Allgemeine Berichte | 12.05.2014

Kleine Theater AG am Rheingymnasium:

Urmel hüpft quicklebendig aus dem Eis

Erstmals wurde auch gesungen.

Sinzig. Das kleine grüne Urzeitwesen ist einfach nur richtig knuddelig und hüpft quicklebendig aus dem Eis. Die kleine Theater AG des Rheingymnasiums bot bei ihrer 28. Produktion „Urmel aus dem Eis“ einfach eine grandiose Premiere.

Mit einem enormen technischen Aufwand und einem unglaublichen Bühnenbild begeisterten die jungen Theatermacher ihr Publikum. Alleine die Bühnenlandschaft im Ganztagsbereich der Schule mit ihren vier Handlungsbühnen ist mit enormer Kreativität und handwerklichem Können errichtet worden. Die technischen und optischen Tricks, mit denen die Südseeinsel Titiwu lebendig gemacht wird, sind einfach grandios. Bei der Premiere gab es mehrfach lang anhaltenden Szenenapplaus: für die Schauspieler, aber auch für verblüffende Ideen. Wenn sich Ex-König Pumponell per Helli der Insel nähert, surt ein Modellhubschrauber mit Suchscheinwerfer durchs Bühnenbild.

Die Geschichte wurde frei nach dem Klassiker „Urmel aus dem Eis“ von Max Kruse erzählt. Vor allem die Urmel-Variante der Augsburger Puppenkiste kennt in Deutschland wohl jeder. Die Interpretation am Rhein-Gymnaisum braucht sich auch im Vergleich aber keineswegs zu verstecken. Den 42 jungen Schauspielern und den 20 Helfern hinter der Bühne merkte man am Samstag zwei Dinge an: ein gerüttelt Maß an Lampenfieber vor der Aufführung und eine Menge Spaß beim Theaterspielen.

Zur Handlung:

Der etwas zerstreute Professor Habakuk Tibatong hat eine Methode entwickelt, Tieren das Sprechen beizubringen. Er lebt mit seinem Hausschwein Wutz auf der Südseeinsel Titiwu und hat dort mit Erfolg eine Sprachschule für Tiere eröffnet. Zwar hat jedes Tier einen kleinen, durchaus charmanten Sprachfehler, aber dennoch verstehen sie sich prächtig: So mag etwa der aufmüpfige Ping Pinguin gar nicht mehr den Schnabel halten, wenn er sich mit Wawa, dem Waran, unterhält. Und der gemütliche Seele-Fant singt den ganzen Tag über traurige Lieder.

Eines Tages wird ein Eisberg mit einem großen Ei angeschwemmt, aus dem das Urmel schlüpft: ein kleines, grünes Urwelttier mit Flügeln auf dem Rücken, das lautstark quäkt und seine Mama vermisst. Urmel ist vorwitzig, keck und dabei gleichzeitig ungemein liebenswert. Es bereitet allen Inselbewohnern viel Freude, bis der abgesetzte König Pumponell aus Langeweile beschließt, Jagd auf das Urmel zu machen. Nun beginnt eine abenteuerliche Verfolgung quer über die Insel - neue Orte werden entdeckt, Ängste überwunden und am Ende auch tierisch-menschliche Freundschaften geschlossen...

Die Produktionsleitung des Stückes liegt bei Marc Steuer. Regie führen die vier Oberstufenschüler Nicola Friebe, Daniela Neugebauer, Tabea Schlee und Tim Schrade. Und es gab eine überaus erfolgreiche Premiere in der Premiere: Denn bei „Urmel“ wurde am Rhein-Gymasium auch erstmals gesungen und getanzt.

Beim Theaterbesuch gilt übrigens: Handys ganz ausschalten. Sonst machen schlicht die 14 Funkstrecken der Bühnenmikrofone schlapp. Weitere Aufführungen im Rhein-Gymnasium Sinzig sind am Samstag, 17. Mai, Sonntag, 18. Mai und Sonntag, 25. Mai, jeweils um 16 Uhr sowie am Freitag, 23. Mai, um 19 Uhr. Karten sind erhältlich in der Buchhandlung Walterscheidt, im Spielwarengeschäft Sauer und im Internet unter www.kleine-theater-ag.de

Erstmals wurde auch gesungen.
Die jungen Schauspieler haben eine Menge Spaß beim Theaterspielen.

Die jungen Schauspieler haben eine Menge Spaß beim Theaterspielen.

Erstmals wurde auch gesungen.

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