Fußball-Bezirksliga Ost: VfB Linz – SG Ahrbach/Heiligenroth/Girod 3:1 (2:1)
Beim VfB Linz scheint der Erfolgsknoten geplatzt zu sein
Linz. Beim VfB Linz scheint in der Fußball-Bezirksliga Ost der Erfolgsknoten geplatzt zu sein. Diese traurige Erfahrung musste die SG Ahrbach/HeiligenrothGirod machen, die gegen die Schuster-Elf eine 1:3 (1:2)-Niederlage erlitt. Nach dem holprigen Saisonstart sind die Kaiserberger seit sechs Spielen ungeschlagen und haben sich in das dichte Verfolgerfeld von Tabellenführer SG Westerburg eingereiht. Fußball-Feinkost wurde den 150 Zuschauern über die gesamten 90 Minuten nicht geboten, allerdings beeindruckte der Einsatz und Willensstärke der Platzherren. Beide Teams begegneten sich in der Anfangsphase auf Augenhöhe und mit Bedacht. Die frühe 1:0-Führung der Gäste fiel aus heiterem Himmel. Der 18-Distanzschuss aus halbrechter Position des Ahrbacher Mert Korkmaz (7.) schien nicht unhaltbar zu sein, ließ den VfB-Keeper Jan Lück nicht glücklich aussehen. Der Torjubel der Gäste war noch nicht verklungen, da erfolgte prompt die Antwort der Platzherren, die durch Florian Mamuti (8.) den 1:1-Ausgleich markierten. „Bei uns haben einige noch die Führung gefeiert, da lag der Ball plötzlich in unserem Tor“, schimpfte SG-Coach Zvonko Juranovic. „Das darf einfach nicht passieren.“ In der Folgezeit operierten beide Teams offensiv, wobei die Linzer die größeren Spielanteile besaßen. Pech hatten die Westerwälder in der 15. Minute, als der Kopfball von Emre Sayan nur knapp das VfB-Gehäuse verfehlte. Auf der anderen Seite machte es der VfB-Angreifer Fabio Schopp besser und schaffte in der 33. Minute die 2:1-Führung. Kurz vor dem Halbzeitpfiff zeichnete sich der Gästetorhüter Florian Weimer aus, als er einen 16-Meter-Distanz von Mamuti mit einer Glanzparade abwehrte und seine Mannschaft im Spiel hielt. Nach dem Seitenwechsel erlebten die Zuschauer eine immer mehr dominierende Kaiserberg-Elf, die allerdings im spielerischen Bereich Schwächen zeigte. „Nach der Pause sind wir wesentlich besser in die Zweikämpfe gekommen“, analysierte VfB-Trainer Thomas Schuster und ergänzte: „Es lief aber nicht alles rund. Spielerisch haben wir immer noch Luft nach oben.“ In der 54. Minute wäre seiner Mannschaft fast die Vorentscheidung gelungen, aber der Kopfball von Manuel Rott landete am Querbalken. In der Folgezeit lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch, dem es aber an nennenswerten Großchancen mangelte. „Mit etwas mehr Durchschlagskraft nach vorne wäre heute mehr drin gewesen“, bedauerte Juranovic, der in der Schlussphase den dritten Treffer der Schuster-Elf registrieren musste. Es war wieder der agile Mamuti (80.), der nach einem schönen Solo den SG-Keeper Weimer umspielte und den Ball zum 3:1-Endstand einnetzte. „Das war enorm wichtig. Auch in Hinblick auf die kommenden Aufgaben“, bilanzierte ein gut gelaunter Schuster nach dem Abpfiff. Sein Ahrbacher Trainerkollege Juranovic trauerte einem möglichen Punktgewinn nach: „Ein 2:2 wäre bei diesen Spielverlauf gerecht gewesen.“
VfB Linz: Lück, Dillmann, Becker, Tolaj, Manuel Rott, Krupp, Nürnberg (89. Warmsbach), Tücke (73. Vucic), Schlebach, Schopp (63. Anhäuser), Malmuti (83. Moritz Rott).
SG Ahrbach/Heiligenroth/Girod: Weimer, Laux, Schmidt, Kuhn (46. Sturm), Korkmaz, Kap, Schmitz (46. Alberto), Trumm, Görg, Bischoff (83. Ambrus), Sayan (75. Akgün).
Schiedsrichter: Yannis Bernhard (Ettringen).
Zuschauer: 150.
Torfolge: 0:1 Mert Korkmaz (7.), 1:1 Florian Mamuti (8.), 2:1 Fabio Schopp (33.), 3:1 Mamuti (80.).
Vorschau: Gleich zwei Mal innerhalb von fünf Tagen empfängt der VfB Linz die SG Neitersen/Altenkirchen. Während es am Freitagabend um 20 Uhr für Punkte in der Bezirksliga geht, treffen die beiden Teams am darauffolgenden Dienstag (20 Uhr) im Fußball-Rheinlandpokal erneut aufeinander
Die Linzer sehen mit SG-Trainer Behar Prenku einen alten Bekannten wieder, der auf dem Kaiserberg bereits die Geschicke der VfB-Elf als Coach lenkte. Für den Rheinlandligaabsteiger läuft die bisherige Saison eher durchwachsen. Lediglich zehn Punkte auf der Habenseite und der zehnte Tabellenrang entsprechen mit Sicherheit nicht den Erwartungen vor Beginn der Spielrunde. Auswärts treten die Prenku-Schützlinge allerdings sehr couragiert auf und haben bereits zwei Siege eingefahren. Einen kleinen Vorteil besitzt Prenku, der viele seiner ehemaligen Schützlinge wiedertrifft und seine Taktik entsprechend ausrichten wird. LS
Der Linzer Florian Mamuti glänzte mit einem Doppelpack.
