Lokalsport | 22.05.2017

FC Alemannia Plaidt II, Fußball-Kreisliga B Mayen

„Colun“ Riemenschnitter ist neuer Trainer

Plaidt. Vor kurzem wurde Peter Riemenschnitter beim FC Alemannia Plaidt als neuer Trainer der Reservemannschaft vorgestellt.

Unter dem Namen „Colun“ eine bekannte Größe im Fußballverband Rheinland, hat er eine langjährige und überaus erfolgreiche Spieler- und Trainerkarriere hinter sich. Zuletzt trainierte er den Koblenzer B-Ligisten FC Urbar, den er nach fünfjähriger Tätigkeit verlässt.

Dass der 71-Jährige in der neuen Saison am Pommerhof tätig wird, war schlechthin eine Überraschung. Der A-Lizenz-Inhaber wird in Zusammenarbeit mit dem bisherigen Trainer Jens Röttgen, der zukünftig als Co-Trainer und Spieler fungieren wird, die Verantwortung für die zweite Mannschaft übernehmen.

Wie kam es, dass sie den Trainerposten in Plaidt übernehmen?

Riemenschnitter: Das ist schnell erzählt. Die Frage von meinem Freund Jens Röttgen, ob ich ihn in Plaidt unterstützen würde, bejahte ich. Wir setzten uns hin und entwarfen einen Plan, den wir dem FC-Vorstand unterbreiteten. Es erfolgte eine prompte Einigung, dem jetzt Taten folgen sollen.

Welches Konzept wurde zwischen Ihnen und den Vereinsverantwortlichen vereinbart?

Riemenschnitter: Die zweite Mannschaft soll wieder an erster Stelle als Unterbau für die erste Mannschaft stehen, auch um in Zukunft die einheimischen Jugendlichen an den Verein zu binden.

Haben Sie sich im Vorfeld ihrer Vertragsunterschrift im Umfeld des Vereins informiert? Haben Sie Dinge festgestellt, die für sie verbesserungswürdig sind?

Riemenschnitter: Ich will ja niemandem auf die Füße treten, aber die zweite Mannschaft wurde in der Vergangenheit arg vernachlässigt. Jens Röttgen und seine Schützlinge hatten wesentlich mehr Unterstützung verdient. Dass er den Klassenverbleib geschafft hat, grenzt an ein Wunder.

Wie stellen Sie sich ihre Zusammenarbeit mit der ersten Mannschaft und der Jugendabteilung vor?

Riemenschnitter: Ich denke, es muss mehr miteinander gesprochen und abgestimmt werden, schließlich geht es um den Verein und nicht um eine Mannschaft. Die Kader der Senioren- und der A-Jugend-Teams bestanden in der Vergangenheit zu 50 Prozent aus Plaidter Jungs. Da müssen wir wieder hin, auch wenn das nicht von heute auf morgen geht.

Sie haben derzeit nicht den breitesten Kader. Bislang gibt es mehr Ab- als Zugänge. Wie viele Verstärkungen benötigen Sie noch?

Riemenschnitter: Im Moment sind Jens und ich pausenlos unterwegs, um neue Spieler zu bekommen. Allerdings kann ich manche Abgänge nicht verstehen. Ich würde mich schämen, einen Verein zu verlassen, bei dem ich über eine Saison lang eine solch desolate Leistung gezeigt habe. Ich würde alles daran setzen, um ein anderes Gesicht zu zeigen. Vielen Spielern fehlt jegliche Selbsteinschätzung.

Wie würden Sie sich selbst als Trainer beschreiben? Worauf legen sie besonders wert?

Riemenschnitter: Seitdem ich im Trainergeschäft bin, habe ich immer großen Wert auf Kameradschaft gelegt. Es ist die Grundlage für einen ordentlichen Trainings- und Spielbetrieb. Wie soll eine starke Leistung gebracht werden, wenn der Teamgeist nicht stimmt?

Die FC-Reserve ist bekanntlich ganz knapp und erst am letzten Spieltag dem Abstieg entronnenen. Wie schätzen Sie die Kreisliga B Mayen in der neuen Saison ein?

Riemenschnitter: Jens Röttgen hat bekanntlich erst auf den letzten Metern den Ligaverbleib geschafft. Personell lief er jede Woche mit einem anderen Kader auf, wobei er einige Male selbst die Fußballschuhe anzog. Das wollen wir in der neuen Spielzeit ändern und frühzeitig den Klassenverbleib sichern. Es werden sicherlich wie zuletzt wieder vier oder fünf Mannschaften um den Titel spielen.

Sie haben eine Herkules-Aufgabe übernommen. Die Seniorenabteilung des FC Plaidt liegt nach dem Abstieg der Bezirksligamannschaft am Boden. Sind Sie sich der Schwere der Aufgabe bewusst?

Riemenschnitter: Jawohl, voll und ganz. Es wird für mich und Jens nicht einfach, aber wir werden alles versuchen, um wieder ansehnlichen Fußball spielen zu lassen, um auch wieder positive Schlagzeilen über die zweite Mannschaft zu schaffen.

Zum Schluss noch eine private Frage. Haben Sie neben dem Fußball auch andere Interessen? Wenn ja, welche?

Riemenschnitter: Natürlich war und ist Fußball mein Leben. Das weiß meine Familie und mein ganzes Umfeld. Jedoch ist mir auch klar, dass es irgendwann vorbei ist. Zerstreuung finde ich in meinem Garten. Das Stöbern und Betrachten meiner Briefmarkensammlung bringt mir meine innere Ruhe.

LS

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