Lokalsport | 10.12.2021

Lauftreff TV Urbar

Ab durch die Mitte oder crossinggermany

Das Team startete in Perl, im Westen der Republik, mit dem Ziel, nach 835 Kilometern und 21.000 Höhenmeter nach acht Tagen auf dem Fichtelberg an der Tschechischen Grenze zu stehen.Fotos: privat

Urbar. Ab durch die Mitte, durch Deutschland einmal von West nach Ost laufen. Hört sich verrückt an und ist es ehrlich gesagt auch. Frank Hardt vom Lauftreff TV Urbar hat es gemacht und hat einiges erlebt.

Begonnen hat alles im März 2021. Die Zeitschrift Trailmagazin hatte die Idee, Deutschland zu durchqueren. In einer Staffel mit 13 Personen sollte im April das Abenteuer starten. Durch die Situation im Frühling musste die Aktion auf den Herbst verlegt werden. Mit dem goldenen Oktober war die Entscheidung schnell getroffen. Das Team startete in Perl, im Westen der Republik, mit dem Ziel, nach 835 Kilometern und 21.000 Höhenmeter nach acht Tagen auf dem Fichtelberg an der Tschechischen Grenze zu stehen. Die Tagesetappen waren zwischen 105 und 130 Kilometer lang, die in einzelne kleinen Etappen von 18 bis 20 Kilometer von mindestens zwei Läufern bewältigt wurden. Die Läufer vom Team, die nicht liefen, fuhren die Wohnmobile, machten Besorgungen, kochten oder sorgten für den nötigen Support an der Strecke. Die gesamte Strecke war im Vorfeld von Benjamin Bublak geplant allerdings nur am Computer und so war der Zustand der Strecke und der Wege relativ unbekannt. Die Läufer navigierten mittels GPS auf ihrer Uhr. Hier und dort wurde auch schon mal falsch abgebogen oder der Weg war nicht mehr vorhanden und so musste immer mal wieder improvisiert werden.

Am 1. Tag ging es von Perl vorbei an der Saarschleife in den Hunsrück auf den Erbeskopf. Der 2. Tag führte die Teilnehmer über Rheinböllen zum Rhein nach Oberwesel. Am nächsten Morgen wurde mit der Fähre in Kaub übergesetzt und der 3. Tag in Angriff genommen. Die Strecke verlief über Schlangenbad und den Feldberg durch den Taunus bis zur Saalburg. Die 4. Etappe am nächsten Tag verlief durch Hessen bis nach Fulda. Die Temperaturen gingen merklich nach unten und das Thermometer zeigte an Tag 5 bei der ersten Etappe -2 Grad an. An diesen Morgen gesellte sich Philipp Reiter von Salomon zu der Truppe. Er war gekommen um professionelle Fotos über die nächten zwei Tage von dem Projekt „crossinggermany“ zu machen. Nachdem die Läufer sich durch den Morgennebel gekämpft hatten, ging es durch die Rhön. An diesem Tag stand als Highlight die Wasserkuppe und die ehemaligen deutsch-deutsche Grenze auf der Tagesetappe. Am Abend parkten die drei Wohnmobile auf einer Anhöhe in einem perfekten Sonnenuntergang. Dieser Abend fand dank der professionellen Fotos von Philipp Reiter und guter Versorgung für das leibliche Wohl einen perfekten Ausklang. Nach einer kalten Nacht in Thüringen liefen die ersten Staffelläufer um 6 Uhr los. Der 6. Tag verlief über Suhl und folgte dem Rennsteig über Schmiedefeld. An diesem Tag lief Frank die letzte Staffel und wurde von zwei lokalen Läufern, die von dem Projekt gehört hatten, bis zum Etappenziel in Nordhalben begleitet. Am darauf folgendem Tag wurde allen klar, dass es bis zum Ziel auf dem Fichtelberg nicht mehr allzu weit war. Das bedeutete aber auch, das gemeinsame Abenteuer näherte sich so langsam dem Ende zu.

Tag 7: Über den Kammweg ging es südlich von Plauen weiter nach Osten. Die Stimmung der Läufer war auch am 7. Tag top. Es hatte sich eine Routine eingespielt, die größtenteils aus laufen, essen, schlafen und ein wenig Organisation bestand. Den letzten Abend verbrachten die Teilnehmer gemeinsam bei einem großzügigem Abendessen in einem Restaurant in Carlsfeld. Hier wurde das ein oder andere Bierglas geleert und alle dachten auch mit einem weinenden Auge an den achten und somit letzten Tag. Für diesen Tag hatte sich die gemeinsame Staffel die noch verbleibenden 48 Kilometer aufgespart. Sehr früh ging es morgens los Richtung Ziel. Ein Teil der Truppe fuhr mit den Wohnmobilen voraus bis drei Kilometer vor das Ziel. Von dort wollten alle gemeinsam die letzten Höhenmeter bis zum Gipfel laufen. Unter Glockengeläut und mit einem Lächeln in ihren Gesichtern erreichten alle das Ziel auf dem Fichtelberg. Die Sektkorken knallten und alle fielen sich in die Arme. Es war vollbracht! Insgesamt 13 Personen, die sich vorher nicht kannten, sind in einer Woche zu einem TEAM gewachsen und zu Freunden geworden. Es war ein Experiment so der Herausgeber Denis Wischniewski von der Zeitschrift Trail Magazin. Ein Experiment, was einmalig war und was funktioniert hat. Das Resümee von Frank nach 8 Tagen Deutschland „AbdurchdieMitte“:„Ich bin alleine gekommen und habe dieses Abenteuer als einer von einem Team aus 13 beendet. Das was ich in dieser Woche erlebt habe, war etwas ganz Besonderes, was sicherlich nur einmal in dieser Form möglich ist.“

Die gesamte Strecke war im Vorfeld geplant allerdings nur am Computer und so war der Zustand der Strecke und der Wege relativ unbekannt.

Die gesamte Strecke war im Vorfeld geplant allerdings nur am Computer und so war der Zustand der Strecke und der Wege relativ unbekannt.

Das Team startete in Perl, im Westen der Republik, mit dem Ziel, nach 835 Kilometern und 21.000 Höhenmeter nach acht Tagen auf dem Fichtelberg an der Tschechischen Grenze zu stehen.Fotos: privat

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