Lokalsport | 18.11.2014

VfL Rheinbach - Fußball-Bezirksliga

Ausgleich in letzter Sekunde

SC Uckerath - VfL Rheinbach 2:2 / Heimspiel gegen Fortuna Bonn am 30. November

Hart erkämpftes Unentschieden: Die wechselgebadeten Zuschauer sahen in Uckerath zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten. privat

Uckerath/Rheinbach. Bekanntlicherweise haben sogenannte Fußballweisheiten immer einen wahren Kern. Hätte sich das Team des VfL Rheinbach am 14. Spieltag der Fußball-Bezirksliga in der Begegnung gegen den SC Uckerath darauf besonnen, dass das Spiel mit dem Anpfiff durch den Schiedsrichter beginnt, wäre das Ergebnis vielleicht anders ausgefallen. Man befand sich aber bei Spielbeginn anscheinend komplett noch im Tiefschlaf. Die Fahnen der Fans waren noch nicht ausgerollt, da rissen die gegnerischen Spieler schon zum ersten Mal die Arme in die Höhe. Ein Uckerather Spieler konnte fast ungehindert in Richtung des Rheinbacher Tores laufen und ungehindert flanken, sodass ein mitgelaufener Mitspieler nur noch den Fuß hinhalten musste und es 1:0 für Uckerath stand (2.). Doch damit nicht genug, wenig später brachte Rheinbach den Ball nicht vom eigenen Tor weg, im Strafraumgetümmel wurde ein Elfmeter verursacht, den Uckerath zum 2:0 verwandelte (18.). So schien das Spiel schon entschieden zu sein, bevor es eigentlich richtig begonnen hatte. Die Restspielzeit der ersten Halbzeit war dann dadurch geprägt, dass die Rheinbacher Elf darum bemüht war, Ordnung in ihr Spiel zu bringen, der Gegner aber mit der klaren Führung im Rücken gelassen reagieren konnte.

In der Halbzeitpause hatte Trainer Mehl wohl den richtigen Weckruf vorgebracht, um die leblose Vorstellung der ersten Hälfte zu korrigieren. David Fischer-Neubauer kam im Mittelfeld für Lars Wessel, Timo Schulten rückte in die Stürmerposition, Ralf Neumann räumte seinen Platz für Mitch Hense. Diese Umstellungen brachten mehr Effektivität in das Rheinbacher Spiel, das Blatt wendete sich. Neun Minuten nach Wiederanpfiff köpfte Robert Zimnol nach Flanke von Timo Schulten den Anschlusstreffer zum 1:2. Danach riss Rheinbach das Spiel immer mehr an sich, Uckerath konnte nicht mehr an die Leistung der ersten Halbzeit anknüpfen. Mitte der zweiten Hälfte hatte der Gegner Glück, dass ein Handspiel im Strafraum nicht gepfiffen wurde. Das Rheinbacher Trainergespann wechselte erneut, nahm Philipp Klemp aus der Innenverteidigung heraus und brachte mit Andrè Eckweiler einen zusätzlichen Stürmer. In der 89. Minute entschied der Schiedsrichter auf Freistoß für Rheinbach knapp hinter der Mittellinie. Christian Schroden brachte den Ball in Richtung Tor, dieser sprang kurz vor der Linie auf und dann ins Tor, ohne noch von einem Spieler berührt worden zu sein. Damit war die gegnerische Führung egalisiert, es stand 2:2. Fast hätte Rheinbach sogar noch den Siegtreffer erzielt, Timo Schulten traf in der Nachspielzeit nur die Querlatte.

Fazit: Die Zuschauer erlebten ein echtes Spitzenspiel mit völlig unterschiedlichen Halbzeiten. „Wir waren anfangs viel zu passiv“, ärgerte sich VfL-Trainer Alex Mehl über die frühen Gegentreffer. Das Team wachte aber doch noch rechtzeitig auf, um wenigstens einen Punkt mitzunehmen. Damit musste man aufgrund des Spielverlaufs auch zufrieden sein, obwohl man gerne mehr erreicht hätte. Der Punkteabstand zu Uckerath konnte zumindest gehalten werden.

Es spielten: Reichling, C. Schroden, Henseler, P. Klemp ( 75. Eckweiler) , M. Klemp, Schreiner, Wessel (46. Neubauer-Fischer), F. Schroden, Schulten, Zimnol, Neumann (46. Hense).

Vorschau: Am letzten Spieltag der Vorrunde trifft der VfL Rheinbach zuhause auf Fortuna Bonn. Spielbeginn am 30. November ist um 14.30 Uhr im Rheinbacher Freizeitpark-Stadion. Um die Distanz zur Tabellenspitze nicht größer werden zu lassen, dürfte alles andere als ein Rheinbacher Sieg gegen einen verunsichert erscheinenden Gegner als Enttäuschung zu werten sein.

Hart erkämpftes Unentschieden: Die wechselgebadeten Zuschauer sahen in Uckerath zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten. Foto: privat

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