TTC Mülheim/Urmitz-Bahnhof
Annika Feltens trumpft bei DM-Debüt groß auf
Defensivstrategin des TTC unter den besten 32 deutschen Damen
Mülheim/Urmitz. Was für ein Wahnsinnstag für Annika Feltens, was für ein Traumdebüt bei den 84. Deutschen Meisterschaften in Bielefeld: Die Abwehrspielerin des Regionalligisten TTC Mülheim/Urmitz-Bahnhof hat völlig überraschend die Qualifikationsgruppe für das Damen-Hauptfeld als Erste abgeschlossen und dabei drei fulminante Siege erzielt. Und das bei ihrer ersten nationalen Meisterschaft. „Vor dem Turnier dachte ich, dass ich vielleicht ein Spiel gewinne, und wollte einfach nur Spaß haben“, ging die 22-Jährige ihr DM-Debüt locker an. Zumal Feltens gegen keine ihrer drei Gruppengegnerinnen bislang gespielt hatte. Letzteres sollte ein Vorteil werden, denn sowohl Vivien Scholz (Schleswig-Holstein), Lili Eise (Baden-Württemberg) als auch Anna Heeg (Hessen) hatten erhebliche Probleme mit dem gewieften Defensivspiel der besten TTVR-Frau. Der 3:0-Auftaktsieg gegen die Gruppenfavoritin Scholz sollte die Initialzündung für den Sturm ins Hauptfeld sein. Gegen Lili Eise machte Annika Feltens einen 0:2-Satzrückstand wett, dann folgte der 3:1-Sieg im letzten Gruppenspiel. Am Samstagmittag spielte Annika Feltens dann in der Runde der besten 32 gegen Alena Lemmer vom Bundesligisten TuSEM Essen. An Position vier des Teams aus dem Ruhrgebiet erzielte Lemmer eine 9:9-Bilanz in Liga eins, sodass die Messlatte für Feltens ungemein hoch lag. Dies war im Spiel dann auch deutlich zu merken. Am Ende hieß es 4:0 Lemmer. Doch es war nur noch ein einziges Schaulaufen. Denn den größten Erfolg ihrer jungen Karriere hat die 22-Jährige mit dem Einzug in die Hauptrunde bereits geschafft.
