Conlog Baskets Koblenz
Andre Marhold trifft mit der Schluss-Sirene
Koblenz. Fünf Tage nach dem Trainerwechsel bei den Conlog Baskets musste das Team aus Koblenz mit ihrem neuen Trainer Josip Bosnjak beim Farmteam der Licher Bären antreten. Die Baskets wollten die beiden knappen Niederlagen gegen Fellbach und Langen aus dem Kopf bekommen und die Punkte aus dem hessischen Lich entführen. Der Aufsteiger aus der 2. Regionalliga startete mit der gleichen Bilanz in die Saison wie die Baskets und konnte dabei am dritten Spieltag einen Sieg in Heidelberg feiern.
Im ersten Viertel führten die Gäste zwischenzeitlich mit 14:10. Lich ließ sich dadurch nicht verunsichern und antwortete immer wieder durch den ehemaligen deutschen Nationalspieler Johannes Lischka, der mit 23 Punkten und zehn Rebounds seine Extraklasse einmal mehr unterstrich. Mit 20:18 gewannen die Baskets schließlich das erste Viertel. Jedem Zuschauer in der Halle war bereits zu dem Zeitpunkt klar, dass dieses Spiel wohl lange spannend bleibt. Im zweiten Viertel drehte Lich das Spiel und ging mit einer 35:32-Führung in die Pause.
Verwandelter Korbleger
Die zweite Halbzeit eröffnete Conlog-Spieler Andre Marhold mit einem verwandelten Korbleger, dem Lich jedoch einen 6:0-Run folgen ließ, der den Gastgebern eine 41:34-Führung bescherte. Das Team aus Koblenz glaubte an seine Stärken, kämpfte sich vor allem durch eine gute Verteidigungsleistung wieder zurück in die Partie und ging durch einen 11:0-Lauf in den letzten drei Minuten des dritten Viertels wieder in Führung (45:41). In dieser Phase verdiente sich Milos Drca, der den bis dahin überragenden Lischka hervorragend verteidigte und die Vorgaben Bosnjaks sehr gut umsetzte, ein Extralob des Koblenzer Trainers.
Im letzten Viertel des Spiels lieferten sich beide Teams einen Schlagabtausch, der einige Führungswechsel zur Folge hatte. Eine Minute vor Schluss führten die Koblenzer mit einem Punkt. Lischka bekam fünf Sekunden vor dem Ende nach einem Foul zwei Freiwürfe zugesprochen, von denen er jedoch nur den ersten verwandeln konnte. Marhold schnappte sich den Rebound und wurde dabei gefoult. So hatten die Baskets die Möglichkeit, ihre letzte Auszeit zu nehmen und somit im Vorfeld den Einwurf bei noch 2,5 Sekunden Restspielzeit ausführen zu dürfen.
Genau einstudiert
Exakt diese Situation war im Vorabend-Training einstudiert worden. Bosnjak schwor seine Mannschaft nochmals ein und skizzierte einen detailgenauen Ablauf der einzelnen Laufwege und Blocks, die in diesem Angriff greifen mussten. Marhold wurde an der Zonengrenze mit dem Rücken zum Korb freigespielt, spielte seine Athletik aus und schloss mit der Schluss-Sirene ab. Der Ball flog, touchierte die Vorderkante des Rings, sprang nach oben ab und fiel durch das Netz. Das Spiel war aus, die Baskets hatten in einem hochdramatischen Match gesiegt.
Für die Baskets spielten: Adenekan (4), Ahmad, Anzulovic (10), Drca (3), Francis (21), Marhold (13), Novas Mateo (4), Pesut (6), Rodriguez und Sayers (8). Am Samstag empfangen die Conlog Baskets Koblenz um 19.30 Uhr in der Sporthalle auf der Karthause mit der SG Dürkheim/Speyer eins von nur zwei Teams, das in dieser Saison bislang jedes Spiel gewinnen konnte.
