„Koblenz Open“ wird im Januar 2017 Weltklasse-Tennis präsentieren
Conlog-Arena wird zur Tennis-Arena
Turnierdirektor Hampl: „Standort Koblenz hat mich und die ATP überzeugt“ - Spieler ab Position 80 der Weltrangliste werden zu sehen sein
Koblenz/Region. Die Stadt Koblenz, aber auch die gesamte Region wird um ein sportliches Highlight reicher. Vom 15. bis 22. Januar finden in der Conlog Arena die „Koblenz Open“ statt, ein ATP-Challenger, das mit rund 43.000 Euro Preisgeld als Hallen-Tennisturnier ausgetragen wird. Erwartet werden Spieler ab Position 80 der Weltrangliste. Der Sieger erhält 90 Punkte für die Weltrangliste, so viel wie man für das Erreichen der dritten Runden bei den zeitgleich stattfindenden Australian Open bekommt.
Das Event ist nicht nur für die Spieler eine sportliche Herausforderung, sondern auch für Turnierdirektor, Veranstalter und Chef der Agentur Sportsbruder, Heiko Hampl, der vergangene Woche zu Besuch in der Koblenzer Geschäftsstelle von „BLICK aktuell“ war. „Wir haben mal gerade einen Tag Zeit, um die Conlog-Arena nach einem Konzert vom Vortrag in eine Tennis-Arena zu verwandeln“, zeigte sich Hampl zuversichtlich, dass das mit den beauftragten Firmen keinerlei Problem geben wird. Neben Koblenz veranstaltet er bereits seit 2011 in weiteres Challenger in Marburg und ein ITF combined Event für Damen und Herren in Ismaning. Als Vorsitzender des TV Marburg hat er dort natürlich ein Heimspiel. „Hier kennen mich viele noch nicht, ich muss das Turnier daher erst einmal bekannt machen“ und das tat er dann auch am späteren Nachmittag beim Treffen des „Stadtforums – Alle lieben Koblenz“, in dessen Verlauf er das Turnier vorstellte und auch um Zuschauer und weitere Sponsoren warb.
Dass er Koblenz überhaupt als Austragungsort in Erwägung zog, liegt einerseits daran, dass seine Lebensgefährtin in der Pellenz wohnt, und andererseits auch an den optimalen Bedingungen, die ihm die CONLOG Arena was Größe und Zuschauerkapazität betrifft, bot. „Natürlich liegt Koblenz auch absolut ideal. Durch die sehr gute Verkehrsanbindung reicht das Einzugsgebiet bis Köln, Frankfurt und Trier“, freut sich Heiko Hampl, der aber auch einen weiteren Glücksfall nicht unerwähnt lässt: Ulrich Klaus, der Präsident des Deutschen Tennis Bunds, wohnt in Waldesch und hat sich direkt bereit erklärt, im Organisationskomitee mitzuarbeiten. Überzeugt vom Standort Koblenz war daher auch der ATP-Supervisor, der sich die Bedingungen in der Stadt am Deutschen Eck genau anschaute.
Verwandlung der Conlog Arena in eine Tennishalle
In der Conlog Arena werden zwei Plätze – ein Center-Court und ein weitere Hauptplatz - mit einem Rebound Ace-Belag entstehen. Das sind gedämpfte Tennis-Hartplätze basierend u.a. auf Polyurethan, Gummi und Fiberglas, die auf Asphalt und anderen harten Untergründen verlegt werden können. Drei weitere Plätze werden auf der Karthause entsprechend für das Turnier zur Verfügung gestellt. Das hat Heiko Hampl dem Kontakt zu Sascha Müller zu verdanken, der ab 1. Oktober neuer Verbandstrainer des Tennisverbands Rheinland wird. Der Tennisverband Rheinland hat seinen Sitz nämlich ebenfalls in Koblenz.
Große Begeisterung für das Challenger zeigte bereits auch der Koblenzer Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig, selbst passionierter Tennisspieler, der hofft, dass sich mit dem Turnier ein Event der Spitzenklasse etablieren kann. „Die Stadt ist offen für neue Events. Wir freuen uns, dass sich die ATP für Koblenz als Standort entschieden hat und werden uns aktiv einbringen“, betonte er bei de ersten Vorstellung des Turnieres vor einigen Wochen. Einen engen Kontakt hält Turnierdirektor Hampl daher auch zu Rüdiger Sonntag, dem Leiter des Sportamts Koblenz. Für 2017 und 2018 ist das Turnier nun erst einmal fest eingeplant. „Ich hoffe natürlich auf eine große Zuschauer-Resonanz“, so Hampl. Denn damit steht und fällt der Erfolg und auch der Bestand solch eines Turnieres. Zum Glück ist die Region um Koblenz überaus Tennis begeistert und auch die bereits bestehenden größeren Turniere, wie Rheinland-Meisterschaft in den verschiedenen Altersklassen sowie auch die Deutschen Tennismeisterschaften für SeniorenInnen in Bad Neuenahr und das Internationale Tennisturnier für SeniorenInnen in Bad Breisig erfreuen sich auch überregional breiter Beachtung.
Zu sehen sein wird bei diesem Turnier der gebürtige Koblenzer Tennisspieler Jan Chionski. „Er wird auch das Gesicht der Koblenz Open und die Plakate zieren“. Sein bisher größter Erfolg war der Einzug in das Halbfinale der Jugendkonkurrenz der US Open 2014. Nicht entgehen lassen wird sich das neue Turnier auch der ehemalige deutsche Tennisspieler und Kapitän der deutschen Davis-Cup-Mannschaft, Patrik Kühnen, der wahrscheinlich zum Endspielwochenende anreisen wird.
Übrigens ist auch ein abendliches Rahmenprogramm angedacht. „Zwei Events stehen diesbezüglich bereits fest. Am Donnerstag 21. Januar ab 20.30 Uhr präsentiert die Hörtheatrale „das gefleckte Band“, eine Kriminalgeschichte nach A. C. Doyle und am Samstag 21. Januar ab 20 Uhr serviert Kapelle Petra - The underforgotten Table“. Die Veranstaltungen im Rahmenprogramm sind für die Dauerkartenbesitzer im Preis mit enthalten. Gerne können diese aber auch von Nicht-Tennisfans besucht werden. Die Tickets hierfür wird es dann an der Abendkasse geben. Apropos Tickets. Der Vorverkauf ist bereits in vollem Gange. Es gibt Tages und Dauerkarten.
Weitere Infos:
www.koblenz-open.de
UWE
Am vergangenen Donnerstag stellte Heiko Hampl die „Koblenz Open“ bei einer Veranstaltung des „Stadtforums – Alle lieben Koblenz“ vor.
Jan Choinski wird das Gesicht des Turnieres. Foto: Bianka Becker
