Rheinbacher Motorsport Team
Comeback auf dem Nürburgring
Rheinbach. Vor Kurzem gab Rheinland Motorsport ihr Comeback auf der legendären Nordschleife des Nürburgrings. Das in Rheinbach ansässige Rennteam um Patrick Gierlich und Ralf Schreiber ging im Rahmen der Serie RCN-GLP nach über einem Jahr unfallbedingter Rennpause in ihrem neu aufgebauten Nissan Sunny GTi, Baujahr 1991, an den Start.
Der Wagen wurde komplett in Eigenleistung des Teams an die Anforderungen der Rennstrecke umgebaut und angepasst. Der nun rund 160 PS starke Kleinwagen verfügt neben Schalensitzen, Sicherheitszelle und voll einstellbaren Fahrwerk eine permanent verbaute Feuerlöschanlage, die im Notfall einen Fahrzeugbrand verhindert. Das Fahrzeuggewicht wurde durch Verzicht auf jeglichen Komfort auf 900 kg gesenkt. „Wir haben den Wagen im November 2019 bereits testen können und wussten, wo es noch etwas zu tun gab“ sagte Patrick Gierlich. Nachdem der erfolgreichen Technischen Abnahme des Fahrzeugs am Freitag, ging es Samstag Früh um 8 Uhr auf die Strecke. „Wir haben uns ab den ersten Metern direkt im Auto sehr wohl gefühlt. Die Straßenlage ist hervorragend, das Handling weckt direkt Vertrauen. Wir konnten vom ersten Meter an direkt Geschwindigkeit aufnehmen und unser Ziel, das neue Auto auf der Strecke kennenzulernen, optimal verfolgen.“
Bei der Motorsportserie GLP handelt es sich um eine Serie, in der es das Ziel ist, möglichst gleichmäßige Rundenzeiten zu fahren. Selbst kleinste Abweichungen werden mit Strafpunkten belegt. Es werden zwei Turns á derzeit fünf Runden gefahren, was einer Renndistanz von knapp 210 km entspricht. Der erste Turn lief für Rheinland Motorsport nicht ganz optimal, da man sich in einer Runde um zwei Sekunden vertan hatte. Dies führte dazu, dass dieser mit 46,5 Strafpunkten zu Buche schlug. Der zweite Turn lief dagegen umso besser, was lediglich fünf zusätzliche Punkte nach sich zog.
In der Endabrechnung bedeutet dies in diesem sehr engen Feld eine 78. Platzierung von insgesamt 113 gewerteten Teilnehmern. „Da unser Hauptaugenmerk auf dem Kennenlernen des Fahrzeugs lag, ist die Platzierung für uns vollkommen in Ordnung. Aber durch den zweiten Turn haben wir gesehen, dass wir es noch können. Das weckt den Ehrgeiz für den nächsten Lauf“.
Auf der Nordschleife.
