SC Bad Bodendorf holt drei Punkte
Ungefährdeter Heimsieg sichert Verbleib in der Spitzengruppe
Kreisliga B: BSC Bad Bodendorf vs. TuS Oberwinter II 1:0
Bad Bodendorf. Nach dem knappen Auswärtssieg in Antweiler gegen die SG Oberahrtal, war die Seiler-Truppe bis in die Haarspitzen motiviert, nun im zweiten Heimauftritt der Saison den ersten Dreier auf dem eigenen Platz folgen zu lassen. Zu Gast war mit der Zweitvertretung der TuS aus Oberwinter.
Die SCB-Akteure, die bis auf die verletzten David Langlitz und Andreas Strohe aus dem Vollem schöpfen konnten, waren von der ersten Spielminute an voll bei der Sache und gingen konzentriert zu Werke. Die Anfangsphase kann getrost als hektisch zusammengefasst werden. Ein Großteil des Geschehens spielte sich im Zentrum des Spielfeldes ab und keines der beiden Teams brachte Ballstafetten über mehr als drei Stationen zustande bevor das Spielgerät wieder den Besitzer wechselte. Aus einer sehenswerten Kombination resultierte ein Foulelfmeter, der in der 26. Spielminute die Hausherren in Führung brachte. Den Ausgang nahm die Kombination hierbei im Spielaufbau zwischen Paulo Carvalho und Björn Fiege auf der rechten Seite. Über Kapitän Andreas Knechtges wurde dann blitzschnell das Spiel auf die linke Außenbahn zu Matthias Schmickler verlagert, der seinen Vordermann Driton Qyalla mit einem wunderbaren Zuspiel in die Tiefe Richtung Gehäuse der TuS-Reserve schickte. Unglücklicherweise gelangte Qyqalla mit seinem Dribbling jedoch nie dort an, da er aus vollem Lauf unsanft von den Beinen geholt wurde. Als Entschädigung zeigte Schiedsrichter Markus Roscheck umgehend auf den Punkt und André Suckow trat gegen TuS-Keeper Arno Mehren an. Im ersten Versuch konnte Mehren Suckows schwachen Schuss noch parieren, allerdings setzte dieser geistesgegenwärtig nach und drückte den Abpraller zur 1:0-Führung für die Gastgeber über die Linie. Das Tor gab der Seiler-Elf weiteren Schwung für ihr Spiel und sie schnürte die von Karl-Heinz Alt trainierten Gäste nun weit in der eigenen Hälfte ein. Diese Drangperiode wurde nur fünf Spielminuten nach dem ersten Strafstoß mit einem zweiten Foulelfmeter belohnt. Nach einem weiteren schön vorgetragenen Angriff kam SCB-Angreifer Johann Reiferscheid nach Kontakt mit Torhüter Mehren im Strafraum der Gäste zu Fall. Auch diesmal fackelte Referee Roscheck nicht lange, entschied auf Elfmeter und schickte den TuS-Schlussmann mit einer roten Karte vorzeitig zum Duschen. Diesmal war es Marcel Schneider, der das Duell mit dem eingewechselten Aethmane Mekhalfia suchte. Nachdem es zuvor beim ersten Strafstoß durch Suckow schon denkbar glücklich gelaufen war, scheiterte Schneider mit seinem Versuch nun endgültig am Interimskeeper und es blieb beim Stand von 1:0 für den SC Bad Bodendorf. In der Folgezeit dominierten die SCB-Akteure ballbesitzmäßig das Spielgeschehen nach Belieben und ließen den Gegner laufen.
Nach dem Seitenwechsel boten beide Mannschaften im Bad Bodendorfer Ahrstadion ein umkämpftes Spiel auf schwachem B-Klasse-Niveau. Haarsträubende Abspielfehler, oft aus der Hektik geboren, häuften sich hüben wie drüben und beide Keeper hatten kaum Arbeit zu verrichten. Nach wie vor verfügten die Hausherren zwar über deutlich mehr Spielanteile, verpassten es aber diese in produktives Angriffsspiel umzumünzen. Während es die TuS-Reserve in Unterzahl nicht schaffte Torgefahr zu kreieren, machten sich die Hausherren das Leben mit viel zu umständlichem Spiel selber schwer. Aus einer Standardsituation resultierte in der 83. Spielminute dann schließlich auch die einzige, richtige Tormöglichkeit der TuS Oberwinter II im gesamten Spiel. Nachdem diese Schrecksekunde überstanden war, hatten die Spieler um Kapitän Andreas Knechtges keine große Mühe mehr die Uhr runterzuspielen und so stand am Ende einer schwachen Partie der erste, letztlich ungefährdete Heimsieg.
Für den SC Bad Bodendorf im Einsatz waren: Nils Schöttler – Bastian Steffes, Paulo Carvalho, Sascha Schütter – Matthias Schmickler, Driton Qyqalla (72. Wellington Piccard), Andreas Knechtges ©, André Suckow ( 66. Max Welter), Björn Fiege , Marcel Schneider ( 56. Marc Füllmann) – Johann Reiferscheid.
