HSG Rheinbach-Wormersdorf
Besuch vom WDR
Jochen Hilgers beim Stammverein des Nationaltorhüters
Rheinbach. Als der Übertragungswagen des WDR vor der Sporthalle Berliner Straße in Rheinbach parkte, staunten die versammelten Handballanhänger nicht schlecht. Der WDR war auf Spurensuche gegangen und hatte sich bei der HSG Rheinbach-Wormersdorf gemeldet, um den Stammverein von Nationaltorhüter Andreas Wolff aufzusuchen und dort die Stimmung während des EM-Endspiels einzufangen. Andi Wolff „war nicht nur wichtig, er war wahrscheinlich spielentscheidend“, so begann Fernseh- und Hörfunkjournalist Jochen Hilgers seine Moderation im Sports-Café der Sporthalle vor zahlreichen Aktiven sowie Anhängern des Vereins, die geschminkt und verkleidet in Schwarz-Rot-Gold mit der deutschen Mannschaft fieberten. Auch Bürgermeister Stefan Raetz ließ es sich nicht nehmen, diesem wichtigen Sportevent beizuwohnen.
Jahrzehntelange Jugendarbeit zahlt sich aus
Auf Hilgers‘ Frage, warum die HSG Rheinbach-Wormersdorf so erfolgreich sei, antwortete Handball-Abteilungsleiter Thomas Schloßbauer, hier werde deutlich, dass sich die jahrzehntelange Jugendarbeit mit qualifizierten und lizenzierten Trainern einfach auszahle. Mit der Medienpräsenz von Andi Wolff zeige sich wieder, dass jemand, der die Jugendabteilung der HSG durchlaufen hat, eine solide Grundlage habe. So hätten die Rheinbacher bereits viele renommierte Titel geholt, sie waren zum Beispiel mehrfach Mittelrheinmeister und haben schon einige Jugendliche als Berufssportler entlassen. Wobei die größte Herausforderung immer die Vereinbarung von Schule und Sport sei – beides müsse zusammenpassen.
Vereinsarbeit hängt vom Engagement Einzelner ab
Man arbeite daran, innerhalb der nächsten Jahre die Agenda 2020 des Deutschen Handballbunds mitzutragen. Vereinsarbeit hänge immer vom Engagement Einzelner ab. Schloßbauer betonte, wie wichtig Trainerpersönlichkeiten seien, die untrennbar mit der Geschichte eines Vereins verbunden sind. So wie Dietmar Schwolow, der nicht nur Andi Wolff zu seinen Schützlingen zählte und noch heute die erfolgreiche Oberliga-Mannschaft betreut. Vor laufender Kamera interviewte Hilgers auch einen ehemaligen Team-Kollegen von Nationalkeeper Andreas Wolff: Jan Hammann aus dem Kader der aktuellen Oberliga-Mannschaft der HSG Rheinbach-Wormersdorf plauderte – untermalt von lauten „Andi Wolff“-Gesängen – aus dem Nähkästchen. Die Anspannung während des Spiels entlud sich regelmäßig im Torjubel der versammelten Handball-Fans jeden Alters, sodass die Stimmung bald kochte. Schon frühzeitig lagen die Deutschen weit vorne, und die Zuschauer mussten nicht wirklich zittern, bis sie ihre frisch gebackenen Europameister, allen voran Andi Wolff, am Ende gebührend feiern konnten. „Rheinbach ist ein bisschen mit Europameister geworden“, so fasste Jochen Hilgers schließlich die Sensation des Tages zusammen.
