Lokalsport | 18.12.2017

SSV Heimbach-Weis führt vereinseigene Physiotherapie ein

Außergewöhnliche Maßnahme in der Nachwuchsarbeit

Heimbach-Weis. Vielfach gelobt und in der vorzeigefähigen Entwicklung weit über die Kreisgrenzen anerkannt, jedoch stets bestrebt immer besser zu werden.

Auch so könnte man treffend die nächste jetzt umgesetzte Entwicklungsstufe der SSV-Nachwuchsarbeit bezeichnen. Seit Anfang November wurde beim SSV auch für die jüngsten Kleeblätter die Möglichkeit der regelmäßigen physiotherapeutischen Behandlung eingeführt.

Warum und Wieso?

Auch im Kinder- und Jugendfußball ist es klar, dass sowohl die persönliche Entwicklung des Einzelnen, als auch der kompletten Mannschaften durch Verletzungen extrem gebremst werden kann. Dabei ist natürlich logisch, dass Verletzungen zum Sport gehören und erst recht in einer Kontaktsportart wie Fußball nicht immer zu verhindern sind. Sehr entscheidend ist dann aber der kompetente Umgang mit einer Verletzung.

Wie ist die Erstbehandlung? Wer stellt die Diagnose? Wie lange wird pausiert? Was macht der „Patient“ selber, um wieder gesund zu werden? Wie fleißig ist er diesbezüglich?

Leider ist das Gesundheitssystem dem Leistungssport nicht besonders zugeneigt. Die Erfahrung zeigt, dass es in aller Regel schwierig ist, gute Sportmediziner und Physiotherapeuten zu finden und kurzfristige Termine zu bekommen.

Die Verbesserungsmaßnahme durch den Verein

Um hier zu verbessern ist der SSV aktiv geworden und es ist gelungen, mit Stefan Pickert einen renommierten und hoch qualifizierten Physiotherapeuten zu finden, der nun seit Beginn November mindestens einmal wöchentlich für die Jugendspieler zur Verfügung steht. Vordergründig geht es hierbei darum, die leistungsorientierten Spieler gesundheitlich zu unterstützen. Stefan Pickert ist hauptamtlich in der Reha Rhein-Wied in Neuwied beschäftigt und dort unter anderem damit betraut, auch die Ausbildung anderer Physiotherapeuten durchzuführen.

Zielgruppe und Hintergrund

Das Angebot im Verein richtet sich an den Altersbereich D- bis A-Junioren - jüngere Spieler sind in aller Regel nicht so verletzungsanfällig und auch noch nicht Teil des sogenannten Leistungsbereiches im Jugendfußball.

Bei der SSV-Physiotherapie geht es in erster Linie darum, zeitnah eine vernünftige Diagnose und eine gute Erstbehandlung zu bekommen, welche wesentlich für die Beschleunigung der körperlichen Wiederherstellung ist. Ganz klar und ausdrücklich nicht gewollt ist es, dass verletzte Kinder auf diese Art und Weise „spielfähig“ gemacht werden.

Umsetzung nur möglich durch Vorwärts, Kleeblatt!

Der SSV unternimmt nun stark unterstützt durch den Jugendförderverein Vorwärts, Kleeblatt! in diesem Zusammenhang einen enormen Aufwand für diese Maßnahme, die sicher im Fußballverband Rheinland ihres Gleichen sucht.

Es ist an dieser Stelle wichtig, auch noch einmal die unabdingbare Unterstützung durch die Mitglieder und Unterstützer des Fördervereins explizit zu verdeutlichen.

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