandlung verwendet wird. Trotz der knapp 260 Mitglieder fehlt es den Tierfreunden vom Schwanenteich auch an Händen, die anpacken. „Wir arbeiten hier ja ehrenamtlich und das kann ganz schön stressig sein“, erklärt Bliss. Und dabei bezieht sie sich nicht nur auf den Aufbau und die Organisation des Sommerfestes, welcher zweifelsohne gelungen ist. Vielmehr auf die Stallpflege und das Füttern der Tiere, die ja schließlich auch an „unbequemen“ Tagen wie Heiligabend Hunger haben. Somit gestaltet sich die Rekrutierung von Helfern recht schwierig, aber natürlich wird für alle Arbeiten eine Aufwandsentschädigung gezahlt. Ein Zeichen, dass es den Tier- und Naturfreunden an einigen Ecken mangelt, ist der Zustand des Schwanenteiches, der den Zustand „Teich“ nur noch pro forma im Namen führt und vielmehr einem Wasserloch gleicht. „Wir bekommen hier aber sehr viel Unterstützung durch die Feuerwehr und auch von Ortsvorsteher Alexander Albrecht“, erläutert Bliss die Bereitschaft der Mithilfe. So sorgt die Feuerwehr für einen konstanten Wasserstand, so dass die Enten noch ein paar Quadratmeter Wasserfläche zum Schwimmen haben. Auch dem Sinziger Ortsvorsteher Gunter Windheuser liegt die Zukunft des Schwanenteichs am Herzen und setzt sich für dessen Fortbestand ein.
Runder Geburtstag steht an
Die Tier- und Naturfreunde haben also einige Befürworter im Kampf um den Erhalt des Areals in dem über 200 Tiere ihr zu Hause gefunden. Das Sommerfest war ein wichtiger Erfolg und sorgte dank der vielen selbst gebackenen Kuchen und den langen Schlangen an der Imbissbude nicht nur für ein tolles Fest, sondern auch für Aufatmen in der Finanzabteilung. Und während die Ponys Cara, Schnucki und Sissy schon nachmittags Feierabend machen konnten, geht die Vereinsarbeit beständig weiter. Nächstes Jahr steht das 40. Jubiläum an und dass darf dann auch etwas größer ausfallen. Für diesen Geburtstag ist auch Live-Musik geplant.
Jeden Monat ein Aktionstag
Wer sich bereits vorher über die Arbeiten rund um den Schwanenteich informieren will, braucht aber nicht ein ganzes Jahr zu warten. Denn die Tier- und Naturfreunde bieten einmal pro Monat einen Aktionstag und das „Offene Tor am Schwanenteich“ an. Hier können sich die Besucher über aktuelle Arbeiten informieren und einen Blick hinter die Kulissen werfen. Eine detaillierte Auflistung vielfältigen Aktionen und Termine gibt es im Internet auf der Homepage des Vereins: www.schwanenteich.com ROB
Bock Gustav sorgt für Ordnung im Ziegengehege und genießt bei manchen Besuchern Kultstatus. Rob
Drei niedlichen Ponys waren der Hingucker schlechthin und vor allem die jüngsten Festbesucher waren eingeladen, auf deren Rücken eine Runde zu drehen. RÜ
