Allgemeine Berichte | 11.11.2013, 15:22 Uhr

Baugewerksinnungs-Obermeister Reinhard Adams zu Energiepreisen und Umweltschutz

Wärmedämmung trägt zur Senkung der Energiekosten bei

Ganz neue Materialien aus Holz bieten optimalen Wärmeschutz für innen und außen, dokumentiert der Obermeister. AB
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Kreis Ahrweiler. Die Diskussion um die Preissteigerungen im Energiesektor nimmt kein Ende. Das weiß auch der Obermeister der Baugewerksinnung aus Niederzissen, Reinhard Adams. In vierter Generation setzt der heutige Chef von 65 Mitarbeitern auf den Werkstoff. Der trotze auch den Herausforderungen der heutigen Zeit, sagt der Fachmann. „Wer jetzt investiert, spart langfristig richtig. Denn besonders die Heizkosten lassen sich mit gezielten Maßnahmen senken“, gibt Adams an Mieter und „Häuslebauer“ weiter. Wärmeschutz sei kein Schloss mit sieben Siegeln, sondern eine einfache physikalische Rechnung, betont der 54-Jährige. Allerdings bedürfe es dabei schon der Hilfe eines Fachmannes, aber Experten seien ja nun ganz einfach in den 19 Innungsbetrieben des Kreises Ahrweiler zu finden.

Auch weist der Obermeister jeden sparwilligen Modernisierer auf die Tipps des „Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes“ (ZDB) in Berlin hin. Der Dachverband unterstreicht die Meinung des Obermeisters nicht nur in Hinsicht auf „Energetisches Bauen sowie Sanierung und Modernisierung“. Wichtig sei zum Beispiel eine verbesserte Dämmung.

„Mit einer unzureichenden Dämmung ist die Heizwärme im Haus ein flüchtiger Gast“, formuliert Reinhard Adams. Bis zu 80 Prozent ihres Energieverbrauchs könnten ältere, sanierungsbedürftige Häuser laut Holzbau Deutschland - Bund Deutscher Zimmermeister - durch eine konsequente Modernisierung einsparen. Weil die teuer erzeugte Heizwärme nach oben steige, seien besonders alte, ungedämmte Steildächer eine Dauerbelastung für die Haushaltskasse. Wer an dieser Stelle aktiv werden will, möge zunächst einen Blick ins Dachgeschoss werfen. An dieser Stelle weist der Obermeister aber auch auf die zahlreichen Fördermittel hin, die es gerade im energetischen Bereich für „Otto Normalverdiener“ gebe. „Wer sich dazu informiert, kann richtig Geld sparen“, betont er und erklärt, dass auch die Ahr-Akademie in Ahrweiler für Tipps und Infos bereitstehe.

Auch Hausfassaden können „Energiekiller“ sein

Welche Dämmung für das individuelle Heim allerdings sinnvoll sei, könne am besten ein Zimmermeister einschätzen. Doch auch die Fassade des Hauses könne ein „Energiekiller“ sein, betont Adams, dessen Firma sich tagtäglich mit Fassadenschutz aus Holz beschäftigt. In ganz neuem Licht könne ein Eigenheim mit einer vollverkleideten Fassade aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz erscheinen - Wärmeschutz inbegriffen. „Denn Holz lässt sich hervorragend mit einer verbesserten Wärmedämmung der Gebäudehülle kombinieren“, erläutert Adams anhand des „Blower-Door-Systems“. Mit dieser Methode werde Luft ins Gebäude geblasen und so könne durch die Luftwechsel-Rate der Energieverlust gemessen werden. „Die Dämmung der Hauswand ist bei den meisten älteren Häusern notwendig und sinnvoll“, schreibt auch der Dachverband „Holzbau Deutschland“. Denn diese blieben energetisch weit hinter ihren Möglichkeiten zurück - auf bis zu 80 Prozent schätzt die Deutsche Energie-Agentur (dena) die Einsparmöglichkeiten vieler noch nicht modernisierter Altbauten. Eine vorgehängte hinterlüftete Fassade aus Holz könne ein sinnvoller Weg sein, um das Haus zukunftsfähig zu machen und auf das Niveau zu heben, das einem Neubau nach den Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) entspreche.

Eine Holzbekleidung schützt dabei die darunterliegende Dämmschicht wirkungsvoll und sicher vor Regen und Kälte. Holzfaser-Dämmplatten, die die Energiespar-Arbeit verrichten, zeigt Reinhard Adams in seinem Betrieb vor. Sie ließen sich vortrefflich mit Putz und anderen Wandabschlüssen kombinieren, betont der Fachmann. „Wer genauer wissen will, welche Lösung in seinem Fall sinnvoll ist und welche Stärke die Dämmschicht haben sollte, findet guten Rat bei einem Fachmann des Zimmererhandwerks in den Innungsbetrieben“, weist Adams auch auf die Adresse www.zimmermeister-modernisieren.de hin. Eine „Frischzellenkur“ fürs Haus inklusive Verbesserung der Dämmung sei auf jeden Fall lohnenswert und zeige sich schnell im eigenen Geldbeutel. Die energetische Verbesserung nehme der nächsten Heizkostenrechnung ihren Schrecken. Sie trage erheblich zu ihrer Senkung bei. „Zugleich stellt der Staat mit Programmen wie ’Energieeffizient sanieren‘ über die KfW Förderbank besonders zinsgünstige Kreditfinanzierungen für solche Investitionen bereit oder fördert die Modernisierung über direkte Zuschüsse. So leisten Hausbesitzer ihren Beitrag zum Klimaschutz und können den Staat an der Verschönerung ihres Heims beteiligen“, verweist Obermeister Reinhard Adams auf die Aussagen seines Zentralverbandes.

Ganz neue Materialien aus Holz bieten optimalen Wärmeschutz für innen und außen, dokumentiert der Obermeister. Foto: AB

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