SG Hocheifel zeigt deutliche Reaktion
Abwärtstrend gestoppt
SG Hocheifel - SV Remagen 3:0 (0:0)
Reifferscheid. Mit einem 3:0 (0:0)-Heimsieg gegen den SV Remagen hat die SG Hocheifel am Karsamstag den Abwärtstrend der letzten Wochen gestoppt und gleichzeitig auch Wiedergutmachung für das teils desolate Auftreten in den vergangenen Spielen betrieben. Durch den hart erarbeiteten, aber dennoch hoch verdienten Erfolg dürfte die Mannschaft auch die allerletzten Zweifel am Klassenerhalt beseitigt haben.
Auf dem Reifferscheider Hartplatz war beiden Teams anzumerken, dass sie zum einen mit einer sehr dünnen Personaldecke ins Spiel gegangen waren und zum anderen aufgrund der letzten Spiele etwas verunsichert waren. So entwickelte sich in der ersten Hälfte eine extrem höhepunktarme Partie, in der es vor allem Fehlpässe und viel Stückwerk zu bestaunen war. Gleichzeitig war die Intensität der Begegnung dennoch hoch, denn in den zahlreichen Zweikämpfen im Mittelfeld schenkten sich beide Mannschaften kaum etwas. Dabei wurde durchaus auch eine etwas härtere Gangart gewählt, die jedoch nie als unfair zu bezeichnen war. Insgesamt waren es die Gäste vom Rhein, die in der ersten Hälfte noch etwas mehr Torgefahr erzeugen konnten. Zweimal bot sich dem SVR die große Chance, den Führungstreffer zu erzielen, jedoch agierten die Gäste vor dem Tor zu nachlässig und vergaben daher ihre Möglichkeiten allesamt. Von der SGH war im Spiel nach vorne bis zum Pausenpfiff nur wenig zu sehen, bis auf eine gefährliche Einzelaktion von Stürmer Lukas Knelke und einem Distanzschuss von Niklas Pauly waren keine nennenswerten Torannäherungen zu verzeichnen. Daher ging es mit dem torlosen Remis in die Halbzeitpausen. Nach dem Wiederanpfiff zeigten sich die Hausherren dann jedoch deutlich engagierter. Plötzlich schien die Mannschaft wesentlich mehr Sicherheit in ihren Ballstafetten zu haben und die Weiler-Schützlinge agierten wesentlich zielstrebiger nach vorne. Nahezu jeder Angriff wurde von Niklas Pauly initiiert, der im offensiven Mittelfeld ein starkes Spiel machte und ein enormes Laufpensum abspulte. In der 53. Minute war es dann jedoch eine Standardsituation, die den ersehnten Führungstreffer brachte: eine scharf getretene Ecke von Cedric Kötting konnte von der SVR-Abwehr nicht ausreichend geklärt werden, weshalb der mit aufgerückte Innenverteidiger Hannes Schieler sich gekonnt durchsetzte und den abgeprallten Ball aus kurzer Distanz über die Torlinie drückte.
Schieler belohnte sich damit für seine insgesamt sehr starke Darbietung, denn auch defensiv zeigte er eine sehr konzentrierte und stabile Leistung. Nach dem Führungstreffer blieb die SGH weiterhin das ganz klar tonangebende Team. Immer häufiger gelang es nun, die gegnerischen Reihen zu überspielen und sich in Abschlusssituationen zu bringen. Eine besonders engagierte Leistung zeigte Jack Loftus im linken Mittelfeld, der in der Vorwärtsbewegung immer wieder mit in den Strafraum eindrang und gleichzeitig auch defensiv seine Mannschaft unterstützte. Nachdem Knelke und Loftus in zwei Situationen einen weiteren Treffer noch knapp verpasst hatten, war es in der 64. Minute erneut einer der gefährlichen Eckbälle von Kötting, der das 2:0 einleitete. Abermals konnte der scharf getretene Ball nur unzureichend verteidigt werden und an der Strafraumkante schnappte sich Tobias Weiler den Ball und zog ab. Sein Schuss wurde noch unhaltbar abgefälscht und sprang zum Jubel der Hausherren ins Tor. Gegen dann gezwungenermaßen etwas offensiver agierende Gäste aus Remagen konterten die Kombinierten vom Nürburgring in der 73. Minute mustergültig: Anh Nguyen gewann den Ball im Mittelfeld und spielte einen perfekten Pass in die Gasse auf Pauly, der die Übersicht bewahrte und den besser postierten Knelke in Szene setzte. Dieser ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und brachte das Leder humorlos zum 3:0 im Tor unter. Nach diesem vorentscheidenden Treffer verlegte sich die SGH in der Folge auf das Verwalten des Spielstandes. Beinahe wäre den Gästen in der Schlussphase der Begegnung noch der Anschlusstreffer gelungen, doch ein Heber über den fehlerlos agierenden SGH-Schlussmann Thomas Schmitz hinweg flog denkbar knapp am rechten Pfosten vorbei. Daher blieb es bis zum Schlusspfiff des sehr souverän agierenden Unparteiischen beim 3:0 für den Gastgeber.
Fazit
Alles in allem ist der Heimerfolg der SG Hocheifel aufgrund einer deutlichen Überlegenheit in der zweiten Halbzeit als vollends verdient einzustufen. Während den Weiler- Schützlingen in der ersten Hälfte noch eine deutliche Unsicherheit anzumerken war, riefen sie im zweiten Durchgang häufiger ihre spielerischen Fähigkeiten ab. Der wichtigste Grund für den Erfolg lag jedoch ohne Zweifel in der Tatsache, dass es den Akteuren der SGH gelungen ist, über die volle Spieldauer die richtige Einstellung an den Tag zu legen und als Mannschaft geschlossen zu agieren. Damit zeigte das Team eine positive Reaktion auf die Ergebnisse der Vorwochen und hielt obendrein noch einen unter sich postierten Konkurrenten auf deutlicher Distanz. Im Spiel gegen den SV Remagen fehlten der SGH mit Kapitän Martin Hertel, Luca Dederichs und Moritz Hoffmann gleich mehrere unangefochtene Stammspieler. Dafür kehrte mit Christian Baur, der erstmals nach einem studiumsbedingten Auslandsaufenthalt wieder mitwirken konnte, eine wichtige Stütze in die SGH-Abwehr zurück.
Für die SGH spielten: T. Schmitz-Prämaßing, Schieler, Baur, S. Schmitz (C. Jüngling/88.)- Weiler, Nguyen- Kötting (N. Jüngling/81.), Pauly, Loftus-Knelke
Ausblick
Die SG Hocheifel bestreitet ihr nächstes Spiel am kommenden Sonntag, 8. April um 14.30 Uhr auf dem Rasenplatz in Oberzissen gegen den SV Oberzissen.
