Lokalsport | 01.12.2018

Rengsdorfer Juniorinnen unterliegen dem 1. FC Köln

Bemerkenswertes Ambiente mit 270 Zuschauern

Die Mannschaften mit den Einlaufkindern vor dem Spiel. privat

Rengsdorf. Die Hoffnungen auf zumindest einen Teilerfolg gegen den berühmten Namen aus Köln wurden beim Bundesliga-Duell der SVR U17-Juniorinnen gegen die Gäste vom Rhein leider nicht erfüllt. Am Ende von 80 durchaus unterhaltsamen Spielminuten siegte die Geißbockelf absolut verdient, wenn auch etwas zu hoch mit 5:0. Es war einmal mehr alles angerichtet, um einen großartigen Bundesliganachmittag am Tannenweg zu präsentieren. Der Verein hatte wie gewohnt eine erstklassige Organisation des ganzen Drumherums auf die Beine gestellt und zeigte sich erneut von einer eindrucksvollen Gastgeberseite. Knapp 270 Zuschauer waren gekommen und bildeten eine prächtige Kulisse. Auch den Gästen aus Köln entlockte das gesamte Ambiente ein Staunen, welches sie in dieser Form aus keinem anderen Stadion der Juniorinnen-Bundesliga gewöhnt sind. Der Auftakt mit Einlaufkindern aus Rengsdorf, Oberbieber und Ellingen bildete ebenfalls einen kleinen Höhepunkt, der alle Anwesenden wie immer erfreute.

Selbstvertrauen als Außenseiter

Der SVR startete mit dem Selbstvertrauen von zuletzt zwei Siegen in Folge in die Partie, jedoch im klaren Bewusstsein gegen Köln nur als Außenseiter zu fungieren. Die Gäste vom Rhein, angetreten mit zahlreichen U-Nationalspielerinnen in den eigenen Reihen, mit bisher unbefriedigendem Saisonverlauf. Köln war jedoch von Beginn an sichtbar motiviert, durch spielerische Überlegenheit und aktives Agieren das Heft des Handelns nicht aus der Hand zu geben. Durch eine gute Kompaktheit im Defensivverbund und eine geschickte Raumaufteilung gelang es Rengsdorf zunächst, die starke Anfangsoffensive der Gäste zu blockieren. Bis zur 23. Spielminute sah diese Ausrichtung auch vielversprechend aus, dann jedoch gelang den Kölnerinnen durch die Polnische U17 Nationalspielerin Michelle Biskup aus einer Nachschusssituation im Fünfmeterraum heraus die gefühlt unglückliche 1:0 Führung. Rengsdorf ließ sich jedoch nicht entmutigen und arbeitete bis zum Pausenpfiff der gut leitenden Unparteiischen Isabell Steinke (Krefeld) erfolgreich und ohne Gegentreffer weiter.

Geht da was in Halbzeit 2?

Mit dem Willen trotz spürbarer Überlegenheit der Kölner Mannschaft den Ausgleichstreffer zu erzielen, kam das Ebert-Team aus der Pause zurück aufs Feld. Aber dieses Vorhaben wurde dann gleich nach zwei Minuten in Hälfte zwei durchkreuzt, als die Kölnerin Martini mit einem sehenswerten Fernschuss das 2:0 für die Gäste erzielen konnte. Der Rest des Spiels ist aus Rengsdorfer Sicht dann relativ schnell erzählt. Mit nachlassenden Kräften auf SVR Seite, auch bedingt durch Grippe vorbelastete Spielerinnen, kam der 1. FC Köln jetzt häufiger in torgefährliche Situationen und zeigte sowohl in spieltechnischer als auch athletischer Hinsicht dem SV Rengsdorf an diesem Nachmittag die natürlichen Grenzen auf. So fielen dann weitere Treffer in der 57. Minute durch Lina Katharina Vianden, in der 74. Minute durch Leonie Zilger (ebenfalls U-Nationalspielerin) und zum 0:5 Endstand in der 76. Minute durch Rebecca Knorr. Erwähnenswert ist noch ein Lattentreffer von Rengsdorf durch Alexandra Esser, der den wohlverdienten Ehrentreffer bedeutet hätte.

Was kann der SVR aus dieser Begegnung mitnehmen?

Es bleibt dabei – die Bundesliga ist ein riesen Erlebnis und muss auch weiterhin als ein solches bewertet werden. Das Ziel, den Klassenerhalt zu erreichen, ist nach wie vor im Bereich des Machbaren und Möglichen. Der 1. FC Köln war an diesem Samstag eine Hausnummer zu hoch und zeigte einen deutlichen Unterschied auf. Aber davon sollte keiner überrascht sein, denn um es nochmals in ein einfaches Verhältnis zu setzen: Am neunten Spieltag der Juniorinnen-Bundesliga spielte ein etablierter Profiverein aus der viertgrößten Stadt Deutschlands mit 1,061 Millionen Einwohnern und 104.000 Mitgliedern, gegen den einwohnerstärksten Ort der VG Rengsdorf-Waldbreitbach mit knapp 2.800 Menschen und der Vereinsmitgliederzahl von circa 600. Mannschaft und Verein werden weiterhin mit aller Akribie und den vorhandenen Möglichkeiten daran arbeiten, die notwendigen Punkte in jedem nächsten Spiel anzuvisieren, um am Ende ein herausragendes Saisonergebnis präsentieren zu können. Der Verein ist stolz auf das bereits heute Erreichte und freut sich sehr darüber, wie Bundesliga-Fußball durch ein beachtliches, starkes Zuschauerinteresse und die Unterstützung zahlreicher Sponsoren in Rengsdorf angenommen wird.

Für den SVR waren aktiv: Maike Immekeppel, Nora Löbbert, Pauline Koch, Paula Serdarusic, Johanna Sabel, Celine Dickopf, Mira Drüe, Alexandra Esser, Emily Reuschenbach, Annika Neil, Anna Gante, Ivana Serdarusic, Nina Lewer, Marisa Montuori, Helen Frey und Hellen Bahmüller

Die Mannschaften mit den Einlaufkindern vor dem Spiel. Foto: privat

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