Lokalsport | 23.08.2021

Fußball-Bezirksliga Ost

Das Spiel strapazierte die Nerven von VfB-Coach Prenku

VfB Linz – SG Müschenbach/Hachenburg 3:2 (1:1)

Linz. Am zweiten Spieltag der Fußball-Bezirksliga Ost landete der VfB Linz gegen die SG Müschenbach/Hachenburg einen glücklichen, aber hochverdienten 3:2 (1:1)-Heimerfolg und teilt sich mit dem punktgleichen SV Hundsangen die Tabellenführung. Es war in den ersten 20 Minuten eine zähe Angelegenheit, agierten beide Teams auf Augenhöhe. Nachdem der Linzer Manuel Simons (24.) knapp gescheitert war, gingen die Gäste vier Minuten später in Führung. Der Müschenbacher Philipp Klöcker (29.) hatte mit einem 35-Meter-Freistoß getroffen, bei dem VfB-Keeper Jan Lück nicht gut aussah. Die Antwort der Platzherren ließ nicht lange auf sich warten. Nach Vorarbeit von Leonor Tolaj markierte Mario Seitz (32.) den 1:1-Ausgleich. Danach erlebten die einheimischen Zuschauer Einbahnstraßenfußball ihrer Elf. Trotz einer Fülle von Torchancen wollte bis zum Halbzeitpfiff kein weiterer Treffer mehr fallen. In der zweiten Halbzeit setzte sich der Offensivfußball der Linzer fort, in Front gingen aber die Westerwälder erneut. Als sich Moritz Rott im Aufbauspiel einen Fehlpass leistete, machte sich das der Gästeangreifer Jannik Zeuner (59.) zunutze und traf mit einem 18-Meter-Distanzschuss zum 1:2. Bei dem Treffer gab der VfB-Keeper Lück erneut keine gute Figur ab. Die Prenku-Schützlinge zeigten sich unbeeindruckt und glichen durch Benedikt Joch (63.) zum 2:2 aus, der nach einem Eckball von Michael Krupp das Leder per Direktabnahme ins Netz hämmerte. Danach drängten die Platzherren vehement auf den Siegtreffer. „Der Spielverlauf hat meine Nerven erheblich strapaziert“, versicherte der Linzer Coach Behar Prenku, der bis zur 90. Minute warten musste, ehe der ersehnte Siegtreffer fiel. Hier hatte er mit der Einwechslung von Endrit Baftija ein glückliches Händchen bewiesen. Baftija war es, der mit seinem ersten Ballkontakt und nach einer Ecke von Krupp mit einem Kopfball das 3:2-Siegtor erzielte. „Der VfB Linz spielt sicherlich in dieser Saison in einer anderen Kategorie als wir. Die Linzer haben ein gewaltiges Tempo nach vorne“, zeigte sich der SG-Trainer Lukas Haubrich als fairer Verlierer. Im Lager der Kaiserberger atmete Prenku nach dem Abpfiff auf. „Wir waren 90 Minuten dominant. Trotzdem war der Sieg am Ende glücklich. Doch solche Spiele musst du erst mal gewinnen“, unterstrich der Linzer Coach und blickte bereits auf das Spitzenspiel am Sonntag um 15 Uhr beim Tabellendritten TuS Burgschwalbach. „Das wird eine schwere Prüfung. Unsere Gastgeber spielen typischen Westerwaldfußball, kampf- und laufstark sowie mit einer unkomplizierten Spielweise. An guten Tagen können sie jeden Gegner schlagen.“

VfB Linz: Lück, Dillmann, Klein, Becker, Tolaj (90. Schlebach), Manuel Rott, Krupp, Moritz Rott (89. Baftija), Joch, Simons, Seitz (87. Lemke).

Schiedsrichter: Ronny Jäckel (Hausen).

Zuschauer: 150.

Torfolge: 0:1 Philipp Klöckner (29.), 1:1 Mario Seitz (32.), 1:2 Jannik Zeuner (59.), 2:2 Benedikt Joch (63.), 3:2 Endrit Baftija (90.).

LS

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