Internationale Deutsche Supermoto Meisterschaft (IDM)
Adenauer Rennfahrer kämpft sich auf das Podest
Kevin Röttger konnte in der S2 in Oschersleben in beiden Rennen den 2. Platz erzielen
Oschersleben. Was für ein Wochenende für den Adenauer Kevin Röttger, der sich nervenstark und topfit in beiden Rennen der Nationalen Deutschen Meisterschaft der Supermoto IDM Podestplätze erkämpfen konnte und dafür mit einem Gaststart in der S1 belohnt wurde:
Oschersleben ist eine Rennstrecke mit schnellem Asphaltanteil und so konnte sich Kevin im Zeittraining direkt von 23 Startern P2 sichern. „Ich kam im ersten Rennen beim Start gut weg und konnte am Anfang auf dem Asphalt das Tempo des Ersten mitgehen, verlor aber dann doch im Offroad Zeit auf den S1-Fahrer des letzten Jahres“ freut sich der 24-Jährige. „Ich hatte den Nachfolgenden direkt im Nacken, hab dann richtig gepusht, bis ich mich circa drei Sekunden absetzen konnte, und bin dann auf Nummer sicher gegangen, um den 2. Platz ins Ziel zu fahren, meinen bisher größten Erfolg in dieser Saison.“
Bei dem einen Erfolg sollte es aber nicht bleiben, denn auch im zweiten Rennen kam er beim Start gut weg. Diesmal blieben ihm seine Konkurrenten aber im Nacken, da er in diesem Lauf nicht die optimalen Reifenwahl getroffen hatte. Und wieder einmal bewies der Supermoto-Rennfahrer Nervenstärke, denn trotz enormem Druck von hinten ließ er sich zu keinem Fehler hinreißen und wurde erneut mit dem Pokal für den Zweitplatzierten belohnt.
„Ich bin so glücklich“ strahlt Kevin über das ganze Gesicht. „Ich bin als Meisterschaftsachter nach Oschersleben gekommen und jetzt auf Platz 6 mit nur 5 Punkten Abstand zum Fünften, ich geb´ bei den noch verbleibenden zwei Veranstaltungen mit vier Läufen alles!“
Sollte der am Nürburgring beheimatete Rennfahrer tatsachlich als Meisterschaftsfünfter abschließen, wäre ein Aufstieg in die S1 Pflicht und widerspräche seinen Plänen, ein weiteres Jahr in der S2 Erfahrung zu sammeln. Aber bei einem echten Rennfahrer hört es wohl spätestens im Rennen mit der Taktik auf - Röttger kennt dann nur noch Vollgas.
Was diese Veranstaltung für ihn noch besonders machte, ist, dass zwei Podestplätze die Eintrittskarte für einen Gaststart in der S1 sind, sodass er am Sonntag drei Rennen zu bewältigen hatte. „Ja, als Gaststarter ging es für mich vom letzten Platz ins Rennen, ich fühlte keinen Druck und hatte einfach nur Spaß - und mit einer anderen Reifenmischung als im 2. Lauf konnte ich meine Stärke im Asphaltteil wieder voll ausspielen.“ Der Spaß war aber ebenfalls von Erfolg gekrönt, direkt zu Anfang konnte er ein paar Plätze gut machen und hing dann lange Zeit mit je einer halben Sekunde Abstand zwischen den Szalai-Brüdern fest. Nach einem tollen Überholmanöver konnte er in der Supermoto IDM S1 den 11. Platz einfahren - ein guter Einstand.
Die beiden Podestplätze waren die Eintrittskarte für einen Gaststart in der S1.
