Lokalsport | 25.11.2022

Eishockey Regionalliga West EHC Die Bären 2016 Neuwied

Billigmann: Sonntag ist Eishockey- und keine WM-Zeit

Kleiner Bärenkader braucht gegen Neuss die Fan-Unterstützung

Daniel Pering ist einer von sieben Neuwieder Spielern mit Neusser Vergangenheit.

Neuwied. Carsten Billigmann ist nicht nur Manager des EHC „Die Bären“ 2016, er hat von Haus aus auch ein Faible für den Fußball. In der Bundesliga schlägt sein Herz für Borussia Dortmund. Mit der derzeit in Katar laufenden Weltmeisterschaft kann er aber nicht viel anfangen. „Was bei der WM abläuft, ist nicht gutzuheißen“, findet der 35-Jährige klare Worte. „Zum Beispiel trägt dieses Turnier dazu bei, dass alle Winter- und Hallensportarten torpediert werden. Als Zuschauer einen Boykott anzukündigen, ist eine Sache, ihn auch umzusetzen, die andere. Am Sonntagabend besteht die Möglichkeit, ein Zeichen zu setzen. Dieser Termin ist im Winter in Neuwied Zeit für Eishockey und nicht für eine Fußball-Weltmeisterschaft.“

Ab 19 Uhr empfangen die Bären dann den Neusser EV in der Eishockey-Regionalliga West. Zum ersten Mal trifft der EHC in dieser Saison auf den Gegner, für den nicht weniger als sieben Spieler aus dem aktuellen Neuwieder Kader (Jendrik Allendorf, Daniel Pering, Maximilian Rieger, Thorben Beeg, Dennis Appelhans, Janeck Sperling und Alexander Zaslavski) in der Vergangenheit bereits gespielt haben. „Wir brauchen am Sonntag die Zuschauer“, macht Billigmann deutlich. Neuss kassierte zuletzt zwar vier Niederlagen in Serie, ist aber ein Gegner der einem jederzeit Probleme bereiten kann. Erst recht sind die Bären auf die Unterstützung von den Rängen angewiesen, weil die Personalkonstellation bis aufs Äußerste angespannt ist. „Wir müssen in jeder Begegnung an die Leistungsgrenze gehen. Sonst besteht die Gefahr leer auszugehen – das gilt auch für die Partie gegen Neuss“, unterstreicht Trainer Leos Sulak. Die Verletzten- und Krankheitsmisere lässt den Regionalliga-Zweiten, der sich mit dem verdienten 5:1-Sieg im Spitzenspiel gegen die Ratinger Ice Aliens die Chance auf Tabellenplatz eins bewahrt hat, in dieser Saison nicht los. Sven Schlicht (er wird am Montag am Knie operiert), Kirill Litvinov (Knieverletzung) und Alexander Zaslavski (Fingerverletzung) fehlen schon längere Zeit, unter der Woche trudelten nach und nach mit den Verletzungen von Alexander Spister (Daumenbruch) und Dennis Schlicht (Schulter) sowie die Krankheitsfälle bei Sven Asbach, Björn Asbach und Kirill Klyuyev weitere Hiobsbotschaften ein. Immerhin gelang es Manager Billigmann, einen weiteren Neuzugang an Land zu ziehen, der den extremen Engpass etwas abfedert. Von den Füchsen Duisburg wechselt Tim Cornelissen ins Icehouse. „Tim ist ein solider, körperlich stabiler Verteidiger, der einen guten Aufbaupass spielen kann“, charakterisiert Billigmann den 29-jährigen Defensivmann, der jahrelang bei den Dinslaken Kobras zu den Top-Vier-Verteidigern zählte, in der vergangenen Saison den Schritt nach Duisburg wagte, mit den Füchsen durch den Regionalliga-Finalsieg gegen Neuwied den Aufstieg in die Oberliga schaffte und vor seiner kürzlich erfolgten Vertragsauflösung in den ersten Saisonwochen für das Team aus der Wedau in der dritthöchsten Spielklasse zum Einsatz kam. „Tim steht voll im Saft und wird uns weiterhelfen“, ist sich Billigmann sicher.

Daniel Pering ist einer von sieben Neuwieder Spielern mit Neusser Vergangenheit.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Lampionfest in Weißenthurm
Heimat aktiv erleben
Saison Deals
Innovatives rund um Andernach
Anzeige Number One Sports
Auszubildende:r im Bereich Fachkraft für Veranstaltungstechnik
Heizöl/Diesel/Holzpallets
Empfohlene Artikel
19

Westum/Löhndorf. Große Freude bei der F-Jugend des Jahrgangs 2017 der SG Westum-Löhndorf: Dank der großzügigen Unterstützung von Julius Arnold, Inhaber der Marktapotheke, konnten sich die Kinder über neue Trainingspullover freuen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die niedergebrannte Zimmerei von außen.
1668

Firmenhalle einer Zimmerei in Brohltal-Ost brennt in der Nacht auf Samstag bis auf die Grundmauern ab

20.06.: 110 Feuerwehrleute und Helfer kämpfen gegen die Flammen

Niederzissen. Die Werkhalle der Zimmerei Reimund Müller im Industriegebiet Brohltal-Ost ist in der Nacht zum Samstag ein Raub der Flammen geworden. Der Feueralarm bei der Feuerwehr Brohltal ging um 22.50 Uhr ein. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte brannte die Fabrik bereits lichterloh. Feuerwehren aus Bad Neuenahr-Ahrweiler und auch Andernach wurden umgehend zur Verstärkung angefordert, sodass rund 110 Feuerwehrleute und Helfer in der Nacht gegen ein Ausbreiten des Großfeuers kämpften.

Weiterlesen