Lokalsport | 20.06.2018

Relegationsspiel zum Aufstieg in die Kreisliga A Bonn

Buschhoven verliert Relegationskrimi nach 2:0-Führung

SV Buschdorf – SV Hertha Buschhoven 4:2 n.V. (2:2 nach regulärer Spielzeit)

Abpfiff: Die Buschhovener sackten zu Boden, während beim SV Buschdorf gejubelt wurde.Patrick Pützler

Buschhoven. Eine Woche hatte man in Buschhoven auf das Relegationsspiel hingefiebert, nach sieben Jahren B-Klasse sollte endlich wieder die Rückkehr in die Kreisliga A gelingen. Und nie war der Verein näher dran als in Flerzheim. Dementsprechend am Limit waren Euphorie und Anspannung. Der Hertha-Tross reiste selbstbewusst und mit vielen Zuschauern im Rücken an den Flerzheimer Fliesweg.

Vor etwa 350 Zuschauern begann das Spiel von beiden Seiten zögerlich, keiner wollte ins Risiko gehen und den Gegner durch Fehler zu Chancen einladen. Zweimal kam Buschdorf in Tornähe, einmal rettete der Pfosten für den geschlagenen Keeper Simon Stute.

Auf der Gegenseite hatte das Team von Mike Langer Pech, dass sich Jugendspieler Rosario Kaufmann bei einem harmlosen Zweikampf so schwer am Knie verletzte, dass er schon nach zwanzig Minuten ausgewechselt werden musste. Gegen überraschend harmlose Buschdorfer spielte die Hertha konzentriert und mit viel Ruhe im Spielaufbau und erzielte folgerichtig das 1:0, jedoch entschied der Linienrichter auf Abseits. Max Groth war über rechts durchgebrochen und hatte auf den in der Mitte freistehenden Fabi Brünagel quer gespielt, der den Ball über die Linie schob.

Vor der Pause klingelte es dennoch, und wieder war Brünagel der Torschütze. Marvin Schuster legte den Ball am Sechzehnmeter mit der Brust ab, und Brünagel schloss den Volley ab (44.). Buschdorf war geschockt, und Buschhoven witterte seine Chance. Eine Minute später folgte der nächste Angriff, Robin Hilgert enteilte allen Verteidigern und behielt im Duell mit Torwart Robin Percinkovic die Nerven – 2:0 (45.). Vor der Pause landete ein fulminanter Fernschuss von Hilgert zum vermeintlichen 3:0 zwar noch im Winkel, Schiri Stindtmann hatte jedoch unmittelbar zuvor zur Pause gepfiffen.

Nach dem Seitenwechsel setzte die Hertha ihre Offensivbemühungen zunächst fort, keine zwei Minuten waren gespielt, und Julian Pohl wirbelte die gegnerische Hintermannschaft durcheinander, legte frei vor dem Torwart quer auf Jonas Walther, der aus vier Metern an Abwehrchef und Kapitän Viktor Görtz auf der Torlinie scheiterte.

SVB zunehmend zielstrebiger

Mit zunehmender Spieldauer verlagerte sich die optische Überlegenheit von Schwarz-Weiß immer mehr in Richtung des SVB, der offensiv zielstrebiger und gefährlicher wurde. Stute war immer wieder gefordert und ließ seine Klasse ein ums andere mal aufblitzen, beim Anschlusstreffer durch Kevin Beese (58.) war aber auch er im Eins-gegen-Eins chancenlos.

Auch die darauffolgenden zwanzig Minuten kam die Hertha nicht mehr ins Spiel zurück und fand vorne keinen Weg mehr zum Tor, dazu kamen zwei weitere verletzungsbedingte Wechsel. Zehn Minuten vor Schluss gelang den Blau-Weißen schließlich der Ausgleich, als Fabio Pettineo den Ball aus kurzer Distanz nur noch über die Linie bringen musste (80.).

In der Verlängerung gab dann nur noch Buschdorf den Ton an und hätte das Duell frühzeitig entscheiden können. Zunächst scheiterte Beese am glänzenden Stute, nachdem drei Buschdorfer alleine auf den Schlussmann zuliefen (95.), kurz darauf war Beese wieder auf und davon, schob alleine vor Stute aber am linken Pfosten vorbei (98.). Der zur Pause eingewechselte Pettineo machte es kurz darauf besser und avancierte mit seinem zweiten Treffer zum Matchwinner (100.).

Konter aufs leere Tor

In der zweiten Verlängerungshälfte warf das Team von Mike Langer noch mal alles nach vorne, am Ende hielt auch Simon Stute nichts mehr in seinem Kasten, aber die Kugel fand keinen Weg mehr ins Tor. So besorgte Carsten Töter in der Nachspielzeit der Verlängerung nach einem Konter aufs leere Tor den Schlusspunkt (122.).

Mit Abpfiff sackten die in schwarz gekleideten Buschhovener zu Boden, und die lauten Anfeuerungsrufe der Zuschauer verstummten, auf der Gegenseite bejubelte der SV Buschdorf ausgelassen den Sieg und damit den Aufstieg in die Kreisliga A.

Stute, Schönenstein (67. Appel), Vetter, Schuster (C), Schmitz, F. Brünagel, Groth, Hilgert, Pohl (62. Monsef), Dreßler, Kaufmann (23. Walther).

Tore: 1:0 F. Brünagel (44.), 2:0 Hilgert (45.), 2:1 Beese (58.), 2:2 Pettineo (80.), 2:3 Pettineo (100.), 2:4 Töter (122.).

Abpfiff: Die Buschhovener sackten zu Boden, während beim SV Buschdorf gejubelt wurde.Foto: Patrick Pützler

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