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Positive Bilanz nach erster Inklusionswoche des rheinland-pfälzischen Sports

„Bist Du IN?“

33 Veranstaltungen fanden im gesamten Bundesland statt

„Bist Du IN?“

Protagonisten auf dem Weg zu einem noch inklusiverem Sporttreiben in Rheinland-Pfalz: Die Teilnehmer des Netzwerktreffens Inklusion in Ingelheim. Foto: LSB

28.11.2019 - 09:12

Region. Eine runde Sache war die erste Inklusionswoche des rheinland-pfälzischen Sports, die von 11. bis 17. November mit insgesamt 33 Veranstaltungen im gesamten Bundesland über die Bühne ging. „Viele waren davon sehr gut besucht“, resümierte Cheforganisatorin Silvia Maria Wenzel mit zufriedener Miene. „Rheinland-Pfalz hat bereits tolle zukunftsweisende Projekte – viele noch nicht inklusiv denkende Institutionen können sich daran ein Beispiel nehmen.“ Der Aufruf unter dem Motto „Bist Du IN?“ lockte viele Veranstalter und Interessierte. Wer Lust hatte, konnte bei 20 verschiedenen Sportarten mitmischen und zuschauen. Die Bandbreite reichte von Rehasport, Rollstuhlbasketball, Rollstuhlrugby und Sitzvolleyball über Walking, Aikido, Judo, Leichtathletik, Boccia und Regenerationstraining bis hin zu Abenteuer- und Erlebnissport, Basketball, Laufen, Turnen, Hockey, Tischtennis und Tandemfahren. Und auch Fußball und Reiten waren im Angebot. „Es haben sich ganz viele Vereine beteiligt“, freute sich Wenzel, die beim Landessportbund Rheinland-Pfalz die Koordinierungsstelle Inklusion leitet. „Das Sportinstitut der Johannes Gutenberg Universität Mainz hat sogar eine ganze Woche des inklusiven Sports ins Leben gerufen.“ Exemplarisch stellt SportInForm einige der Hotspots der Inklusionswoche vor.

Blindenguide-Ausbildung in Cochem: Mal eben raus zum Walken oder Joggen, je nach Lust und Leistungsstand. Für die meisten Läufer ist das Normalität. Nicht so für blinde Menschen. Für sie ist das eine Herausforderung. Denn ohne eine sehende „Führungsperson“ läuft eben nichts. Dieses Problem in den Fokus rücken, bereitwillige interessierte Menschen ansprechen, als Führungsläufer (Guide) ausbilden zu lassen und sich untereinander zu vernetzen – das war Ziel der Veranstaltung am 17. November. Der Einladung des Lauftreff TV Cochem folgend, kamen blinde und seheingeschränkte Menschen wie auch Menschen ohne Handicap, Profiläufer – etwa Ex-Paralympics-Teilnehmer Joerg Trippen-Hilgers – aber auch Hobbyläufer sowie Verantwortliche aus dem Bereich Special Olympics sowie vom LSB – wie Silvia Maria Wenzel persönlich an die Mosel. „Eine sehr beeindruckende Veranstaltung, viele Interessierte sind von weit her angereist und drei Betroffene haben eindrucksvoll von ihren Erfahrungen und Hindernissen berichtet“, schwärmte die Referentin. „Es habe sich schnell ein tolles Netzwerk gebildet. „Unsere Blindenlaufschule des LAC Eichsfeld hatte die ehrenwerte Aufgabe, die Guideausbildung zu übernehmen“, erläuterten Hans-Reinhard Hupe und Juliana Löffler. „Zugleich konnten wir im Gegenzug vom reichen Erfahrungsschatz der anderen Teilnehmer profitieren. Es hat sich einmal mehr bewahrheitet, dass Laufen verbindet. Gemeinsam sind wir stark und das visionäre Ziel, der Aufbau eines nationalen ‚Network of guides and blind runners‘ rückt in greifbare Nähe.“ Peter Raueiser vom TV Cochem zeigte sich begeistert, wie viele Interessierte bei der Guideausbildung Blindenlauf in Kooperation mit der Blindenlaufschule mit von der Partie waren: „Wir werden in unserem Verein nun unser Angebot für blinder Läufer öffnen.“


Sitzvolleyball bei der SpVgg Burgbrohl


„Die Teilnehmer waren sehr offen für Sitzvolleyball“, freute sich Katja Froeschmann, künftige Sport-Inklusionslotsin des LSB. „Es ist viel gelacht worden.“ Sitzvolleyball? Spielt man das im Rollstuhl? Solche und andere Fragen hatte sich sicher manch einer gestellt, als er hörte, dass in Burgbrohl ein Sitzvolleyball-Schnupperkurs stattfinden würde. Die Burgbrohler Volleyballspielerin Katja Froeschmann hatte sich für die Durchführung kompetente Unterstützung an ihre Seite geholt – Sitzvolleyball-Nationalspieler Heiko Wiesenthal aus Koblenz führte mit durch den Abend. Ebenso unterstützend dabei war auch LSB-Inklusionsmanagerin Katharina Pape. Froeschmann sprach hernach von einem „spannenden Mix aus dem Ausprobieren der Techniken Pritschen und Baggern, dem Fortbewegen auf dem Boden durch Rutschen und den Angriffsschlägen. Im abschließenden Spiel durfte dann alles noch mal in Wettkampfform angewendet werden. Im Vordergrund standen definitiv der Spaß sowie das wichtige Thema Inklusion und die Offenheit gegenüber einer noch recht unbekannten Sportart. Jeder einzelne der 19 Teilnehmer habe dazu beigetragen, dass es ein gelungener Abend gewesen sei, urteilte Katja Froeschmann.

Inklusions-Basketball-Turnier in Kruft: Das vierte Inklusionsbasketballturnier unter dem Motto „Einfach Gemeinsam – Sport in Kruft“ stieß auf eine prima Resonanz. „Wir haben wieder einen dieser wunderbaren Abende im Kontext ‚Inklusionssport‘ erlebt“, erläuterte der künftige Sport-Inklusionslotse Reiner Plehwe. „Weite Teile einer Ortsgemeinde, zwei engagierte Sportvereine mit der DJK Kruft/Kretz und dem TV Kruft, Einrichtungen der Behindertenhilfe und eine große Anzahl unkomplizierter Sportler haben vorgelebt, wie gleichberechtigte Teilhabe und gemeinsames Miteinander im Sport geht.“ Eingeladen zum Turnier waren Sportler, die Lust hatten, einfach dabei zu sein – egal ob mit oder ohne Behinderung. Es ging um das gemeinsame Sporterleben sowie viel Spaß und Begegnung. „Schön für die gesamte Idee war, dass gerade viele junge Menschen der Einladung gefolgt waren“, sagte Plehwe. „So war es auch wenig überraschend, dass – wie immer bei den Veranstaltungen von ‚Einfach Gemeinsam – Sport in Kruft‘ – eine sehr herzliche, wertschätzende Atmosphäre herrschte.“

Dritte Schulung der Sport-Inklusionslotsen: Die letzte Schulung der Sport-Inklusionslotsen im Weiterbildungszentrum Ingelheim war ein voller Erfolg. „Die Lotsen haben viel gelernt und freuen sich schon auf ihren Arbeitsbeginn am 1. Januar 2020“, resümierte Sport-Inklusionsmanagerin Katharina Pape.

Aktionsangebot in Lachen-Speyerdorf: Auch die TuS Lachen-Speyerdorf 1910 veranstaltete mit der Abenteuer- und Erlebnissportstunde ein inklusives Aktionsangebot. „Den Kids hat es so viel Spaß gemacht“, freute sich der unterschenkelamputierte Übungsleiter Christoph Kettenring. Den Sieben- bis Elfjährigen wurde in der August-Becker-Schule ein Erlebnis der besonderen Art geboten. Unter anderem galt es mit verbundenen Augen einen Parcours inklusive Sprossenwand zu meistern. Da war buchstäblich blindes Vertrauen in den jeweiligen Partner gefragt, der mit Zurufen oder Gesten bei der Bewältigung des Parcours helfen musste. Die Protagonisten werden diese ungewöhnliche Übungsstunde so schnelle nicht vergessen…


Inklusionswoche am Sportinstitut der Uni Mainz


Sport in sozialer Verantwortung heißt auch, die Studierenden fit für die inklusive Praxis zumachen. „Thinking out of the box“ – unter diesem Motto wurde am Sportinstitut der Uni Mainz das Thema Inklusion im Sport in Theorie und Praxis gelebt. Ziel war es Begegnungen zu schaffen, Ängste abzubauen und vor allem vielfältige Möglichkeiten aufzuzeigen. Mit von der Partie war auch Mathias Mester. Der mehrfache IPC-Weltmeister im Speerwurf und Silbermedaillen-Gewinner bei den Paralympics 2008 in Peking stand einer Gruppe von Studierenden Rede und Antwort. Unter Sportlern habe er selten das Gefühl, ausgegrenzt zu werden, betonte Mester. An zwei Tagen durften die Studierenden sich im Rollstuhlbasketball üben mit Bundesligist Rhine River Rhinos. Auch im Rollstuhltanz konnten sich die Studierenden ausprobieren. Jörg Köhler erläuterte Tipps im Umgang mit heterogenen Gruppen, während Prof. Dr. Rainer Schliermann über Grundlagen zum Thema Inklusion im Sport referierte.

Pressemitteilung des

Landessportbundes

Rheinland-Pfalz

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Nitrat im Grundwasser

juergen mueller:
Pressemitteilung 22.01.2020 - Bereits im November 2019 wurden in einer einzigen Probe von Blütenpollen eines "Ingelheimer Bienenvolkes" sage u.schreibe "34 verschiedene Pestizide" festgestellt.Zuständige Ministerien wurden informiert u.um Stellungnahme/Handlung gebeten = 0.Landwirtschaftsminister WISSING/FDP habe seinen Einsatz für "weitere" Zulassungen von Pestiziden angekündigt.Umweltministerin HÖFKEN/GRÜNE "schweigt" - Mainzer Staatskanzlei/Ministerpräsidentin DREYER = KEINE Stellungnahme. KLÖCKNER plädiert für eine intensivere, chemiegestützte Landwirtschaft !!! Das Lügengebilde POLITIK stabilisiert sich weiter, ausgerichtet auf das Profitinteresse der Agrarindustrie,von dem wiederum die Politik profitiert, in dem sie offen zu ihrer Abhängigkeit steht.Und diese beschwert sich dann noch über mangelnden Respekt aus der Bevölkerung gegenüber jenen "Die Verantwortung übernehmen". Meine Frau fragte mich eben:"Wie war dein Tag"? Antwort:"Kotztüten sind alle"!
juergen mueller:
Frau Demut unterscheidet sich in nichts von anderen Politikern.Lügen,Täuschen,Tarnen.In den letzten 30 Jahren ist trotz der negativen Kenntnislage NICHTS passiert.Trotz freiwilliger Maßnahmen liegen die Nitratkonzentrationen nach wie vor weit über dem zulässigen Grenzwert.Unstrittig ist,dass die Nitrateinträge aus diffusen Quellen stammen = häufigste Ursache:"Landwirtschaftliche Flächennutzung" = Mineraldünger/Gülle aus Mastställen/Biogasanlagen.Ein ganzheitliches Verursacherprinzip betrachten?Sie reden Müll Frau Demut.Frau Klöckner ebenso mit ihrer Spezialisierung u.Intensivierung der Landwirtschaft.damit ist zu befürchten,dass die Akzeptanz von freiwilligen Maßnahmen sich rückläufig entwickelt (Frau Demut sollte sich einmal in der Landwirtschaft umhören,Nachdenken bevor sie redet). .In einigen Regionen ist das natürliche Abbauvermögen bereits vollständig erschöpft.Die Umsetzung rechtlicher Vorgaben ist vom politischen Willen abhängig u.der führt seit Jahrzehnten einen Dauerschlaf.
Helmut Gelhardt:
Frau Demut wirft hier Nebelkerzen! Die EU-Forderungen sind richtig und müssen zum Schutz der Menschen erfüllt werden! Unterstützen Sie die Landwirte (konventionelle und biologische Landwirtschaft) lieber gegen die unsinnigen Freihandelsabkommen wie zuletzt JEFTA (EU mit Japan) und das Mercosur-Freihandelsabkommen (EU mit Brasilien, Argentinien, Uruguay, Paraguay, Venezuela). Diese Freihandelsabkommen schädigen in der EU und den sog. Partnerländern extrem die Umwelt (z.B. Abholzung von Regenwald für noch mehr Massentierhaltung) und beeinträchtigen extrem die finanzielle Wettbewerbsfähigkeit im real existierenden Neoliberalismus (marktextremistischer Kapitalismus) aller Landwirte, die NICHT der Agrarindustrie zuzurechnen sind. Diese Landwirte sind Spielball der Agrarindustrie hier wie dort!Wer die Freihandelsabkommen befürwortet, opfert die Landwirte außerhalb der Agrarindustrie gerade den ungezügelten Profitinteressen dieser Agrarindustrie und er/sie opfert die Umwelt dem Mammon! 'C'
Wally Karl:
"Zum Thema St. Elisabeth Krankenhaus „haben wir uns bisher – ebenso wie CDU und Grüne – mit Stellungnahmen, Beschuldigungen, Ausmachen von Verantwortlichen bewusst zurückgehalten“ Genau, man kennt sich, man hilft sich. Wozu fragt man sich, sollen Bürger verschiedene Parteien wählen, wenn doch alle einer Meinung sind. Wo bleibt die gesunde Opposition? Wird so die viel beschworene Demokratie praktiziert? Im Grunde ist es die Kapitulation vor dem Machbaren. Das haben sich die Mayener Bürger nicht verdient.
Karsten Kocher:
Frau oder Herr Wally Karl, wenn man sich den bisherigen politischen Aktionismus des rheinland-pfälzischen AfD-Landesvorsitzenden Michael Frisch, auch aus seiner Zeit vor der AfD, genauer ansieht, dann paßt die Einstufung christlich-radikal schon. Und wenn man sich die aktuellen Beiträge des Vereins DEMOS e.V. zu den Herren Schäfer und Salka von der AfD Westerwald anschaut, dann zeigt es deutlich, wie stark sich das extrem rechte Gedankengut im AfD-Kreisverband Westerwald schon festgesetzt hat.
Wally Karl:
Die unqualifizierte Einstufung von AfD - Politikern als rechtsradikal ist einigen Kommentatoren noch nicht genug. Als Steigerung wird jetzt neu der völlig abstruse Begriff christlich - radikal verwendet, was immer das auch heißen soll. Aus dem Geschichtsverständnis heraus könnte man höchstens die Kreuzritter als christlich - radikal bezeichnen.
Wally Karl:
Für den geneigten Leser entsteht der Eindruck, das Patrick Baum sich beruflich mit Hass und Hetze beschäftigt. Nicht anders ist seine ständige einseitige Kommentierung zu erklären und wenn es dann noch um die AfD geht läuft er zur Hochform auf. Hatten wir nicht in dieser Gesellschaft beschlössen uns von Hass und Hetze zu distanzieren um eines friedlichen Zusammenlebens willen?
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