Koblenzer RMW-Motorsport-Team ist auch 2018 wieder auf internationalem Parkett unterwegs
Christian Wangard zeigte sich beeindruckt
Koblenz. Es war die 23. Auflage des prestigeträchtigen „Winter Cup“ im italienischen Lonato del Garda, den das Koblenzer RMW-Team in Angriff genommen hat. Da der Beliebtheitsgrad des „Lonato Winter Cup“ ungebrochen groß ist (er gilt als Startschuss in die neue Kartsaison), waren mehr als 300 Teilnehmer aus der ganzen Welt an den südlichen Gardasee gereist. Zwischenzeitlich mussten die Veranstalter sogar Wartelisten ausgeben, da die Anzahl der interessierten Teilnehmer die Möglichkeiten und Kapazitäten des Rennwochenendes bei Weitem übertraf.
So mussten sich die beiden RMW-Piloten gegen das Who‘s who des Kartsports behaupten. „Wir sind in der Klasse der OK-Senioren mit dem 15-jährigen Marek Schaller aus Erndtebrück und in der Klasse der OK-Junioren mit dem elfjährigen Daniel Hunecke an den South Garda Circuit gereist. Für beide Piloten war der 1200 Meter lange Rundkurs noch ein weißer Fleck in ihrer bisherigen Motorsport-Agenda“, so Trainer Christian Wangard. „Für beide Piloten waren die Reifen neu, für Daniel war außerdem der OKJ-Motor neu, da er in seiner chinesischen Heimat Shanghai in der asiatischen Meisterschaft mit einem Rotax-Motor unterwegs ist. Wir hatten also viel Arbeit vor uns. Und das auf einer Strecke, die meiner Meinung nach zu den schwierigsten zählt.“ Die 1200 Meter boten dem RMW-Team die perfekte Möglichkeit, sich auf die kommende Saison vorzubereiten. RMW-Motorsport geht in dieser Saison in der Deutschen Kart-Meisterschaft, deren Auftakt Anfang April der „South Garda Circuit“ machen wird, bei den ADAC Kart Masters sowie beim Westdeutschen ADAC-Kart-Cup an den Start.
Keine leichte Aufgabe
Wangard zeigte sich anschließend von der Leistung seiner beiden Piloten beeindruckt: „Sich gegen Werksfahrer zu behaupten, die auf dem South Garda Circuit bereits Hunderte Runden absolviert haben, ist keine leichte Aufgabe. Hinzu kommt, dass die Qualität der Teams und das unglaubliche Niveau der Fahrer im internationalen Kartsport schon einmalig ist. Ein Novum, dem wir in Deutschland hinterherlaufen. Umso stolzer sind wir auf unsere Fahrer, die ihre Leistung auf den Punkt mit Bravour abgeliefert haben.“
Dennoch sollten sie sich in der Zukunft im Zeittraining „ein bisschen ausgebuffter‘ anstellen. „Im Gegensatz zu den erfahrenen Werkspiloten haben wir im Zeittraining keine freie Runde erwischt. Unsere Fahrer steckten genau an der Stelle der Strecke fest, an der ein Großteil der Fahrer zugleich war. Da fehlte es uns ein wenig an Erfahrung. Doch auch wegen der widrigen Wetterbedingungen, selbst in Italien regnet es, sind wir von der Lernkurve unserer Fahrer begeistert. Wir haben nur ganz knapp das Finale verpasst“, so Wangard. Ein Finale, für das sich immerhin nur 34 Fahrerinnen und Fahrer qualifizierten. Marek Schaller erreichte Platz 49, Daniel Hunecke Platz 70.
Die nächste Herausforderung für die Koblenzer lässt nun noch ein wenig auf sich warten. Doch bis dahin sind weitere Test in Kerpen geplant.
