Fußball-Bezirksliga Ost – Saison 2018/19
Ahrbach sorgt für Überraschung
Hundsangen punktet gegen Emmerichenhain – Montabaur siegt in Lautzert
Montabaur. Erfolgserlebnisse für drei der vier Bezirksligateams aus der Verbandsgemeinde Montabaur: Nur der Aufsteiger aus Steinefrenz bleibt weiterhin in der Liga ohne einen einzigen Pluspunkt. Dagegen feierten die SG Ahrbach (1:0 gegen den VfB Wissen) und der TuS Montabaur (3:2 bei der SpVgg Lautzert-Oberdrei) zwei knappe Siege. Und auch Hundsangen konnte überraschen und holte gegen die SG Emmerichenhain beim 0:0 einen wertvollen Zähler.
SG Hundsangen/Obererbach – SG Emmerichenhain 0:0
Zumindest Thomas Arzbach, Trainer der SG Hundsangen/Obererbach, war nach der Nullnummer gegen die SG Emmerichenhain zufrieden. „Wir haben uns heute hier für unseren Einsatz mit einem Punkt belohnt. Immerhin gehört ja die SGE zu den Mitfavoriten auf die Meisterschaft“, konnte der Coach der Gastgeber dem 0:0 etwas Positives abgewinnen. Vom Spiel selbst her erscheint der Punktgewinn glücklich. Die Gäste aus dem Hohen Westerwald bestimmten während der gesamten Partie das Geschehen. „Bei gefühlten rund 80 Prozent Ballbesitz haben wir heute hier zwei Punkte verloren“, ärgerte sich Nihad Mujakic nach dem Spiel. Und dachte hier wohl nochmals an die hundertprozentigen Gelegenheiten, die Dennis Besirovic und Alexander Haller vergeben hatten.
Hundsangen hatte dagegen nur zwei Halbchancen vorzuweisen, die aber Luca Heinz und Lukas Tuchscherer nicht nutzen konnten. So blieb es am Ende bei einer Nullnummer, die aber nur eine Seite zufriedenstellte. Unter anderem auch, weil die Gastgeber erstmals auf eigenem Platz gegen die Gäste punkten konnten.
SG Hundsangen/Obererbach: Kraft, Meuer, Weimer, Hannappel, Pineker (83. Noll), Brühl, F. Steinebach, Faulhaber, Tuchscherer, Heinz (90. Höhn), Kegel (69. Hürter).
TuS Burgschwalbach – SpVgg Steinefrenz-Weroth 1:0 (1:0)
Wer dachte, dass der Pokalerfolg der SpVgg Steinefrenz-Weroth neue Kräfte freisetzen könnte, wurde in Burgschwalbach schnell eines Besseren belehrt. In einer schwachen Partie siegten am Ende die Hausherren knapp mit 1:0. Viel mehr Positives gibt es über diese Partie aber nicht zu melden.
Schlagworte wie Not gegen Elend treffen es noch am besten, wobei die Not zumindest einen Treffer erzielen konnte. Ob jetzt der Torschütze Sandro Fuchs (24.) hier im Abseits stand oder nicht, wird immer ein Geheimnis bleiben. Denn einen Videoschiedsrichter gibt es in der Bezirksliga Gott sei Dank noch nicht.
So harrten die 150 Zuschauer aus verschiedenen Gründen aus. Die Gastgeber hofften auf eine Besserung der Partie, die Gäste auf den Ausgleich. Und das auch, nachdem Tobias Brand (62.) die Ampelkarte sah und somit auch in der kommenden Partie nicht zur Verfügung stehen wird. Beide Seiten wurden unter dem Strich enttäuscht, sodass am Ende eben nur die drei Punkte auf der Plusseite des TuS Burgschwalbach für ein Lächeln bei Trainer Torsten Baier sorgten: „Mund abwischen und weitermachen“, gab er als kurzes Statement.
SpVgg Steinefrenz-Weroth: Weimer, Gloning, Brand, Rick (76. L. Hannappel), Schuh, Hosel, Simon (71. Pörtner), Bruch, Bendel (53. Eidt), Görg, Diensberg.
SpVgg Lautzert-Oberdreis – TuS Montabaur 2:3 (1:1)
Den ersten Punkt hatte die SpVgg Lautzert bereits Mitte August beim Auftaktspiel gegen die SG Betzdorf eingefahren. Am Sonntag folgten nun auch die beiden ersten Tore. Allerdings reichten die beiden Treffer gegen den TuS Montabaur nicht, um einen weiteren Punkt einfahren zu können. Denn die Gäste schossen drei Treffer und verhinderten somit das Erfolgserlebnis für die Gastgeber.
Die hatten zumindest nach einer knappen Viertelstunde richtig Grund zur Freude. Rene Benthaus gelang der erste Bezirksligatreffer der Vereinsgeschichte. Er nutzte hier einen Leichtsinnsfehler von Takayuki Omi . Doch die Freude dauerte gerade einmal eine Viertelstunde. Dann hatte Maximilian Acquah ausgeglichen.
In der Folgezeit dominierten die Gäste. Aber es dauerte bis zur 63. Minute, ehe der TuS nachlegen konnte. Gabriel Jost verwandelte einen Freistoß punktgenau ins lange Eck und brachte somit seine Mannschaft auf die Siegerstraße. Als dann Tobias Schnabel vier Minuten später auf 3:1 erhöhte, war die Partie entschieden. Daran änderte auch der Treffer von Matthias Keller, der in der Schlussminute nochmals auf 2:3 verkürzen konnte, nichts mehr.
TuS Montabaur: Kloft – Meuer, Omi, Schulz, Schnabel, Acquah (77. Stera), Scumaci, Obrebski (58. Jost), Rexhepi, Kim, Sögünmez (70. Marquardt).
SG Ahrbach – VfB Wissen 1:0 (1:0)
Es war mit Sicherheit keine Galavorstellung, was die SG Ahrbach in den neunzig Minuten gegen den VfB Wissen geboten hat. Aber es waren drei wichtige Punkte, die sich das Team hart erarbeitete. Daher konnte sich auch Trainer Olbricht richtig über diesen überraschenden Erfolg freuen. „Die Defensivabteilung war heute der entscheidende Punkt in meiner Mannschaft. Die agierte nahezu fehlerlos und ließ den VfB nicht zur Entfaltung kommen.“
Für seinen Kollegen lag die Ursache des Sieges bei seiner Mannschaft. „Mein Team hat nicht die richtige Einstellung ins Spiel gefunden.“ Den rund 120 Zuschauern war es am Ende egal, zumindest denen, die es mit den Gastgebern hielten. Denn die freuten sich nicht nur über die Null hinten, sondern auch über den Treffer von Niklas Wörsdörfer unmittelbar vor der Pause. Am Ende siegten die Gastgeber und freuten sich nicht nur über den Erfolg gegen einen Titelfavoriten, sondern auch über Platz drei in der Tabelle.
SG Ahrbach: Weimer, Quirmbach, D. Laux, Trumm, Lemmerz, Schaaf, Linz, T. Kuhn (88. F. Kuhn), C. Laux, Rausch (93. Pörtner), Wörsdörfer (59. Bruch). TH
