Lokalsport | 24.09.2019

Oldies der Ü-60 Ahr

Auf Bergtour in Berchtesgaden

(v.li.) Bernd Jüsgen (69), Botter (71), Dietmar Kautzenbach (70) und Josef Menzen (69): Durchschnittsalter 70 Jahre. Foto: privat

Berchtesgaden. Nach einer einjährigen Pause wollten die Bergwanderer der Ü-60 Ahr in der letzten Augustwoche noch einmal hoch hinaus.

Erklärter Höhepunkt sollte der Watzmann sein, immerhin zweithöchster Berg Deutschlands. Zunächst führte die Eingehtour vom Ortsteil Schönau zum Königssee und zurück. Am nächsten Tag wurden mit einer gemütlichen Wanderung von Ramsau zum Hintersee die ersten Höhenmeter in Angriff genommen. Der sogenannte Ramsauer Malerweg entlang der Ramsauer Ache bietet nicht nur eine imposante Flusslandschaft, er führt auch zu den Entstehungsorten von Werken vieler bekannter Maler zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Am Ende des Tages blieb noch Zeit für einen Besuch des bekannten Berchtesgadener Salzbergwerks.

Der zweite Tag sollte es dann in sich haben. Ab Marktschellenberg führte der erste Teil der Wanderung in etwa vier Stunden zur Toni Lenz-Hütte. Nach der verdienten Stärkung ging es weiter, vorbei an einer zu besichtigenden Eishöhle, zum Salzburger Hochthron (1.852m). Unzählige leiterartige Stufen führten dabei teils am Fels entlang und durch den Berg. Nach einem sich lang erstreckenden Latschenkieferbereich mit viel Auf und Ab zeigte sich der Steig zum Gipfel des Geierecks (1.805m), bevor endlich die auf österreichischer Seite gelegene Untersbergbahn ins Blickfeld kam.

Allen fiel ein Stein vom Herzen, als nach rund 1.400 Höhenmetern und gut acht Stunden Wanderung die letzte Talfahrt gerade noch erreicht werden konnte.

Obwohl der berühmte dritte Tag eigentlich ruhiger gestaltet werden sollte, beschloss die Gruppe, nach einer erholsamen Wanderung entlang der Königsseer Ache ab der Dokumentationsstation Obersalzberg den Fußweg zum Kehlsteinhaus zu nehmen. Bei schwül-warmen Wetter erwartete die Gruppe nach der Bergankunft eine weniger erfreuliche Überraschung, da sie sich im Pulk von zahlreichen Touristen und langen Warteschlangen wiederfand. Ziel der nächsten Wanderung war dann - bei wesentlich weniger Tourismus - die Kallbrunnalm mit der Kallbrunn-Käserei. Auch wenn nur rund 600 Höhenmeter zu bewältigen waren, zog sich der Weg schier endlos. Nach mehreren Stunden endlich angekommen, konnten die in der Käserei vor Ort erzeugten Käsesorten genossen werden.

Das angestrebte I-Tüpfelchen der Wanderwoche war dann die Wanderung zum Watzmannhaus.

Da vorsorglich eine Übernachtung eingeplant war, konnten die mehr als 1.200 Höhenmeter bei schönstem Wetter in aller Gemütlichkeit bewältigt werden. Tolle Aussichten auf die umliegenden Berge und Täler sowie auf das Watzmannmassiv in verschiedenen Facetten belohnten die Mühen des Aufstiegs. Ein besonderes Naturschauspiel bot das Wetter am Abend, als bei einem mehr als eine Stunde dauernden Gewitter die Berge immer wieder durch grelles Blitzlicht erhellt wurden. Der Abstieg am nächsten Tag erfolgte wieder in herrlichem Sonnenschein.

Insgesamt konnte eine schöne Bergwanderwoche bilanziert werden, die mit mehr als 4.000 Höhenmetern in fünf Tagen und über 70 Streckenkilometern von den ungeübten Flachländern viel Kraft und Energie forderte.

(v.li.) Bernd Jüsgen (69), Botter (71), Dietmar Kautzenbach (70) und Josef Menzen (69): Durchschnittsalter 70 Jahre. Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Bertram: Das ist mittlerweile der 4. Bus der von dieser Marke vollkommen ausbrennt. Des Weiteren berichte die Rhein Zeitung darüber, dass der VREM 37. Busse der ersten Generation vorsichtshalber außer betrieb...
  • Fabian F: Nichts Neues gefühlt ein Bus pro Woche
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
Titelanzeige
Wohnträume
Anzeige KW 15
Stellenausschreibung Hausmeister/in
Aushilfskraft (w/m/d)
Anzeige Beratertage Schlafexperte
10 Jahre Bella Vita Frauenfitness
Empfohlene Artikel
Die ADAC RAVENOL 24h Nürburgring erfahren in diesem Jahr einen spektakulären Andrang.Foto: Gruppe C Photography
49

Nürburgring. Die ADAC RAVENOL 24h Nürburgring erfahren in diesem Jahr einen spektakulären Andrang. Nicht nur Fans aus der ganzen Welt wollen bei dem legendären Langstreckenrennen vor Ort sein, sondern auch immer mehr internationale Teams. Die hohe Nachfrage sorgt auch für eine große Herstellervielfalt: Mit Aston Martin, Audi, BMW, Ferrari, Ford, Lamborghini, McLaren, Mercedes-AMG und Porsche werden voraussichtlich neun verschiedene Marken alleine in der Top-Klasse SP9 vertreten sein.

Weiterlesen

Die Turnerinnen des TV Rheinbrohl waren bei den Wettkämpfen sehr erfolgreich.  Foto: privat
39

Rheinbrohl. In den letzten Wochen war der TV Rheinbrohl gleich zweimal Gastgeber großer Turnveranstaltungen. Am 1. März fand in der Rheinbrohler Turnhalle die Kreismeisterschaft statt, bei der rund 75 Turnerinnen aus vier Vereinen ihr Können zeigten. Der TV Rheinbrohl ging mit 17 Turnerinnen an den Start. 10 von ihnen konnten sich mit starken Leistungen für die nächste Wettkampfebene qualifizieren.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild. Foto: pixabay.com
8

Eine unglaublich brutale Tat ereignete sich gestern an der Mosel:

12.04.: Mosel: Unbekannte enthaupten Schwan und stehlen Eier

Region. Am Morgen des 12.04.2026 wurde am Moselufer in Andel ein getöteter Schwan von Anwohnern aufgefunden. Nach derzeitigem Erkenntnisstand wurde dem Tier durch eine bislang unbekannte Person das Brustfleisch entnommen und der Kopf abgetrennt. Zudem wurden aus dem Nest eines brütenden Schwanenpaares sechs Eier entwendet.

Weiterlesen

Image Anzeige
Image Anzeige
Imageanzeige - Dauerauftrag
Titelanzeige KW 15
Wohnträume
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
SO 2 - Wohnträume Sonderseiten, beim Artikel Gartenmarkt/Stadt Neuwied
Wohnträume - Wohnen & Garten im Blick
Wohnträume
Wohnträume
Wohnträume - Wohnen und Garten im Blick
SO 2 - Wohnträume Sonderseiten -bitte beim Text vom Gartenmarkt
Sachbearbeiter (m/w/d)
Blütenfest
Blütenfest in Meckenheim
Leiter/in (w/m/d)