Lokalsport | 16.02.2017

Bronze bei Südwest-Meisterschaft für Urmitzer Judoka

Alexandra Stube löst Ticket zur Deutschen Meisterschaft

Alexandra Stube mit Trainer Uwe Schlaus. SV Urmitz

Urmitz. Bei der diesjährigen Südwest-Einzelmeisterschaft der Judokas unter 21 Jahren im pfälzischen Weilerbach erkämpfte sich Alexandra Stube vom SV Urmitz die Bronze-Medaille in der Klasse bis 78 kg und qualifizierte sich damit für die nationalen Titelkämpfe. Ihre Vereinskollegin Annika Chandoni verpasste mit Platz 5 das Ticket nur knapp, ebenso wie am Vortag Tamara Strempel bei der U18.

Als Vizemeisterin des Landesverbandes Rheinland fuhr Alexandra Stube zu den Südwestdeutschen Titelkämpfen nach Weilerbach bei Kaiserslautern. Die Zielsetzung war klar: Nachdem sie im Vorjahr den siebten Platz bei der Deutschen Meisterschaft verbuchen konnte, wollte sie auch in diesem Jahr mit dabei sein. Dazu musste eine Medaille bei der Südwest her. In ihrer Vorrundengruppe der Kategorie bis 78 kg lief es auf einen Entscheidungskampf mit Annemarie Lang aus Ludwigshafen hinaus. Gegen die amtierende Pfalzmeisterin hatte Alexandra die letzten Kämpfe verloren. Doch dieses Mal lief es anders: Mit zunehmender Kampfzeit gewann die Urmitzerin immer mehr die Oberhand und setzte ihre Gegnerin unter Druck und punktete mit einer Innensichel. Lang fand kein Mittel und wurde letztendlich wegen Passivität mehrfach bestraft. Im Halbfinale unterlag Alexandra dann ihrer Dauerrivalin und späterer Südwest-Meisterin Illeana Böttcher (Bad Ems) klar. Aber mit der Bronze-Medaille hatte sie auch die Fahrkarte zur Deutschen Meisterschaft in der Tasche, die Mitte März in Frankfurt/Oder ausgetragen wird.

Annika Chandoni hatte mit Leonie Hund (Landau) und Marina Youssef (Wiesbaden) zwei „schwere Brocken“ in ihrer Vorrundengruppe. Damit war ihr großes Ziel, endlich einmal die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft zu schaffen, schon bei der Auslosung in weite Ferne gerückt. Gegen Youssef verlor sie ihre beiden letzten Kämpfe klar und Hund war noch stärker einzuschätzen. Gegen Youssef zeigte Annika eine sehr ansprechende Leistung. Je länger der Kampf dauerte, desto mehr attackierte sie. Optisch konnte sie sich Vorteile erkämpfen, bis sie in der letzten Minute des Kampfes durch eine Hebeltechnik geschlagen geben musste. Auch gegen Hund kämpfte sie auf Augenhöhe. Aber letztendlich setzte sich die erfahrene Kämpferin mit einer schönen Fußtechnik entscheidend durch. Annika konnte zwar mit der gezeigten Leistung durchaus zufrieden sein.

Francesca Bräse, die ebenfalls für die Südwest-Meisterschaft qualifiziert war, musste krankheitsbedingt passen.

Am Vortag startete Tamara Strempel bei der Südwest-EM der Frauen unter 18 Jahren. Hier gehört sie noch zu den jüngsten Teilnehmerinnen. Im ersten Kampf gegen Tatjana Kanunikov (Haßloch) wirkte sie übermotiviert. Aber trotz Krankheit und Trainingsrückstand machte sie einen physisch starken Eindruck. Ein verbotenes Abtauchen („Diving“) nach einem starken Block von Tamara brachte der Pfälzerin die Disqualifikation und Tamara in Reichweite der Medaillen. Gegen die spätere Vizemeisterin Sabrina Borelli (Wiesbaden) konnte sie lange den starken Linksgriff vermeiden und hielt so den Kampf lange offen. Mit Fußtechniken brachte sie ihre Gegnerin immer wieder ins Straucheln. Aber mit zunehmender Kampfdauer verließen Tamara die Kräfte, sodass sie dann doch mit der links angesetzten Hüfttechnik entscheidend geworfen wurde. Gegen Nathalie List (Homburg) hatte Tamara keine Kraft mehr und musste sich schnell geschlagen geben. Damit verpasste sie die Endrunde und wurde Fünfte.

Alexandra Stube mit Trainer Uwe Schlaus. Foto: SV Urmitz

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