SG Westum/Löhndorf - Fortuna Kottenheim 2:2 (1:1)
Zwei Fehler, zwei Tore, ein Punkt
Löhndorf. Bei herrlichem Wetter trafen in Löhndorf im Topspiel der Kreisliga A Rhein-Ahr die SG Westum/Löhndorf und die Fortuna aus Kottenheim aufeinander. Rund 140 Zuschauer wollten die Partie sehen. Obwohl Kottenheim in den ersten 105 Sekunden zwei Eckbälle erzielte, war Westum/Löhndorf die tonangebende Mannschaft. Nach sieben Minuten kamen die Gastgeber das erste Mal gefährlich vors Gästetor, doch der Kopfball von Tom Weber aus acht Metern nach einer Standsituation konnte der gegnerische Torsteher gerade noch zur Ecke abwehren. Überhaupt waren die Standards die große Stärke der Kombinierten. Nach einem weiten Einwurf von Derek Ababio war Tim Palm zur Stelle, köpfte aus sechs Metern aufs Tor, doch auch hier erwies sich der Gästekeeper als guter Flieger und wehrte zur Ecke ab. Die Ahrtaler waren läuferisch stärker und zeigten einige gekonnte Ballstafetten. Die Eifeler hatten diesem Druck nur wenig entgegenzusetzen. In der 21. Minute kam Lukas Nachtsheim mit einem satten Flachschuss zum Abschluss, doch auch hier war der Gästetorwart zur Stelle und wehrte ab. Augenscheinlich wurde, dass die heimischen Cracks fast alle Kopfballduelle im gegnerischen Strafraum gewannen. So auch in der 28. Minute, als Sebastian Heinz nach einem Einwurf von Derek Ababio am kurzen Pfosten zur Stelle war und unerreichbar aus fünf Metern zur verdienten 1:0-Führung einköpfte. Bei einer der wenigen Strafraumsituationen der Gäste konnte der Ball, obwohl in den eigenen Reihen, in der 35. Minute nicht entscheidend aus der Gefahrenzone befördert werden. Ein gegnerischer Stürmer nahm den Ball 17 Meter vor dem Tor mit dem Oberkörper mit, legte sich ihn noch einmal vor und schoss aus neun Metern unbedrängt zum 1:1-Ausgleich ein. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff fiel beinahe das 1:2. Nach einer Ecke köpfte ein Kottenheimer Spieler das Spielgerät seitlich aus sieben Metern knapp übers Tor.
Auch nach dem Wiederanpfiff das gleiche Bild. Westum/Löhndorf war besser und besonders bei Standards brandgefährlich. Nach einem Freistoß von Niklas Hoffmann aus der eigenen Hälfte war Tom Weber fünf Meter vor dem Tor zur Stelle und verzog. Die kurioseste Szene des Spiels in der 58. Minute, als Tim Palm einen langen Flankenball 17 Meter vor dem Tor mustergültig mit der Brust mitnahm, in den 16er eindrang und aus acht Metern fulminant abzog. Das Leder klatschte an die Latte, von dort wieder zurück ins Spielfeld gegen einen zurückgeeilten Verteidiger, wieder Latte, von dort wieder zurück in den Fünfer, wo der Keeper, der Verteidiger und Tim Palm nach dem Ball sprangen. Letztgenannter schwang sich unnachahmlich in den Himmel, traf den Ball mit dem Kopf höher als alle Kottenheimer Spieler und traf erneut die Latte. In der 72. Minute dann der 1:2-Rückstand aus heiterem Himmel. Torsteher Mathias Oedekoven verschätzte sich bei einem Rückpass, als er den Ball einem gegnerischen Stürmer vorlegte, der dann aus zehn Metern nur noch ins leere Tor einzuschieben brauchte. Dieser Nackenschlag führte in der Folge zu etlichen Fehlpässen bei der SG. Die Schäfer-Elf zeigte zwar eine gesteigerte Willensstärke, agierte jedoch recht zerfahren. In der 81. Minute wurde ein Kottenheimer Spieler nach einem Zweikampf des Feldes verwiesen. Die letzten zehn Minuten waren die Kombinierten dann wieder Chef im Ring und setzten sich das eine oder andere Mal in der Hälfte der Gastmannschaft fest. Dennoch dauerte es bis zur 92. Minute, ehe nach einer Standardsituation der verdiente Ausgleich fiel. Roderick Speich hatte die Ecke getreten, nach einer Abwehr kam der Ball wieder zu Speich, der dann auf den langen Pfosten flankte. Dort kam Tim Palm herangerauscht und wuchtete die Pille aus sechs Metern zum 2:2-Endstand in die Maschen.
SG Westum/Löhndorf spielte mit: Matthias Oedekoven, Richard Denkhaus, Sebastian Heinz, Roderick Speich, Christian Fuchs, Niklas Hoffmann, Carsten Ritterrath, Tom Weber, Lukas Nachtsheim, Tim Palm, Derek Ababio, Julian Schmitz, Andreas Rothbrust.
Vorschau
Am Sonntag, 16. März, um 14.30 Uhr geht es zum Spitzenreiter nach Adenau/Reifferscheid. Das Hinspiel ging deutlich mit 0:4 verloren. Die Trauben hängen in der Hocheifel höher als normal und allen wird alles abverlangt werden, um zu bestehen. Doch Westum/Löhndorf hat nichts zu verlieren und hat schon des Öfteren bewiesen, dass man immer für eine Überraschung gut ist.
