Lokalsport | 25.11.2022, 16:42 Uhr

Eishockey Regionalliga West EHC Die Bären 2016 Neuwied

Billigmann: Sonntag ist Eishockey- und keine WM-Zeit

Kleiner Bärenkader braucht gegen Neuss die Fan-Unterstützung

Daniel Pering ist einer von sieben Neuwieder Spielern mit Neusser Vergangenheit.
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Neuwied. Carsten Billigmann ist nicht nur Manager des EHC „Die Bären“ 2016, er hat von Haus aus auch ein Faible für den Fußball. In der Bundesliga schlägt sein Herz für Borussia Dortmund. Mit der derzeit in Katar laufenden Weltmeisterschaft kann er aber nicht viel anfangen. „Was bei der WM abläuft, ist nicht gutzuheißen“, findet der 35-Jährige klare Worte. „Zum Beispiel trägt dieses Turnier dazu bei, dass alle Winter- und Hallensportarten torpediert werden. Als Zuschauer einen Boykott anzukündigen, ist eine Sache, ihn auch umzusetzen, die andere. Am Sonntagabend besteht die Möglichkeit, ein Zeichen zu setzen. Dieser Termin ist im Winter in Neuwied Zeit für Eishockey und nicht für eine Fußball-Weltmeisterschaft.“

Ab 19 Uhr empfangen die Bären dann den Neusser EV in der Eishockey-Regionalliga West. Zum ersten Mal trifft der EHC in dieser Saison auf den Gegner, für den nicht weniger als sieben Spieler aus dem aktuellen Neuwieder Kader (Jendrik Allendorf, Daniel Pering, Maximilian Rieger, Thorben Beeg, Dennis Appelhans, Janeck Sperling und Alexander Zaslavski) in der Vergangenheit bereits gespielt haben. „Wir brauchen am Sonntag die Zuschauer“, macht Billigmann deutlich. Neuss kassierte zuletzt zwar vier Niederlagen in Serie, ist aber ein Gegner der einem jederzeit Probleme bereiten kann. Erst recht sind die Bären auf die Unterstützung von den Rängen angewiesen, weil die Personalkonstellation bis aufs Äußerste angespannt ist. „Wir müssen in jeder Begegnung an die Leistungsgrenze gehen. Sonst besteht die Gefahr leer auszugehen – das gilt auch für die Partie gegen Neuss“, unterstreicht Trainer Leos Sulak. Die Verletzten- und Krankheitsmisere lässt den Regionalliga-Zweiten, der sich mit dem verdienten 5:1-Sieg im Spitzenspiel gegen die Ratinger Ice Aliens die Chance auf Tabellenplatz eins bewahrt hat, in dieser Saison nicht los. Sven Schlicht (er wird am Montag am Knie operiert), Kirill Litvinov (Knieverletzung) und Alexander Zaslavski (Fingerverletzung) fehlen schon längere Zeit, unter der Woche trudelten nach und nach mit den Verletzungen von Alexander Spister (Daumenbruch) und Dennis Schlicht (Schulter) sowie die Krankheitsfälle bei Sven Asbach, Björn Asbach und Kirill Klyuyev weitere Hiobsbotschaften ein. Immerhin gelang es Manager Billigmann, einen weiteren Neuzugang an Land zu ziehen, der den extremen Engpass etwas abfedert. Von den Füchsen Duisburg wechselt Tim Cornelissen ins Icehouse. „Tim ist ein solider, körperlich stabiler Verteidiger, der einen guten Aufbaupass spielen kann“, charakterisiert Billigmann den 29-jährigen Defensivmann, der jahrelang bei den Dinslaken Kobras zu den Top-Vier-Verteidigern zählte, in der vergangenen Saison den Schritt nach Duisburg wagte, mit den Füchsen durch den Regionalliga-Finalsieg gegen Neuwied den Aufstieg in die Oberliga schaffte und vor seiner kürzlich erfolgten Vertragsauflösung in den ersten Saisonwochen für das Team aus der Wedau in der dritthöchsten Spielklasse zum Einsatz kam. „Tim steht voll im Saft und wird uns weiterhelfen“, ist sich Billigmann sicher.

Daniel Pering ist einer von sieben Neuwieder Spielern mit Neusser Vergangenheit.

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